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Asturien: Raues Land mit spektakulärer Küche

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Asturien: Raues Land mit spektakulärer Küche

30.01.2012, 15:20 Uhr | Franz Michael Rohm/srt, srt

Asturien: Raues Land mit spektakulärer Küche. Der malerische Fischerort Cudillero ist ein beliebtes Ausflugziel . (Quelle: srt/30.01.2012/Franz M. Rohm)

Der malerische Fischerort Cudillero ist ein beliebtes Ausflugziel . (Quelle: srt/30.01.2012/Franz M. Rohm)

"So haben Sie den Bonito noch nie gegessen, stimmt's?" Sternekoch Isaac Loya vom "Real Balneario" im Küstenort Salinas gehört zu den Stars der feinen Küche Asturiens. Der Thunfisch, den Loya nur leicht grillt, um einen rohen Kern zu behalten, stammt aus dem Meer, das sich hinter den Fenstern des Edelrestaurants bis zum Horizont erstreckt. Bestaunen Sie Asturien in unserer Foto-Show.

Den Fisch serviert der junge Chefkoch mit asiatischer Ponzu-Soße und glasierten Perlzwiebeln. So spektakulär könnte man auch in London oder Los Angeles essen - und eben in Asturien.

Die Provinz punktet mit der größten Anzahl von Sterneköchen in Spanien. Das liegt unter anderem an der 350 Kilometer langen Küste, die Heimat unzähliger Meeresfrüchte und Fische ist. "Und aus dem Hinterland kommen deftige Wurstwaren und Käsesorten", erklärt unsere Begleiterin Elena Borchers, deren Großeltern aus Deutschland hierher auswanderten.

In dem rauen Land, das etwa halb so groß wie Mecklenburg-Vorpommern ist und etwa eine Million Einwohner hat, findet man aber nicht nur Sterneküche, sondern genießt in einfachen Gasthäusern ebenfalls exzellente, bodenständige Gerichte für kleines Geld. Zum Beispiel in der "Casa Lin" in der Altstadt von Avilés. >>

Fangfrische Meeresfrüchte wie die seltenen Percebes, Entenmuscheln genannt, oder Cigalas, Kaisergranatgarnelen, die direkt aus dem Kantabrischen Meer auf die heiße Stahlplatte der Küche gelangen. Auch ein deftiges Fischomelette mit Bacalau, Kabeljau, steht auf der Karte. Dazu trinkt man keinen Wein aus Trauben, sondern aus Äpfeln. Sidra heißt das asturische Nationalgetränk.

"Man darf beim Einschenken nicht hinsehen, das ist die Regel", erklärt Kellner Jorge. Er hält die Flasche über den Kopf und der Strahl plätschert in ein großes, dünnwandiges Glas. Klar, dass der Apfelwein nicht nur ordentlich schäumt, sondern auch einiges daneben geht. Deshalb ist der Kneipenboden der "Casa Lin" dick mit Sägespänen bedeckt. Nur etwa zwei Finger breit wird der Apfelwein eingegossen und auf ex getrunken. "Der Schluck heißt culin, auf Deutsch Ärschlein", sagt Elena Borchers. >>

In der Altstadt von Avilés zeigt sich der morbide Charme des Niedergangs der ehemals prosperierenden Stahl- und Bergbauregion. Aber es gibt auch Neues zu bewundern, allen voran das spektakuläre Kulturzentrum des brasilianischen Stararchitekten Oscar Niemeyer. Auch ein Besuch des mittelalterlichen Rathauses und des alten Marktes lohnt sich: Die Häuser darum sind allesamt mit historischen Wintergärten ausgestattet und blicken nun auf die neue Markthalle, vor der Händler Wurstwaren aus den nahen Bergen und den berühmten Schimmelkäse Cabrales, der aus Kuh-, Ziegen- und Schafsmilch gewonnen wird, anbieten. In Oviedo, der etwa 30 Kilometer im Landesinneren gelegenen Hauptstadt, lockt der gut erhalten Altstadtkern, in dessen verwinkelten Gassen rund um die Kathedrale und den ehemaligen Markt Fontán man in kleinen Läden und Geschäften stöbern kann. Elena lotst uns ins Feinschmeckerlokal "Corrada del Obispo", in dem Chef Carlos Martinéz punktgenau gebratenes Schweinefilet mit Artischocken und Pfifferlingen sowie ausgezeichnete Weine serviert.

Grandiose Landschaft

Auf der Fahrt durch steile Ausläufer des karstigen Kantabrischen Gebirges bewundern wir sattgrüne Wälder von Eukalyptus und Kiefern. Nach einem Regenschauer reißt kurz darauf der Himmel auf, gießt gleißendes Licht über die felsige Küstenlinie und gibt den Blick frei auf schroffe, steil aufsteigende Berghänge. Die meisten Besucher kommen wegen dieser grandiosen Landschaft hierher. Im pittoresken Fischerörtchen Cudillero schmiegen sich die kleinen Häuser wie ein Ellenbogen - daher der Name - an den Hang. Eine Besonderheit ist, dass die Bewohner ihre Fensterrahmen in den Farben der Boote gestrichen haben. Im "La Parra", der ältesten Kneipe an der Mole, bietet Arturo Cuervo frischen Fisch an. Elena verrät einen letzten Geheimtipp: "Hier muss man die Parroches bestellen, köstliche kleine Sardinen, direkt vom Grill." Sehen Sie sich die malerischen Landschaften und die leckere Küche in unserer Foto-Show an.

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