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Der schönste Strand der Welt

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Seychellen: Baden am schönsten Strand der Welt

05.02.2014, 15:36 Uhr | Rasso Knoller, srt

Der schönste Strand der Welt. Die Natur ist auf den Seychellen die Hauptattraktion für Touristen. (Quelle: srt/Mona Contzen/02.02.2014)

Die Natur ist auf den Seychellen die Hauptattraktion für Touristen. (Quelle: Mona Contzen/02.02.2014/srt)

Auf der Fähre nach La Digue plärrt Johnny Cash verzerrt aus dem Lautsprecher. Eigentlich ist das nicht ganz passend, denn La Digue ist die kleinste der drei bewohnten Hauptinseln der Seychellen. Die meisten Gäste kommen wegen des berühmten Silberstrands hierher. Der Anse Source d'Argent im Süden von La Digue gilt als der schönste Strand der Welt.

Foto-Serie mit 11 Bildern

Die Granitfelsen, die aus dem leuchtend gelben Sand in den Himmel ragen, dienten schon unzählige Male als Hintergrund für Fotoshootings und Werbedrehs. Rum haben sie hier schon getrunken und Pralinen gegessen - die schönen Frauen, die sich vor der Kamera lasziv unter der tropischen Sonne räkelten. Am Silberstrand geben sich die Werber der Welt ein Stelldichein.

Einziger Makel ist die Größe

Aber auch fast alle Feriengäste, die auf der Inselgruppe ihren Urlaub verbringen, kommen irgendwann während ihres Aufenthalts hierher, um Freund oder Freundin, Mann oder Frau vor den Felsen und im glasklaren Wasser zu fotografieren. Da zeigt sich schnell, dass auch das schönste Ding auf Erden seinen Makel hat. Der berühmte Strand ist nämlich ziemlich klein - eigentlich zu klein für die vielen Besucher. Das findet auch eine ältere italienische Dame, die sich lautstark und energisch für den freien Blick aufs Meer einsetzt.

Auf den zehn Metern zwischen ihrem Badetuch und dem Wasser soll keiner liegen. Als eine Familie dort ihre Strandtasche abstellt, sausen bald lautstarke Wortsalven über den Silberstrand.

Es geht entspannt zu

Die Familie trollt sich nach kurzem Wortgefecht - und hat damit der Dame aus dem Stiefelland, ohne dass sie es wissen, einen viel schöneren Tag zu verdanken, als sie ihn am engen Sandstrand je hätten erleben können. Denn überall sonst geht es auf La Digue entspannt zu. Sehr entspannt.

Da passt es gut ins Bild, dass das beliebteste Verkehrsmittel der Insel der Ochsenkarren ist. Weite Wege muss man ja nicht zurücklegen - wer das gesamte Straßennetz der Insel nutzen will, wäre gerade fünfzehn Kilometer unterwegs. Immer schön am glasklaren und tiefblauen Wasser entlang. Auch weniger sportliche Typen können hier alternativ zur Ochsenstärke auf ihre eigenen Muskeln vertrauen und ein Fahrrad mieten. >>

Wer ganz hinüber fahren will auf die Inselostseite, zu den beiden anderen bekannten Stränden, dem "Grand Anse" und dem "Petite Anse", dem steht allerdings ein schweißtreibender Anstieg bevor. Doch der Weg lohnt - der große und der kleine Strand sind mindestens ebenso schön wie der weltberühmte Silberstrand, im Gegensatz zu diesem aber nahezu menschenleer.

Auch die bekanntesten Insulaner haben es nicht eilig. 50 Riesenschildkröten leben auf La Digue. Und da die bis zu 150 Kilogramm schweren Tiere bis zu 200 Jahre alt werden können, besteht für sie kein Grund zur Hast. So mancher Tourist reitet als blinder Passagier auf ihrem Rücken, ein Schnappschuss mit Riesenschildkröte macht sich gut im heimischen Fotoalbum.

