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Tränenpalast: So war das an der deutsch-deutschen Grenze

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Tränenpalast: So war das an der deutsch-deutschen Grenze

30.09.2011, 09:47 Uhr | Hans-Werner Rodrian, srt, srt

Tränenpalast: So war das an der deutsch-deutschen Grenze. Ausstellung am Bahnhof Friedrichstraße: So war das an der Grenze zwischen DDR und BRD. (Quelle: SRT /Ralf W. Stiebing/ Stiftung HDG )

Ausstellung am Bahnhof Friedrichstraße: So war das an der Grenze zwischen DDR und BRD. (Quelle: Ralf W. Stiebing/ Stiftung HDG /SRT )

Türen ohne Klinken. Ein langer Spiegel an der Decke. Unglaubliche Enge. Sofort ist es wieder da, dieses ohnmächtige Gefühl, das jeder kennt, der jemals am "Übergangspunkt" Friedrichstraße ins Ostberlin der DDR-Zeit eingereist ist. Eine original Grenzkabine ist denn auch das zentrale Ausstellungsstück der Dauerschau "Grenzerfahrungen". Die wurde am 15. September, mehr als 20 Jahre später am Originalschauplatz, im sogenannten "Tränenpalast" an der Nordseite des Berliner Bahnhofs Friedrichstraße eröffnet. Sehen Sie die Ausstellung auch in der Foto-Show.

Eintritt ist gratis

Der Eintritt ist gratis, entsprechend viele Besucher hat die mit allen Mitteln der modernen Museumspädagogik arbeitende Ausstellung. In Zeitzeugeninterviews kommen mutige Demonstranten zu Wort, aber auch Soldaten und Zöllner. Zu sehen ist die Dienstvorschrift 18/0/008, die den Schusswaffengebrauch an der Mauer regelte. Stempel, Uniformen, ein Grenzpfahl, geschmuggelte Bücher machen die Erinnerung lebendig. In einer Vitrine liegt das Mikrofon, das für Wolf Biermann in die DDR geschmuggelt wurde. Wie zufällig sind auf Sitzbänken Koffer aufgeklappt, in denen zu sehen ist, was die Flüchtlinge in der DDR zurück ließen. Ein zwei mal zwei Meter großes Modell der kompletten Grenzübergangsstelle mit Tränenpalast und Bahnhof im Maßstab 1:87 veranschaulicht die Überwachungsmaschinerie in der gesamten Anlage. Bei der Betrachtung der alltäglichen Schikane, der millionenfachen Angst und Ungewissheit, fragt man sich nur eins: warum an diesem symbolischen Platz nicht schon viel früher eine solche Gedenkstätte errichtet wurde.

Weiitere informationen:

Bahnhof Friedrichstraße. Geöffnet Di-Fr 9-19, am Wochenende 10-18 Uhr, Mo geschlossen. Der Eintritt ist frei. Internet: http://www.berlin.de/orte/sehenswuerdigkeiten/traenenpalast/

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