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Kostet Park Sanssouci bald Eintritt?

28.04.2011, 12:06 Uhr | dapd

Potsdam: Kostet Park Sanssouci bald Eintritt?. Das Schloss Sanssouci samt Park. (Foto: dpa)

Das Schloss Sanssouci samt Park. (Foto: dpa)

Der Park Sanssouci in Potsdam hat sich als attraktives Reiseziel für Touristen aus der ganzen Welt etabliert. 1990 wurde die wunderschöne Anlage unter den Schutz der UNESCO gestellt. Nun sorgen die Pläne der Schlösserstiftung, ab 2013 möglicherweise Eintritt für den Park Sanssouci zu verlangen, für Aufregung. Während die Schlösserstiftung auf fehlendes Geld für die Pflege der Gartenanlage verwies, kritisierten mehrere Politiker den Vorstoß, darunter auch Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs.


Kosten für den Garten müssen gedeckt werden

Die Erhebung eines Eintritts sei lediglich eine von drei möglichen Varianten, um die Kosten für die Pflege der Gartenanlage zu decken, versuchte der Generaldirektor der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten (SPSG), Hartmut Dorgerloh die Wogen zu glätten. Eine Entscheidung werde erst bei der nächsten Sitzung des Stiftungsrates, dem Aufsichtsgremium der SPSG, am 5. Mai fallen. Eine weitere Variante seien höhere Zuschüsse vom Bund und den Ländern Berlin und Brandenburg, sagte Dorgerloh. Eine dritte Möglichkeit wäre, die gegenwärtige Situation zu belassen. Dann sei aber mit einem weiteren Werteverlust zu rechnen, sagte der Generaldirektor. Möglicherweise sei dann auch der Status als UNESCO-Welterbe gefährdet. Einige Teile des Parks, wie etwa der holländische Garten unterhalb der Bildergalerie, seien in sehr schlechtem Zustand, sagte Dorgerloh. Bereits seit 2003 fehlten 31 Stellen zur ausreichenden Pflege des Parks. Durch weitere Projekte steige dieser Bedarf bis 2028 sogar auf 74 Stellen an. Dies entspreche 4,5 Millionen Euro jährlich.


Zwei Euro Eintritt und weniger Eingänge geplant


Ein Eintrittsgeld würde erst ab 2013 und dann nur für den Park Sanssouci und nur während der Saison erhoben werden, sagte der Generaldirektor. Geplant seien zwei Euro pro Person und Ermäßigungen für Schüler oder Kinder. Außerdem werde über Modelle nachgedacht, wie die Anwohner begünstigt werden könnten - etwa über Jahreskarten für zwölf Euro. Eine Privilegierung nach Wohnsitz halte er aber für "kein gangbares Modell", da dies mit dem EU-Recht nicht vereinbar sei, sagte Dogerloh. Um den Zugang zum Park zu kontrollieren, sollen außerdem nur noch elf der insgesamt 25 Eingänge offen bleiben.

    Freiwilliger Eintritt reicht nicht aus

    Der 2006 eingeführte freiwillige Eintritt habe der Stiftung jährlich nur etwa 120.000 Euro Reinerlös eingebracht, sagte der Generaldirektor. Mit einem verpflichtenden Eintritt könnten hingegen knapp fünf Millionen Euro jährlich eingenommen werden. Eine Umfrage habe außerdem ergeben, dass vor allem externe Gäste gerne bereit wären, Eintritt zu bezahlen, fügte SPSG-Marketingchef Heinz Buri hinzu. Schließlich werde auch in anderen berühmten Gärten Eintritt verlangt. So müssten die Besucher etwa in Versailles bei Paris acht Euro aufbringen. Kritik an den Plänen kam unter anderem von Oberbürgermeister Jakobs. Im Gegensatz etwa zu Versailles liege der Park mitten in der Stadt, sagte er. "Da können wir von den Potsdamern kein Wegezoll erheben." Er forderte hingegen Bund und Länder auf, die Stiftung mit ausreichend Mitteln auszustatten.



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