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FKK-Fluggäste müssen sich wieder anziehen

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FKK-Fluggäste müssen sich wieder anziehen

23.05.2008, 11:15 Uhr

Aus für FKK-Flug: Die Gäste bleiben angezogen (Foto: Imago)Aus für FKK-Flug: Die Gäste bleiben angezogen (Foto: Imago)

Der Reiseveranstalter OssiUrlaub hat seinen geplanten FKK-Flug an die Ostsee gestrichen. Es habe "moralische Bedenken" einiger Medien sowie Besucher der Internet-Seite gegeben, teilte das Unternehmen in Erfurt mit. Daher sei der Entschluss gefasst worden, den Flug, bei dem sich die Passagiere im Adamskostüm hätten zeigen dürfen, ausfallen zu lassen. Kunden, die den Ausflug zur Ostseeinsel Usedom bereits gebucht hatten, bekommen laut Geschäftsführer Enrico Heß ihr Geld zurück und einen Gutschein als Entschädigung. Das Unternehmen hatte angekündigt, bis zu 50 FKK-Fans am 5. Juli von Erfurt nach Heringsdorf und wieder zurück zu fliegen. Nur die Piloten und Stewardessen sollten angezogen bleiben.

Voyeurismus und mangelnde Hygiene befürchtet

Eigentlich sah alles ganz gut aus, Geschäftsführer Heß sprach auch nach der Absage von "mehrheitlich positiven Reaktionen" auf den geplanten Flug. In der jüngsten Vergangenheit hätten sich aber Bedenken gehäuft, der Flug könne Voyeuristen anziehen. Auch zur Hygiene auf dem Flug hätten einige Zweifel geäußert, sagte Heß. Die Absage des Fluges habe allerdings keine Auswirkung auf die weiteren FKK-Angebote des Veranstalters, diese blieben bestehen. Einen weiteren Versuch eines Freikörperkulturfluges werde es allerdings nicht geben. Ursprünglich hatte Heß angekündigt, das Angebot sogar ausweiten zu wollen.

Diskussionen im Vorfeld

Bereits im Vorfeld bereitete der geplante FKK-Flug Heß Kopfschmerzen, allerdings vor allem wegen der großen Nachfrage. Kurz nach Bekanntgabe der Pläne war der kleine Flieger mit 50 Plätzen bereits praktisch ausgebucht - mehr als fünf Monate vor dem eigentlichen Flug. "Wir könnten jetzt schon mehrere große Flugzeuge mit Fans der Freikörperkultur füllen," sagte Veranstalter Enrico Heß damals. Es gab jedoch im Vorfeld schon Diskussionen und Probleme. Laut Medienberichten gab die Fluggesellschaft Ostfriesische Luftfahrt- und Transportgesellschaft (OLT) im April bekannt, dass sie OssiUrlaub kein Charter-Flugzeug zur Verfügung stellen werde. Laut Heß boten sich allerdings Ersatzangebote "mehrere Airlines aus dem In- und Ausland", daran sei der Flug nicht gescheitert.

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