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Rügens Süden: Hier sind die Strände noch einsam

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Unbekannter Inselsüden  

Hier sind Rügens Strände noch einsam

06.07.2015, 12:58 Uhr | Andreas Heimann, dpa

Rügens Süden: Hier sind die Strände noch einsam. Vilm ist Teil des Biosphärenreservats Südost-Rügen und ein Naturreservat erster Güte.  (Quelle: dpa/Andreas Heimann)

Vilm ist Teil des Biosphärenreservats Südost-Rügen und ein Naturreservat erster Güte. (Quelle: Andreas Heimann/dpa)

Rügen steht bei vielen Urlaubern hoch im Kurs. Doch auch auf der größten deutschen Insel gibt es noch weitgehend unentdeckte Ecken - vor allem im Süden. So kennen wenige etwa Zudar. Auf die kleine Insel Vilm dagegen wollen viele, dürfen aber nur wenige. Sehen Sie Rügens Süden auch in unserer Foto-Show.

Die schmale Landstraße führt vorbei an Äckern und Kornfeldern. Ganz plötzlich ist dann der kleine Hafen von Stahlbrode zu sehen. Von hier aus starten die Fährschiffe nach Glewitz. Schon nach zehn Minuten legen sie auf der Halbinsel Zudar an, in Rügens äußerstem Süden. Trotzdem kommen die meisten Urlauber heute mit dem Auto über die Brücke. Dabei ist es viel schöner, den Seewind schon auf der Fähre zu spüren.

Spaziergänger auf Zudar laufen vorbei an Feldern mit Mais und Raps, neben denen Margeriten und Kornblumen blühen. Und auch die Strände sind einsam, anders als in Binz oder Sellin. Fremdenführerin Susanne Falk läuft voraus an den Strand von Grabow. Der Himmel ist blau, das Wasser glasklar.

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Putbus - ein fürstlicher Urlaubsort

Einer, der den Süden Rügens immer geliebt hat, war Fürst Wilhelm Malte (1783-1854). Er hat das nördlich von Zudar gelegene Putbus gegründet und zum Urlaubsort gemacht. Das Badehaus Goor im Ortsteil Lauterbach wurde 1818 in seinem Auftrag erbaut. Damals brachte man das Ostseewasser in Fässern dorthin, erwärmte es, füllte es in Wannen für die Badegäste. Heute ist das Badehaus Goor ein Wellness-Hotel.

Nach Vilm dürfen nur 60 Besucher pro Tag

Zum Hafen von Lauterbach sind es zu Fuß nur fünf Minuten. Von hier starten die Fahrten mit der Reederei Lenz zur Insel Vilm. Nach nur einer Viertelstunde Überfahrt ist der Inselhafen zu sehen. Andreas Kuhfuß von der Reederei Lenz wartet an Land auf die Passagiere. Alleine dürfen sie die knapp einen Quadratkilometer kleine Insel nicht erkunden. Vilm ist Teil des Biosphärenreservats Südost-Rügen. Mehr als 60 Besucher pro Tag sind nicht erlaubt. Der Süden der Insel ist komplett gesperrt.

Noch in den 1950ern kamen regelmäßig Touristen, 1959 auch Otto Grotewohl, Ministerpräsident der DDR. Er ließ anschließend mehrere Ferienhäuser für Minister der DDR-Regierung bauen. Bald darauf wurde die Insel für Otto-Normalbesucher gesperrt, und das blieb sie bis zur Wende. Die Reetdachhäuser, in denen früher die Minister entspannten, stehen noch.

Naturreservat erster Güte

Heute ist die Insel ein Naturreservat. Mehr als 400 Pflanzenarten sind belegt, 65 Brutvogel- und sogar 48 Schneckenarten. An der Westseite lässt sich der seltene Eisvogel beobachten, seit 1996 sind Seeadler wieder auf Vilm heimisch. "Wir haben Steinmarder, Baummarder, eine Dachsfamilie, drei Füchse und 20 Rehe", sagt Kuhfuß. Maulwürfe gibt es auch.

Und als Kuhfuß am höchsten Gipfel der Insel Halt macht, 30 Meter über dem Meeresspiegel, da schweben Dutzende von Seeschwalben direkt vor der Inselküste. Gegenüber ist Rügen gut zu erkennen - aber eigentlich möchte man jetzt gar nicht zurück.

Weitere Informationen

  • Reiseziel: Rügens Süden ist touristisch ausgesprochen ruhig. Das gilt besonders für den südlichsten Zipfel, die Halbinsel Zudar.
  • Anreise: Die Rügenfähre ab Stahlbrode ist im Sommer von 6.00 bis 20.00 Uhr im 20- bis 30-Minuten-Takt im Einsatz.
  • Übernachten: Auf Zudar gibt es kaum Unterkünfte. Das Hotel im historische Badehaus Goor in Putbus hat 86 Zimmern und Suiten. Ungewöhnliche Übernachtungsmöglichkeiten sind die schwimmenden Ferienhäuser und die Pfahlhaussuiten der Wasserferienwelt im Jaich.
  • Kontakt: Tourist-Info Rügen (Tel.: 03838/80 77 80); Fahrgastreederei Lenz, Am Hafen, 18581 Putbus (Tel.: 038301/61 896, E-Mail: fgr.lenz@t-online.de).
  • Weitere Links:
    Rügen Tourismus: http://www.ruegen.de/
    Biosphärenreservat Südostrügen: http://www.biosphaerenreservat-suedostruegen.de/
    Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern: http://www.auf-nach-mv.de/
    Reederei Lenz: http://www.fahrgastreederei-lenz.de/

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