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Kipu Falls: Hawaiis unheimliche Badestelle

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Hawaii  

Hawaiis unheimliche Badestelle

22.07.2011, 09:45 Uhr | Audrey McAvoy, dapd, dapd

Kipu Falls: Hawaiis unheimliche Badestelle. Kipu Falls: Menschen springen vom Wasserfall in die Tiefe. (Foto: dpa) (Quelle: dpa)

Kipu Falls: Menschen springen vom Wasserfall in die Tiefe. (Foto: dpa) (Quelle: dpa)

Reiseführer nennen die Kipu Falls in Hawaii "einen wunderbaren, versteckten Ort" und eine "außergewöhnliche Badestelle". Doch die Schönheit des Wasserfalls und des natürlichen Schwimmbeckens trügt. Einheimische fragen sich, ob ein wütender "mo'o" - ein hawaiianischer Wassergeist in Gestalt einer Echse - dort lebt. Sehen Sie die Schönheit Hawaiis auch in unserer Foto-Show.

Entstehung des Mythos'

Fünf Menschen sind in den Kipu Falls auf der hawaiianischen Insel Kauai in den letzten fünf Jahren ertrunken, allein seit Dezember vergangenen Jahres kamen zwei ums Leben. In den meisten Fällen sprangen die Menschen vom Wasserfall sechs Meter tief in das Schwimmbecken und wurden dann in die Tiefe gezogen. All ihre Versuche, sich an Land zu retten, waren vergeblich. Andere erlitten schwere Brustverletzungen, geplatzte Trommelfelle oder Knöchelbrüche.

Reiseführer sollen die Kipu Falls nicht mehr erwähnen

Nun wird spekuliert, ob ein starker Strudel oder ein Geist im Schwimmbecken für die Unglücke verantwortlich ist. Hawaiianische Behörden wollen den Zugang stärker beschränken. Das örtliche Tourismusbüro fährt seit dem letzten Jahr eine Kampagne, um Hinweise auf die Kipu Falls aus Reiseführern zu verbannen. Es sollte sogar ein Gesetz her, wonach Autoren und Verleger der Reiseführer für verunglückte Touristen persönlich haften. Nach Protesten, das verstoße gegen die Meinungsfreiheit, wurde das Gesetz dann aber doch nicht verabschiedet. Das Tourismusbüro bittet auch Reiseveranstalter und Hotels, keine weiteren Touristen in die Gegend um die Kipu Falls zu schicken.

    Reaktionen der Veranstalter

    Die Leiterin des Tourismusbüros, Sue Kanoho, hat der Witwe des letzten Verunglückten, ein 35-jähriger Mann aus Kalifornien, bei der Rücksendung des Gepäcks geholfen. Sie sei erschüttert gewesen, dass es wieder zu einer Tragödie gekommen sei, sagt sie.

    Schon lange kein Geheimtipp mehr

    Bewohner der Gegend sagen, sie schwämmen seit Jahrzehnten problemlos dort. Die Touristen seien ab Mitte der 90er-Jahre gekommen, als Reiseführer begannen, die Kipu Falls zu erwähnen. Obwohl die den Ort immer noch als Geheimtipp bezeichnen, sind auch unter der Woche Dutzende Touristen anzutreffen. Der stellvertretende Chef der örtlichen Feuerwehr, John Blalock, glaubt nicht an Geister oder mysteriöse Strudel. Er sagt, viele Touristen verunglückten, weil sie im Urlaub an unbekannten Orten hohe Risiken eingingen. "Man macht Sachen, die man normalerweise nicht macht."

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