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Dubai: Ein Scheich im Höhenrausch

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Dubai: Ein Scheich im Höhenrausch

10.01.2013, 11:31 Uhr | Simone F. Lucas, srt

Dubai: Ein Scheich im Höhenrausch. Die imposante Skyline Dubais wächst jedes Jahr mehr. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die imposante Skyline Dubais wächst jedes Jahr mehr. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Höher, schneller, weiter...in Dubai scheint es das Wort "unmöglich" nicht zu geben. Noch ist der Burj Khalifa der höchste Turm der Welt, doch im Emirat der Superlative sollen bald noch mehr Rekorde gebrochen werden. wanted.de hat sich angeschaut welche weiteren Projekte in Dubai geplant werden.

Dieses Emirat hat sich selbst erschaffen - und seine Zukunft auf Sand gebaut. In weniger als 30 Jahren wuchsen Wolkenkratzer in die Höhe, wo früher Wüste war. Noch ist der Burj Khalifa, der eigentlich Burj Dubai heißen und das Aushängeschild des ehrgeizigen Emirats hätte sein sollen, der höchste Turm der Welt. Doch er zeigt auch, dass nicht alle Blütenträume von Scheich Mohammed Bin Raschid Al Maktum gereift sind.

Der höchste Wolkenkratzer der Welt

Die Finanzkrise hat auch Dubai gebeutelt, und als der Nachbar in Zahlungsschwierigkeiten geriet - was auch die Fertigstellung des Turms infrage stellte - sprang Abu Dhabi ein. Scheich Khalifa hatte schließlich keinerlei Geldsorgen, sein Emirat ist das reichste Scheichtum am Persischen Golf. Da konnte er schon mal zehn Milliarden Nachbarschaftshilfe locker machen.

Jetzt also trägt der Turm, der alles überragt, seinen Namen und die Hauptverkehrsachse der Wüstenstadt den seines Vaters. Doch die dürren Jahre scheinen auch für Dubai vorbei zu sein und Scheich Mohammed Bin Raschid Al Maktoum, der vor keinem Superlativ zurückschreckt, plant schon wieder Großes. Von der Aussichtsplattform im 124. Stock des Burj Khalifa schaut man hinunter auf die Gigantomanie ringsum.

Noch mehr Rekorde

Hier scheinen die Wolkenkratzer aus dem Wüstenboden zu schießen wie Pilze in einem regenfeuchten Wald. Und natürlich beherbergen sie die besten Hotels und die größten Malls. Doch dem Herrscher steht der Sinn nach noch mehr Rekorden. Das größte Einkaufszentrum der Welt soll in seinem Emirat entstehen. Die Mohammed-Bin-Raschid-City, ausgelegt auf 80 Millionen Besucher im Jahr, soll auf jeden Fall die Golden Resources Mall in Peking in den Schatten stellen und noch mehr Touristen nach Dubai locken.

Schon jetzt verzeichnet der Tourismus im Emirat jährliche Wachstumsraten von 13 Prozent. 2011 kamen 9,1 Millionen Besucher aus aller Welt. Im Erdgeschoss des Burj Khalifa ist der Andrang vor der Kasse so groß, dass die Menge in Bahnen gelenkt werden muss wie vor den größten Attraktionen in Disney World. Alle wollen mit dem schnellsten Lift der Welt hoch hinauf, um tief hinunter schauen zu können in die künstliche Welt des Scheichs. "

Falcony of Wonders"

Schon bald soll diese Welt durch vier Themenparks bereichert werden. Die Anlagen - die eine in Richtung Hollywood, die andere mehr von Bollywood inspiriert, dazu ein Meeres- und ein Nachtsafaripark - sollen dafür sorgen, dass die Touristen länger im Emirat verweilen. Wenn dann erst die "Falconcity of Wonders" fertiggestellt ist, laut Internetseite der "verblüffendste Platz der Welt" in der Form eines Falken, dann braucht niemand mehr nach Las Vegas oder Macau weiterzureisen.

Denn in dieser neuen Stadt enstehen die Wunder dieser Welt neu - und natürlich viel größer als sie in Wirklichkeit waren: Die Pyramiden, der Eiffelturm, der schiefe Turm von Pisa, Venedig und die Hängenden Gärten von Babylon. Auf der Homepage sieht alles schon schön fertig aus. Aber die Falconcity wird erst 2020 vollständig sein. Gebaut wird allerdings schon am Taj Arabia, einer Replik des Taj Mahal, vier mal so groß wie das Original und natürlich auch ein Palasthotel.

Hotels der Superlative

Diese Art von Hotels hat Dubai im Überfluss. Das Atlantis am Ende des Palmenstammes mit seiner versunkenen Welt gehört ebenso dazu wie der Burj al Arab, eine Ikone des Wüstenstaats. Auch im Burj Khalifa residiert ein Luxushotel. Die ersten acht Stockwerke sowie die 38. und 39. Etage hat das weltweit erste Armani Hotel für sich reserviert.

Vom Restaurant aus hat man des Abends einen unverstellten Blick auf die Wasserspiele des Dubai Fountain. 217 Millionen Dollar hat die gigantische Installation gekostet, die ihr Vorbild in Las Vegas hat.

6600 Lichter erhellen die Fontänen, die zu klassischer und Weltmusik bis zu 150 Meter in die Höhe schießen und das in einem Land, in dem Benzin billiger ist als Wasser. Aber wie verkündete der Herrscher doch so schön auf einem Plakat im Burj Khalifa: "Das Wort unmöglich existiert nicht im Wortschatz des Führers."

Werfen Sie auch einen Blick auf den Burj Khalifa und das faszinierende Dubai in unserer Foto-Show.

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