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Seychellen: Die Paparazzi kommen per Boot

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Seychellen: Die Paparazzi kommen per Boot

08.04.2013, 08:35 Uhr | Jutta Lemcke , srt

Seychellen: Die Paparazzi kommen per Boot . Auf den Seychellen genießen auch Promis ihren Urlaub. (Quelle: srt/28.02.2013/Maia Resort & Spa)

Auf den Seychellen genießen auch Promis ihren Urlaub. (Quelle: 28.02.2013/Maia Resort & Spa/srt)

Auch nachts hält Frédéric immer Papier und Stift griffbereit. Oft kommt der entscheidende Anruf gegen zwei Uhr morgens. Ein Scheich aus Abu Dhabi oder Dubai will Urlaub machen und fragt für sich und seine vielköpfige Familie nach Villen im Fünfsterne-Resort Maia auf der Seychellen-Insel Mahé. Ankunft: am nächsten Morgen, gegen zehn Uhr, mit dem Privatjet.

Foto-Serie mit 7 Bildern

Für Frédéric ist die Nacht dann vorbei - höchste Alarmstufe. Der Hotelmanager des Maia kennt die Vorlieben der Scheichs. Die Royal Villas mit den privaten Swimmingpools, den Wasserhähnen in Form der Seychellen-Kokosnuss "Coco de Mer" und eine Schweizer Luxus-Pflegeserie werden in Windeseile präpariert. Am privaten Strand - versteckt im dichten Dschungelgebüsch - beziehen Security-Mitarbeiter ihre Posten.
Und wichtigste Maßnahmen: Die Butler werden instruiert. Die Scheichs sind nachtaktiv - und so müssen die Butler ihre Arbeitszeit anpassen. Ein Dinner um zwei Uhr morgens ist eher Regel als Ausnahme, gefrühstückt wird am frühen Nachmittag.

Im Maia ist man auf die arabischen Gäste eingestellt. Wenn sie kommen, läuft die Küche nachts auf Hochtouren. Fünf Küchenchefs für indische, kreolische, mediterrane, japanische und internationale Küche stehen parat und servieren zu jeder Tages- und Nachtzeit ihre kulinarischen Kreationen auf Sterneniveau. >>

Indische Fisch-Tikka oder eine Sushi-Platte mit rohem Thunfisch um fünf Uhr morgens, Champagnerfrühstück mit frischen Croissants zum Sonnenuntergang - kein Problem. Auch wer spontan mit dem Helikopter an einen einsamen Strand auf der Nachbarinsel La Digue fliegen möchte oder eine Jacht zum Hochseefischen braucht, wird prompt bedient.

"Einige unserer Gäste gehören zu den Superreichen und bezahlen viel Geld, um hier eine entspannte Zeit zu verbringen", sagt Frédéric Vidal, der schon in Monaco und Neukaledonien Luxusgästen jeden Wunsch von den Lippen ablas. "Wir machen alles möglich, es gibt keine Regeln oder feste Zeiten."

"Es gibt keine Regeln"

Dieses perfekt gelebte Motto wird von den Gästen hochgeschätzt. Im Maia machen Reiche und Berühmtheiten aus aller Welt Urlaub - alle ganz privat und in größter Diskretion. Keiner wird hier mit Titel oder Namen angesprochen.

Alle Mitarbeiter sind angehalten, das dezente "Sir" und "Madame" zu benutzen. Die Sicherheitsvorkehrungen sind enorm - doch völlig unsichtbar für die Gäste. "Die Paparazzi kommen gern mit dem Boot zu unserem Privatstrand Anse Louis", weiß Frédéric nach mittlerweile sechs Jahren als Chef des Luxusresorts, und so patrouillieren Hotelboote vor der Lagune. Die schärfsten Sicherheitsvorkehrungen kamen übrigens zum Einsatz, als sich die kolumbianische Politikerin Ingrid Betancourt nach ihrer Geiselhaft mit ihren Kindern im Resort erholte.

Welche Celebrities sich auf welcher Seychellen-Insel dem süßen Leben hingeben, bleibt in der Regel das Geheimnis der Hotelchefs. Bill Gates wurde schon auf den paradiesischen Eilanden im Indischen Ozean gesichtet, die Beckhams sollen auf North Island ihren zehnten Hochzeitstag gefeiert haben. Im Maia ist gelegentlich Scheich Khalifa von Abu Dhabi, Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate, zu Gast. Er besitzt zwar hoch auf den Hügeln der Hauptinsel Mahé einen eigenen Palast in Form einer Trutzburg, aber, so erzählt Marketing-Managerin Daphnee, "dort oben steckt man immer in den Wolken. Ich weiß das, denn ich wohne selbst dort." Auch, so vermutet Daphne, ist es im Hotel heimeliger als im steinernen Trumm auf dem Berg.

Eigene Jachten, Jetskis und der persönliche Butler

Auch der Emir von Katar urlaubt häufig im Maia. Das verwundert nicht, da ihm 50 Prozent des Resorts gehören und er überdies in der Marina auf der anderen Inselseite diverse Liegeplätze für seine Jachten besetzt. Allein eine dient nur dazu, das Equipment - vom Jetski über Taucherausrüstung bis zum Beiboot - zu transportieren, falls dem Emir der Sinn nach besonderen Wasservergnügungen steht. Nach anstrengenden Freizeitaktivitäten warten stets die persönlichen Butler und sorgen für behagliche Atmosphäre in den Villen. Das Bad ist eingelassen, mit duftenden Frangipani-Blüten dekoriert, und der Champagner steht bereit. "Unser Job erfordert viel Fingerspitzengefühl", erklärt Butlerin Erna aus Bali. Die 41-Jährige ist seit knapp zwei Jahren hier und hat schon Menschen aus allen Regionen der Welt versorgt.

"Die Deutschen sind sehr sauber, aber sonst nicht anspruchsvoll", sagt sie, "bei den Italienern müssen wir immer darauf achten, dass der Kaffee gut ist." Bei den Asiaten solle der Reis klebrig sein, bei den Franzosen körnig. Die Araber seien nicht sehr kompliziert, wenn man sich erst einmal an ihren Tagesrhythmus gewöhnt habe. Stammgäste verlangen in der Regel "ihren Butler", manchen buchen sogar direkt über ihn. Ein deutsches Ehepaar, das jedes Jahr sechs Wochen im Maia verbringt, hat seine eigenen Regeln aufgestellt. "Die beiden geben ihrem Butler jeden siebten Tag frei", erzählt Hotelchef Frédéric, "dann darf auch kein anderer Bediensteter in ihre Villa kommen, sie machen alles selbst, auch die Betten. Ihr Butler hat frei und die Tage werden auch nicht auf seinen Urlaub angerechnet."

Unter Palmen am Indischen Ozean die Sonne genießen

Unter Palmen am Strand liegen, im Indischen Ozean den Fischen beim Umherschwimmen zuschauen, mit dem Cocktail in der Hand in den Sonnenuntergang blicken - das sind die Lieblingsbeschäftigungen der Urlauber auf den Seychellen. Übrigens können sich auch Normalsterbliche dieses Vergnügen leisten. Die traumhaften Granitinseln bieten neben Luxus-Resorts auch viele einfache bis komfortable Unterkünfte für durchschnittliche Geldbeutel, und die Seychellois bedenken alle mit der gleichen herzlichen Gastfreundschaft. Am Schluss der Reise servieren sie den Gästen stets Brotfrucht - meist frittiert als Chips- denn wer davon koste, so heißt es, kehrt bald zurück auf die paradiesischen Inseln im Indischen Ozean.

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