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Vom "Devil's Pool" bis zur Teufelsbrücke: Teuflisch gute Attraktionen weltweit

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Vom "Devil's Pool" bis zur Teufelsbrücke  

Teuflisch gute Attraktionen weltweit

08.12.2010, 10:36 Uhr | Zeljka Tomsic

Vom "Devil's Pool" bis zur Teufelsbrücke: Teuflisch gute Attraktionen weltweit. Plantschen am Abgrund: Der "Devil's Pool" ist nichts für schwache Nerven. (Foto: cat2222)

Plantschen am Abgrund: Der "Devil's Pool" ist nichts für schwache Nerven. (Foto: cat2222)

Wenn Sehenswürdigkeiten den Namen aus der Unterwelt tragen, hat dies einen guten Grund: Sie sind einfach nur teuflisch! Mal sorgen sie für den besonderen Adrenalinkick, dann präsentieren sie sich giftiggrün oder sind der Treffpunkt des Herrschers aus der Hölle - so zumindest die Sage. In unserer Foto-Show sehen Sie einige teuflisch gute Exemplare rund um den Globus.

Teuflischer Planschspaß im "Devils Pool"

Wer kennt das nicht: Im hoteleigenen Pool ein paar Runden drehen, in dem das Wasser gerade mal zwei Meter hoch ist. Ein gemütliches Planschen eben. Anders in Simbabwe: Abenteuerlustige können hier direkt am Abgrund der Victoriafälle schwimmen - natürlich auf eigene Gefahr. Der nasse Adrenalinkick ist nur während der Trockenzeit (zwischen September und Dezember) möglich, wenn der Wasserspiegel ganz niedrig ist. Bei Hochwasser fließen circa 10.000 Kubikmeter Wasser pro Sekunde (in der Trockenzeit sind es nur 170 Kubikmeter) über eine Breite von mehr als 1700 Metern in die Tiefe. Die Wassermassen des Sambesi Flusses stürzen insgesamt 110 Meter tief. Der dadurch entstehende Sprühnebel steigt bis zu 300 Meter hoch und ist teilweise auch aus 30 Kilometer Entfernung noch zu sehen.

"Devil's Bath": Badewanne des Satans

Da mag die Sonne noch so brennen: Im giftiggrünen "Devil's Bath" würde niemand ein erfrischendes Bad nehmen wollen. Schließlich befindet es sich im Wai-o-tapu Thermal Wonderland in Neuseeland. Das Thermalgebiet entstand vor etwa 160.000 Jahren. Und da geht es ziemlich heiß her: Von Geysiren, über farbenprächtige Pools bis zum blubbernden Schlamm ist alles dabei. Darunter auch das "Devil's Bath", das vom Schwefel und eisenhaltigen Salzen die nicht gerade einladende Farbnuance bekam.

    "Devils Tower": Kletterparadies für Anspruchsvolle

    Ein Wunderwerk der Natur ist auch der unwirklich erscheinende Monolith "Devils Tower" (deutsch: Teufelsturm), der am Rande der Bear Lodge Mountains im US-Bundesstaat Wyoming liegt. Er hat eine Höhe von etwa 265 Metern und einen Durchmesser von fast 150 Metern. Über die Entstehungsgeschichte ranken viele Legenden. Geologen, die den steinernen Brocken im 18. Jahrhundert untersuchten, vermuteten einen vulkanischen Ursprung. Mittlerweile sind die massiven Säulen des "Devils Tower" ein beliebtes Kletterziel, das alljährlich zahlreiche Abenteuerlustige anlockt.

    "Devil's Golf Course": Im Death Valley golft der Teufel

    Der Death Valley-Nationalpark gilt als Hitzepol der USA. Kein Wunder also, dass sich dort der Teufel wohl fühlt. So gut, dass er sogar zum Golfen aufgelegt ist, nämlich im "Devil's Golf Course" (deutsch: Golfplatz des Teufels). Die Landschaft in diesem Teil des Parks sieht ziemlich bizarr aus. Aus dem Boden sprießen zahllose bis zu 25 Zentimeter hohe Türmchen aus Salz, dazwischen immer wieder kleine Löcher, als wären sie vom Golfplatz hierher verpflanzt worden. Der Name soll aus einem offiziellen Reiseführer zum Death Valley von 1934 entstanden sein. In diesem stand, dass in der rauen Landschaft "nur der Teufel Golf spielen" könne.

    Auch Deutschland liebt es ganz schön teuflisch

    Das bekannteste Beispiel in Deutschland ist wohl die Teufelskanzel samt Hexenaltar auf dem Brockengipfel im Harz. Der Sage nach treffen sich zu Walpurgis, also in der Nacht zum 1. Mai, auf den beiden Sandsteinfelsen Teufel und Hexen. Die Namen dieser beiden Granitklippen stammen offensichtlich noch aus heidnischer Zeit, in der solche exponierten Standorte als Kultstätten genutzt wurden. Wer nicht so lange warten möchte, begibt sich lieber direkt zum Tor der Hölle. Möglich macht dies die Teufelshöhle in Pottenstein. Bereits der Höhleneingang der Tropfsteinhöhle beeindruckt, der mit 25 Metern Breite und 14 Metern Höhe zu den größten Höhleneingängen hierzulande zählt. Zumindest sind die Zeiten, in denen die Bevölkerung glaubte, der Teufel würde darin leben, längst vorbei. Warum der sonderbare Felsen im Wasgau, dem Südteil des Pfälzerwaldes, den Namen Teufelstisch erhielt, ist unklar. Schließlich sieht die 14 Meter hohe Felsformation wie ein riesiger Pilz aus, der sich ebenfalls zur Touristenattraktion mauserte.

    Über Teufelsbrücken gehen

    Nicht immer hatte Mutter Natur die Finger im Spiel. Hin und wieder erbaute der Mensch etwas, dem er hinterher einen teuflischen Namen verpasste. Ziemlich häufig fällt dies auf Brücken zurück. So zum Beispiel bei der Teufelsbrücke im Schweizer Kanton Uri. Laut Legende versuchten die Menschen im 13. Jahrhundert immer wieder über den reißenden Fluss Reuß eine Brücke zu bauen, um ihn überqueren zu können. Leider ohne größeren Erfolg. Einer der Erbauer soll daraufhin ausgerufen haben "Do sell der Tyfel e brigg bue!" ("Soll doch der Teufel da eine Brücke bauen!"). Für den heutigen Betonklotz ist der König der Unterwelt zwar nicht zuständig, doch bei der Namenswahl hat man ihn doch noch bedacht. Eine andere Geschichte weißt die Teufelsbrücke im Kasseler Bergpark Wilhelmshöhe auf, die ihren Namen aufgrund der Nachbarschaft zur Plutogrotte bekam. Laut einer Sage soll Pluto, der Gott der Unterwelt, in dieser Grotte gesessen haben. Nun ja, dies war wohl dann sein Zweitwohnsitz, direkt nach der Teufelshöhle.


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