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Safari-Thrill in Namibia

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Etosha-Nationalpark  

Safari-Thrill in Namibia

16.09.2014, 14:54 Uhr | Jutta Lemcke, srt

Safari-Thrill in Namibia. Kein seltener Gast: Nashorn in Namibia. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Kein seltener Gast: Nashorn in Namibia. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Männer brauchen im Urlaub Kick und Adrenalin. Dieses schießt vielen wohl während einer Safari im Etosha-Nationalpark in Namibia in die Adern. Hier finden sich Urlaub schnell Auge in Auge mit Nashörnern oder Löwen wieder - und das ist definitiv nichts für Angsthasen.

Foto-Serie mit 10 Bildern

Wie ein kantiger Felsen steht das Urzeitvieh halb verdeckt hinter einem zerzausten Dornenbusch und blinzelt zu uns herüber. Wir stehen wie angewurzelt da und hoffen, dass unsere Ranger Recht behalten. "Er kann schlecht sehen. Wenn der Wind gut steht und ihr euch ganz still verhaltet, dann wird er nicht angreifen", hatte Frans versichert. Wenn doch, sollen wir schauen, dass wir schnell auf einen Baum kommen.

Auge in Auge mit einem 1,5-Tonnen-Koloss

Schicksalsergeben verharren wir also an diesem Morgen in der Wildnis südlich des Etosha-Nationalparks. Die Sonne schiebt sich langsam hinter einem riesigen Termitenhügel hervor und lässt das Buschmanngras schimmern. Der graue Koloss vor uns spielt mit seinen Ohren und scharrt mit Hufen so groß wie Frisbeescheiben. Dann tänzelt er mit seinen geschätzt 1,5 Tonnen Gewicht leichtfüßig hin und her, dreht plötzlich ab und trabt gemächlich in die aufgehende Sonne davon.

Der Adrenalinstoß hat gewirkt. Wir sind trotz früher Stunde putzmunter und freuen uns auf den morgendlichen Snack mit dampfendem Kaffee, den die Ranger auf der Ladefläche des Land Cruisers aufgebaut haben.

Etwa 50 Nashörner - die aggressiven mit dem spitzen Maul und die entspannten mit dem breiten Maul - tummeln sich in dem privaten Konzessionsgebiet Ongava südlich des Etosha-Nationalparks. Wer in einer der Ongava-Unterkünfte vom Öko-Tourismusanbieter Wilderness Safaris unterkommt, der fährt täglich in aller Herrgottsfrühe mit den Rangern in den Busch - querfeldein auf Pirsch nach Rhinozerossen, Löwen, Geparden und anderen Vierbeinern, die man sonst nur im Zoo sieht.

Im offenen Jeep durch die Wildnis

Anders als in den Grenzen des staatlichen Nationalparks, in dem die asphaltierten Wege nicht verlassen werden dürfen, können die Ranger im Konzessionsgebiet im

offenen Jeep tief in die Wildnis vordringen und den Gästen ganz besondere Wildlife-Szenen präsentieren. Dabei gehen sie sehr behutsam vor, denn ihr Ziel ist der Schutz der Tiere und ihres Lebensraums. Dieser sieht besonders aus der Luftimposant aus.

Das Nashorn am Morgen haben wir überstanden - doch werden wir auch die Nacht überleben? Löwen streifen tief röhrend durchs Camp, und wir dürfen nur mit bewaffneter Eskorte zum Abendessen. Unsere kleine Safarigruppe hat sich zu Antilopensteaks um ein Lagerfeuer versammelt und lauscht den Geschichten der Ranger.

Löwen pirschen sich an Vor zwei Wochen hatte eine Löwenmutter mit drei Jungen viele Stunden auf der Terrasse eines Gastes gedöst. "So etwas beschert den Gästen eine unruhige Nacht", erzählt Frans, "aber ihr wollt ja echte Wildnis, hier bekommt ihr sie." Müde vom Tag lauschen wir den abenteuerlichen Erzählungen und schauen in den Sternenhimmel. Über uns funkeln tausende Glitzerpünktchen, so hell und nah, als könnte man sie vom Himmel pflücken. Wie gebannt verfolgen wir die Astro-Show über uns, als plötzlich zwei junge Löwenmännchen anschleichen und gerade einmal 50 Meter entfernt am beleuchteten Wasserloch leise schlabbernd ihren Durst stillen. Auch Nacht-Safaris in Namibia sind sehr beliebt. "Der Ort, den man niemals verlassen möchte"

An den Ostrand des Etosha-Nationalparks grenzt ein weiteres privates Naturreservat: Onguma - der Ort, den man niemals verlassen möchte, so die Bedeutung dieses Zuluwortes. Wir werden von Kristina, der Managerin der Onguma-Lodge The Fort empfangen. Die gebürtige Finnin spricht perfekt Deutsch: "Ich habe den schönsten Arbeitsplatz der Welt", schwärmt sie

und weist mit einer ausholenden Bewegung auf die Szenerie, die sich vor der Terrasse und dem offenen Loung-Bereich ausbreitet. Weit hinten lässt sich weiß leuchtend die riesige Salzpfanne des Etosha-Nationalparks erahnen, die sich regelmäßig mit Wasser füllt und dann Scharen rosafarbener Flamingos anzieht. Unmerklich geht der staatliche Park in das private Naturreservat Onguma über. Schirmakazien und Makalani-Palmen stehen wie in einem Park angepflanzt in der weiten Ebene. Darunter dösen Antilopen und Zebras in der Mittagshitze. Direkt vor der Lodge-Terrasse liegt das Wasserloch als Anlaufpunkt für die Tiere des Reservats - von der Giraffe über Schakale bis zum Warzenschwein findet sich hier alles ein. "Natürlich auch Löwen", versichert Kristina.

Vorsichtsmaßnahmen wegen der Löwen

Als Vorsichtsmaßnahme beschließen wir, nachts die Fenster unserer Suite zu schließen. Doch gleich nach dem Aufwachen reißen wir die Läden auf, denn die Aussicht ist zu verlockend. Der Morgenhimmel schimmert samtig rot, davor drapieren sich Akazien wie auf einer Afrikatapete. Kein Lüftchen weht, und wir hören ein leises Knacken, als sich eine kleine Gruppe zarter Impala-Antilopen nähert und langsam grasend gen Wasserloch zieht. Löwen scheinen sie jedenfalls nicht zu fürchten. Das Onguma-Naturreservat ist das größte private an den Etosha- Nationalpark angrenzende Schutzgebiet. Hier kümmern sich die Ranger intensiv um die Spitzmaulnashörner, von denen es in Afrika nur noch rund 4000 Tiere gibt und die unter strengem Naturschutz stehen. Alle Spitzmaulnashörner in Namibia gehören dem Staat, der dem Onguma Naturreservat rund 20 Tiere zur Obhut gegeben hat. Zaun hin, Zaun her - viele Wildtiere halten sich nicht an die von Menschen gezogenen Grenzen, und so besteht ein reger Austausch zwischen dem Etosha-Nationalpark und dem Onguma-Schutzgebiet. Erst buddeln die Warzenschweine, Hyänen und Schakale Löcher unter den Zaun, und bald folgen Löwen und Leoparden. Elefanten machen sich weniger Mühe - sie brechen einfach durch die Latten. Doch lässt man hier der Natur ihren Lauf und die Tiere einfach gewähren. "Auch wenn wir alles beobachten und versuchen, an einigen Stellen einzugreifen, muss man eines wissen", sagt Kristina, "das ist auch heute noch die pure Wildnis."

Den Etosha-Nationalpark entdecken Sie auch in unserer Foto-Show.

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