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Der beste Weg zur Ferienvilla

06.02.2012, 17:04 Uhr | Hans-Werner Rodrian/srt, srt

Der beste Weg zur Ferienvilla. Die Villa "Casa Arturo" an der Costa Blanca in Spanien bietet Platz für 8 Personen. (Quelle: srt/06.02.2012/Vacando)

Die Villa "Casa Arturo" an der Costa Blanca in Spanien bietet Platz für 8 Personen. (Quelle: srt/06.02.2012/Vacando)

Zu Hunderttausenden stehen sie im Internet: Luxusvillen in den schönsten Ferienregionen der Welt. Die Bilder locken mit prächtigen Swimmingpools und tollen Veranden. Doch die Gefahr, auf Betrüger reinzufallen, ist nicht gerade gering. Wie findet man das passende Domizil, wo gibt es Schnäppchen, wo lauern Fallen? Wir geben 15 wertvolle Tipps.

Foto-Serie mit 4 Bildern

1. Vorsicht walten lassen: Das gilt vor allem bei privaten Online-Buchungen, bei denen es vorher lediglich E-Mail-Kontakt gegeben hat. Nach der Anzahlung stellt sich dann allzu leicht heraus, dass das gebuchte Ferienhaus gar nicht existiert. Bevor der erste Euro angezahlt ist, sollten Sie unbedingt die vollständige Adresse von Anbieter und Angebot samt Steuernummer und Umsatz-Steuer-ID haben. Die Polizei empfiehlt bei Privatbuchungen, wenigstens einmal persönlich zu telefonieren. 2. Seriöse Anbieter wählen:

Natürlich kann man über das Internet sein Ferienhaus buchen. Am sichersten dran ist man freilich bei einem deutschen Reiseveranstalter (erkenntlich ist das an den AGBs). Läuft da etwas schief, so gilt - klassisch wie online - immer das konsumenten-freundliche deutsche Pauschalreiserecht statt Mietrecht. Mit der Reservierungsbestätigung erhält der Reisende zudem einen Sicherungsschein, der ihn bei Veranstalterpleite schützt.

3. Alles schriftlich festhalten:

Wirklich abgesichert ist nur, wer eine detaillierte Beschreibung vorliegen hat. Die Ausschreibung vom Internet sichert man auf dem Rechner oder druckt sie aus. Angegeben sein sollten darin die Gesamtgröße in Quadratmeter und die Anzahl der Zimmer, dazu Betten, Lage, die Entfernung zum Strand und Einkaufsmöglichkeiten. Bestätigen lassen sollte man sich auch den Endpreis für die vereinbarte Personenzahl samt Kindern. Wichtig ist, die Höhe der Kaution und die Kosten bei Reiserücktritt festzulegen. Wenn möglich sollte man deutsches Mietrecht und einen Gerichtsstand in Deutschland vereinbaren.

4. Die Sterne weisen den Weg:

Nicht nur Hotels werden mit Sternen bedacht. Bereits seit 1994 verleiht der Deutsche Tourismusverband auch Ferienhäusern in Deutschland zwischen einem und fünf Sternen. Mehr als 60000 Ferienhäuser wurden bis heute klassifiziert. Das ist in jedem Fall eine gute Entscheidungshilfe bei der Buchung. Ähnliche Klassifizierungen gibt es auch in Österreich und Dänemark.

5. Andere Meinungen einholen: Tappen Sie nicht in die gleiche Falle wie Ihre Vorgänger. Wozu gibt es im Web Bewertungsforen wie www.ferienhausmeinung.de? Viele Anbieter wie beispielsweise Homelidays oder Atraveo machen die Erfahrungen bisheriger Mieter zum Bestandteil der Darstellung: Wer schon dort gewohnt hat, kann Noten geben und auch Kritik üben oder Lob verteilen. 6. Keine krummen Geschäfte machen: Hellhörig sollte man auf jeden Fall werden, wenn der unbekannte Vermieter das Geschäft "am Finanzamt vorbei" machen will. Wer den Staat so offensichtlich betrügen will, der ist vielleicht auch schnell bei seinem Vertragspartner dabei. 7. Die Nebenkosten nicht übersehen:

Das überrascht vor allem Ferienhaus-Neulinge, die vom Hotelurlaub her Pauschalpreise gewohnt sind: Der groß beworbene Wochenpreis ist oft gar nicht der endgültige. Hinzu kommen Kaution, Endreinigung, Strom und Heizung nach Verbrauch, außerdem Wäschebenutzung, Leihgebühren für Liegen, Kurtaxe, Steuer, Versicherung, Haustierpauschale und Parkgebühr. Selbst Wasser, Gas und Strom werden oft separat berechnet. Das kann vor allem bei Häusern mit beheiztem Pool ins Geld gehen. Wichtig sind die Nebenkosten natürlich auch beim Preisvergleich.

