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Dominikanische Republik  

Feriensiedlung für zwei Milliarden

11.01.2008, 08:41 Uhr | t-online.de, srt

Luxus-Baustelle in der DomRep (Foto: capcana.com)Luxus-Baustelle in der DomRep (Foto: capcana.com)

Türkisfarbenes Wasser spült seidig über den Bauch, vorn wiegen sich die Zehenspitzen in der Dünung. Dazwischen malt die karibische Sonne Lichtkringel aufs sanft gekräuselte Wasser. So muss das Paradies aussehen. Mehr braucht es auch nicht, um die Gäste aus dem kalten Europa zu begeistern. Der Dominikanischen Republik reicht dies dennoch nicht aus. Eine ganz andere Ferienvision soll her. Aus diesem Grund entsteht südlich von Punta Cana, genauer gesagt am Cap Cana-Küstenabschnitt, eine zwei Milliarden Dollar schwere Luxus-Feriensiedlung. 120 Quadratkilometer misst das Urlauber-Areal und besitzt eine 5,5 Kilometer lange Küstenlinie mit weißen Sandstränden. Neben Hotels sollen auch Apartments und Grundstücke für Ferienhäuser entstehen.

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Etwa so groß wie Manhattan

Kaum zehn Autominuten vom Flughafen Punta Cana entfernt, will der Komplex etwa so groß wie Manhattan werden - und der Vergleich ist mit Bedacht gewählt. Denn hinter dem Projekt steht der Immobilien-Tycoon Donald Trump. Er hat dort eine Flotte von Helikoptern stationiert, die Interessenten über die Region fliegen, damit sie sich aus der Luft ihr Traumgrundstück aussuchen können. Die Claims sind praktischerweise alle mit Nummern versehen - groß genug, dass sie aus der Luft erkennbar sind. Bei der ersten Auktion im vergangenen Juni gingen 73 Grundstücke binnen drei Stunden weg. Und das, obwohl die Interessenten 150.000 Dollar cash vorlegen mussten, um überhaupt mitbieten zu dürfen. Ganz klar: Die Dominikanische Republik will ein Stück vom Luxus-Urlaub.

Der Trend geht zum Luxusurlaub

Zwar beteuert Ministerin Magaly Toribio: "Familien sind weiter willkommen." Doch im gleichen Atemzug schwärmt sie von Luxushotelketten wie Ritz Carlton und Four Seasons, die bereits hier bauen. Und begeistert sich, dass der von der Insel stammende Stardesigner Oscar de La Renta demnächst ein Boutiquehotel eröffnet. Mehr Chic darf es sein: Das soll wohl auch für den normalen Pauschalurlauber gelten. Wohin der Trend weist, zeigt der erst vergangenes Jahr eröffnete Hotelpalast Riu Palace Punta Cana. Mit viel Marmor und Kuppelhalle gibt er sich kühl arabisch-indisch, glänzt innen mit Granit und Marmor, außen mit Zuckerbäckertürmchen und Wasserspielen. Cool ist in - in den vor gerade mal zehn Jahren gebauten Nachbarhotels surrt noch der Ventilator über Rattanmöbeln. Gemeinsam ist allen Hotels in Punta Cana der prächtige Sandstrand: Hell und weich zieht er sich über 70 Kilometer hin, dekorativ wiegen sich dahinter die alten Palmen der früheren Kokosplantagen. Kräftige Wellen rollen auf die Küste zu - dies ist die Atlantikseite der Insel.

450 Dollar pro Nacht

Mango, Ananas, Papaya: Die Saftbar ist der Hit beim Frühstücksbüffet, zwei Mitarbeiterinnen pressen ständig frisch tropische Früchte. Auch mittags und abends warten Kellner und Showköche rund ums Büffet geradezu darauf, Spaß zu machen, für ein Foto zu posieren, Kinder den Teller voller Würstchen zu laden. Abends gibt es Languste vom Grill - alles All-Inclusive. Das wird in Cap Cana anders sein: Die Zimmerpreise beginnen bei 450 Dollar pro Nacht. Auch All-Inclusive gibt es dort nicht, sogar das Frühstück geht extra. Dafür gibt es allein im ersten Hotel, das demnächst eröffnet, neun Restaurants und elf Bars. Die Küchenbrigade wird dirigiert von Zwei-Sterne-Koch Jacques Le Divellec aus Paris. Vergnügen sollen sich die illustren Gäste auf acht Golfplätzen, von denen drei durch Jack Nicklaus gestaltet wurden. Und im März stoppt natürlich auch die PGA-Tour in Cap Cana. Wer selbst golfen will, der zahlt fürs Greenfee ab 250 Euro aufwärts. So viel verdient ziemlich genau ein Kellner in der Dominikanischen Republik im Monat. Und die Haitianer in den endlosen Zuckerrohrfeldern, auf die man vom Ausflugsbus herunterschaut, arbeiten für 50 Pesos am Tag. Das sind drei Euro.

Einreise: Zur Einreise in die Dominikanische Republik benötigen deutsche Staatsangehörige einen noch mindestens drei Monate gültigen Reisepass, ein Visum ist nicht erforderlich. Die zehn Dollar teure Touristenkarte ist allerdings nicht bei allen Reiseveranstalter im Preis inkludiert.
Impfungen: Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amts empfiehlt, sich gegen Tetanus, Diphterie und Hepatitis A zu schützen. Das Malariarisiko ist im Osten an der Küste sehr gering. Mückenschutzmittel werden dringend empfohlen.
Klima: Die Temperatur sinkt an der Küste nie unter 20 Grad, die Luftfeuchtigkeit ist hoch. Die Wassertemperatur liegt bei 25 bis 28 Grad. Währung: Für einen Euro erhält man 47 Pesos. Die Mitnahme kleiner Dollarnoten wird empfohlen.
Strom: 110 Volt, ein amerikanischer Adapter ist erforderlich. Zeitunterschied: fünf Stunden.
Reiseangebote: All-Inclusive-Pauschalreisen bieten alle großen deutschen Reiseveranstalter an.
Preisbeispiel: Eine Woche All-Inclusive im Fünfsterne-Hotel Riu Palace Punta Cana mit Flug ab Deutschland kostet ab 1225 Euro (TUI).

Weitere Informationen: Fremdenverkehrsamt der Dominikanischen Republik, Hochstr. 54, 60313 Frankfurt, Tel. 069/91397878, Fax 069/283430, E-Mail: domtur@aol.com, Internet: www.godominican.com

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