Auf der Rückfahrt nach Praslin singt kein Johnny Cash, das machen ein paar junge Männer nun selbst. Sie haben auf der Nachbarinsel bei einem Fußballturnier den Pokal gewonnen und feiern ihren Sieg mit ein paar Flaschen Seybrew, dem lokalen Bier. Und mit ein paar spitzen Bemerkungen über La Digue. Paul, mit Mitte dreißig der älteste im Team, meint nur: "Ich lebe lieber in Prasiln, La Digue ist mir viel zu klein." Alles ist relativ - auch die Größe einer Insel, denn Praslin ist ebenfalls nur zwölf Kilometer lang und fünf Kilometer breit. Statt 2000, wie auf La Digue, leben dort 7000 Menschen.

Insel der Palmen

Praslin wird auch Insel der Palmen genannt. Den Namen hat sie daher, weil auf ihr die Seychellenpalme wächst. Diese bildet im Laufe von sieben Jahren den schwersten Samen aller Pflanzen aus. Bis zu 42 Kilo kann eine Coco de Mer schwer werden. Und weil die "Meeresnuss" den intimsten Teilen einer Frau sehr ähnlich sieht, wurde sie schnell mit Fruchtbarkeit und Potenz in Verbindung gebracht. Kaum entdeckt, wurde die Coco de Mer zu einem beliebten und teuren Handelsgut. 400 Pfund Sterling soll eine einzige Coco de Mer im 18. Jahrhundert gekostet haben - eine Summe, für die man damals einen kleinen Palast hätte kaufen können.

Auf Mahé, der Hauptinsel der Seychellen, gibt es etwas, das man sonst im Umkreis von mehreren tausend Kilometern nicht findet: Ampeln. Zwei davon regeln in der 27.000 Einwohner zählenden Hauptstadt Victoria den Verkehr. Damit dort jeder sicher über die Straße kommt, hat man zur Jahrtausendwende die erste Ampel installiert, 2008 folgte die zweite. Die dritte Ampel der Seychellen steht am Flughafen - und die springt auf Rot, wenn ein Flugzeug startet oder landet. Boeings und Airbusse teilen sich das Stück Landebahn nämlich mit Toyotas und Peugeots. Der Airstrip ist gleichzeitig Straße. Die größte Sehenswürdigkeit der Hauptstadt ist - zumindest nach Ansicht der Einheimischen - der Clock Tower im Zentrum. Der ist die Kopie einer Uhr, die in London an der Victoria Street steht. Besucher aus dem Ausland lassen sich aber vor allem von der entspannten Atmosphäre in Afrikas kleinster Hauptstadt verzaubern. Denn trotz zweier Ampeln geht es hier immer noch sehr ruhig zu. Ein Tag im Café oder ein paar Stunden auf der Sonnenterrasse eines Restaurants vergehen da wie im Flug. Das Pirate Arms ist schon seit Jahrzehnten "the place to go". Mit seinem Namen erinnert es an die Geschichte der Inseln, die im 18. Jahrhundert vielen Piraten als Unterschlupf dienten.

Hauptattraktion ist immer noch die Natur

Abseits der Hauptstadt bietet auch Mahé das, wofür die Seychellen bekannt sind: atemberaubende Strände mit viel Sand, tiefblauem Wasser und fotogenen Felsformationen. Als größte Insel hat Mahé aber mehr davon zu bieten - 70 Strände haben Statistiker gezählt. Kein Wunder, dass viele Ressorts dort liegen, und sich große Namen wie das Banyan Tree hier angesiedelt haben. Eigener Pool vor der Villa, Service rund um die Uhr und exklusive Küche gehören zum Standard, und trotzdem kann kein noch so tolles Hotel mithalten mit der großartigen Natur der Inseln - bei all dem Luxus ist sie immer noch die Hauptattraktion für die Gäste.

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