8. Die Lage macht's: Mit der Nähe zum Meer steigt auch der Preis. Umgekehrt bedeutet das: Wer sparen will, quartiert sich zwei oder drei Kilometer hinter der Strandlinie ein und nimmt dann eben die Fahrräder mit. Vor der Buchung Pflicht ist ein Blick in die Umgebung via Google Maps oder Streetview. So sieht man zuverlässig die Autobahn hinter der Haustür. Doch Vorsicht: Die Satellitenbilder sind bis zu vier Jahre alt, die Baustelle nebenan war da noch eine Wiese. 9. Ein größeres Haus mieten:

Im Urlaub will man ja nicht dicht gedrängt wie die Hühner im Stall leben. Deshalb suchen Kenner stets ein Haus für zwei Personen mehr, als tatsächlich mit von der Partie sind. Und ein zweites Bad kann ohnehin nicht schaden, wenn man halbwüchsige Töchter oder Söhne dabei hat.

10. Den Ausstattungs-Check machen: Niemand will es im Urlaub schlechter als zu Hause haben. Deshalb gehört zum Pflichtcheck nicht nur, ob Bettwäsche und Handtücher mitgebracht werden müssen, sondern auch, wie es mit Geschirrspülmaschine, TV, Waschmaschine, Gartenmöbeln bestellt ist. 11. Die Beschreibung akribisch lesen: Gerade professionelle Vermittler sind oft Meister darin, Nachteile eines Feriendomizils in der Beschreibung zu verstecken. Wer ein "sauberes und zweckmäßig eingerichtetes" Haus mietet, den erwartet vermutlich wenig Komfort. "Bushaltestelle 100 m" deutet an, dass es mit der Infrastruktur in fußläufiger Entfernung nicht weit her ist. Und Angaben wie die maximale Belegungszahl und welche Haustiere man mitnehmen darf, überliest man ohnehin besser nicht. 12. Auf mehreren Portalen suchen: Selbst wenn Sie bereits Ihr Traumhaus gefunden haben: Suchen Sie ruhig weiter, vergleichen Sie Preise, schauen Sie Fotos an! Das gilt zum einen, weil viele Vermieter ihre Objekte über unterschiedliche Kanäle mit unterschiedlichen Informationen anbieten: Hier sind mehr Bilder zu sehen, dort wird schon die Verfügbarkeit online angezeigt. 13. Richtig absichern: Davor hat jede Mama Angst: Das Kind wirft mit dem Ball eine Scheibe ein, während der Mann Teppich und Sofa mit Rotwein tränkt. Aber die private Haftpflichtversicherung kommt für das Fenster nur auf, wenn Mietsachschäden inkludiert sind. Und für die Rotweinflecken gar nicht, denn der Schutz gilt nur für unbewegliche Sachen. Natürlich kann man sich aber separat absichern - auch gegen Schlüsselverlust und Einbruch ins gemietete Heim. 14. Früh buchen: Ferienhausmieter sind Frühbucher. In den Pfingst-, Sommer und Skiferien sind Vorausbuchungen von einem Jahr und länger üblich. Für den Neuling, der auf die Hauptsaison angewiesen ist, heißt das, sich ebenfalls früh zu entscheiden. Wer das verpasst hat, der weicht entweder in die Nebensaison aus oder sucht gezielt nach neuen Objekten, die noch keine Stammgäste haben. 15. Nicht zu viel anzahlen:

Auf keinen Fall überweist man gleich den gesamten Reisepreis im Vorhinein. Üblich sind maximal 30 Prozent. Überhaupt ist es gefährlich, direkt bei einem ausländischen Vermieter zu buchen. Angezahltes Geld ist dann schwer zurückzufordern.

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