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Mallorca: Kommission gegen Sauftourismus

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Mallorca: Kommission gegen Sauftourismus

21.09.2011, 13:00 Uhr | mro

Mallorca: Kommission gegen Sauftourismus. Mit Bier am Strand: In Mallorca schlagen Touristen gerne mal über die Stränge (Quelle: imago)

Mit Bier am Strand: In Mallorca schlagen Touristen gerne mal über die Stränge (Quelle: imago)

Seit Jahren versuchen Behörden und Hoteliers, dem Sauftourismus auf Mallorca Herr zu werden. Ob Pläne für Musikverbot am Ballermann, die Planung einer neuen, gesitteteren Promenade oder hohe Strafen in einzelnen Gemeinden: Vieles wurde versucht, die Partytouristen in den Griff zu kriegen, gefruchtet hat offenbar wenig. Jetzt beschäftigt sich eine Kommission mit dem Thema, die die Vereinigung der Hoteliers auf Mallorca (FEHM) ins Leben gerufen hat. Das berichtet das deutschsprachige Internetportal mallorcazeitung.es.

Sauftouristen in Vier-Sterne-Hotels

Die Kommission will sich mit den Konsequenzen des zunehmenden Alkoholkonsums vor allem jugendlicher Urlauber auseinander setzen. Im Vergleich zu den Vorjahren habe die Zahl der Partytouristen zugenommen. Außerdem beschränken sich die Sauftouristen nicht mehr auf Zwei-Sterne-Herbergen. "Dieses Jahr stiegen sie auch in Vier-Sterne-Hotels ab, wo sie 50 bis 70 Euro pro Nacht zahlen," zitiert mallorcazeitung.es Francisco Marín, der Vorsitzende der Hoteliersvereinigung an der Playa de Palma. Auch örtlich erweitern die trinkfreudigen Touristen offenbar ihr Revier. Neben den Party-Hochburgen im Südwesten an der Playa de Palma und um Magaluf gehe es auch in Cala Ratjada an der Ostküste der Insel immer wieder hoch her. "Hier geht es bald zu wie in Magaluf", sagte der örtliche Hotelierssprecher Joan Massanet.

Deutsche Urlauber nicht ganz so schlimm wie Briten

Obwohl die Kommission deutsche Urlauber als etwas gesitteter als britische Touristen einstuft, tauchen die gleichen Probleme in den deutschen Hochburgen auf. In Capdepera, Magaluf und der Playa de Palma im Grunde müsse man mit nächtlichen Trinkgelagen, rüpelhaftem Benehmen und Exzessen rechnen. Im Mittelpunkt der Kritik der Hoteliers stehen zudem die Betreiber der 24-Stunden-Supermärkte, die das ausfällige Verhalten mit dem Verkauf großer Mengen Alkohol inklusive Eimern zum Kühlen noch förderten. Auch solle man über ein härteres Vorgehen der Ordnungshüter nachdenken.

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