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Berghütten mit Wow-Faktor

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Geheimtipps: Acht Berghütten mit Wow-Faktor

18.08.2017, 15:38 Uhr | Christian Haas, srt

Berghütten mit Wow-Faktor. Der Refuge du Goûter ist der höchstgelegene bewirtschaftete Stützpunkt zur Besteigung des Mont Blanc.  (Quelle: Pascal Tournaire/srt)

Der Refuge du Goûter ist der höchstgelegene bewirtschaftete Stützpunkt zur Besteigung des Mont Blanc. (Quelle: Pascal Tournaire/srt)

Eine Aussicht zum Niederknien, eine ausschließlich vegetarische Küche, eine futuristische (und damit streitbare) Architektur – manche Hütten sind so viel mehr als pure Übernachtungsorte in den Bergen. Sie sind eigene Ausflugsziele.

So manche Berghütte fungiert als heimeliger Ort einer zünftigen Bergsteigerbrotzeit, manch andere dient als ebenso pragmatische wie notwendige Unterkunft, um eine Mehrtagestour im Gebirge überhaupt zu meistern. Und dann gibt es Häuser, die mehr sind als das: Architekturikonen, besondere Ess-Locations oder Häuser mit einer einmaligen Lage. Unsere acht Beispiele in den Alpen zeigen Hütten, bei denen der nahe Gipfel (beinahe) zur Nebensache gerät.

1. Wallis: Neue Monte Rosa-Hütte

Die auf 2883 Meter Höhe einsamst am Fuß der 4634 Meter hohen Dufourspitze gelegene, silbern schimmernde Hütte bietet einen Königsblick aufs Matterhorn und den Gornergletscher. Doch nicht nur die äußere Komponente des 2009 eröffneten Baus des Schweizer Alpen Clubs ist spektakulär, sondern auch die innere.

  • Schräg: die Wände, das lange Dach, überhaupt die gesamte Anmutung des polygonalen Umrisses mit einem ganz in Aluminium gepackten Oberbau.
  • Hell: das hölzerne Interieur, die hohen Räume, die großen Fenster.
  • Technisiert: die vielen Maßnahmen zur Energieproduktion.
  • Vernetzt: Alle relevanten Daten, etwa des Reservierungssystems, der Energiespeicher und der Wetterstation, werden von der Hütte auf einen Rechner an der ETH Zürich übermittelt. Und von dort auch gesteuert. Eine Hütte mit Fernbedienung quasi.

Kurz: Es handelt sich um den wohl komplexesten Holzbau, der zurzeit in der Schweiz steht und um den spektakulärsten Hüttenneubau der letzten Jahre. 

2. Appenzeller Land: Berggasthaus Aescher

Der Wechsel von mittelländischer Hügellandschaft in die von Felsen dominierte Alpenwelt vollzieht sich vermutlich nirgends sonst in der Schweiz so rasch und beeindruckend wie im Appenzeller Alpsteingebiet. Wie aus dem Nichts ragen gewaltige, bis über 2500 Meter hohe Felsformationen empor. Tiefe und steile Täler durchschneiden das Gebiet. Und genau an einer solchen Felskante befindet sich das Berggasthaus Aescher.

Diese fantastische Lage ist sicher ein wichtiger Grund dass das urige Haus schon öfter zum "interessantesten Restaurant der Welt" gewählt wurde. Eines der ältesten im Lande ist es überdies. Bereits um 1800 begannen die Eremiten und Sennen auf der Alp Aescher einfache Getränke und Speisen zu verkaufen. Aus der Alphütte entwickelte sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts dann nach und nach das Berggasthaus Aescher. 

3. Allgäu: Hündeleskopfhütte

Das Berghaus oberhalb von Pfronten sorgte 2015 für Schlagzeilen, als es Wirtin Silvia Beyer, von allen nur Silli genannt, zur ersten vegetarischen Hütte der Alpen erklärte. Seither stehen statt Schnitzel und Speckplatte Zucchini-Lasagne und vegane Käsespätzle auf der Speisekarte der Hündeleskopfhütte.

Das Konzept kommt bei den Besuchern gut an, wobei die 1a-Lage sicher ihr Übriges dazu tut. Schließlich thront die Hütte traumhaft schön vor einer Postkartenkulisse. Zu ihren Füßen erstreckt sich die wellige Ostallgäuer Moränenlandschaft. Die Öffnungszeiten? Bis auf Montag und Dienstag zum Teil bis 21 Uhr abends auf, konkret: "Wir haben geöffnet, wenn unsere Hüttenfahne gehisst ist und die sieht man von vielen Punkten im Tal aus."

4. Piemont: Gervasutti-Schutzhütte

Die ungewöhnliche Zwölf-Betten-Biwakhütte kann man schön finden, muss man aber nicht. Interessant ist das Design aber auf jeden Fall, dienten doch (aero-)nautische Designs als Inspiration für die Zahnpastatubenform dieser gerade einmal 30 Quadratmeter großen Hütte, die sich auf 2835 Meter Höhe unter der riesigen Felswand des italienischen Grandes Jorasses befindet – eine im wahrsten Sinn herausragende Lage.

Fakt: Wer sich hier herauf traut, dem geht es ums Bergsteigen – und um eine günstige Unterkunft. Gerade einmal fünf Euro zahlen Partner des italienischen Alpenvereins, zehn Euro Nichtmitglieder. Da ist zwar keine Vollpension inbegriffen, aber sicher einer der romantischsten Sonnenaufgänge der Alpen.

5. Oberbayern: Tegernseer Hütte

Kann es eine schönere Lage geben als auf dem Sattel zwischen Roß- und Buchstein? Kaum. Kein Wunder also, dass das auf 1650 Meter Höhe gelegene "Adlernest" südlich des Tegernsees so beliebt ist. Folgerichtig wollen viele nicht nur auf der gemütlichen Sonnenterrasse verweilen, sondern am liebsten über Nacht bleiben.

Kein Problem: Die Hütte ist vom zweiten Wochenende im Mai bis zum ersten Wochenende im November bewirtschaftet, aber Achtung: Seit einiger Zeit kann man nicht mehr von Sonntag auf Montag übernachten. An allen anderen Wochentagen steht bis zu 40 Personen ein Platz im Lager zur Verfügung. Also: Hüttenschlafsack für eine spontane Ausflugsverlängerung nicht vergessen!

6. Wallis: Hörnlihütte

Wer aufs Matterhorn steigen will, steigt in der Regel erst einmal hier ab. Dabei gibt es nur ein Problem: Seit der Renovierung 2015 möchten manche gar nicht mehr weiter, so gemütlich ist es hier. Derweil hat man schon eine gute Strecke geschafft, befindet sich das nun mit 130 Schlafplätzen und einem umfangreichen Nachhaltigkeitskonzept versehene Schutzhaus des Schweizer Alpen Clubs doch auf 3260 Meter Höhe. Fehlen ja "nur" noch 1200 Meter!

7. Französische Alpen: Refuge du Goûter

Futuristisch, komfortabel und gleichzeitig ökologisch konzipiert: Seit 2013 können Bergsteiger beim Aufstieg zum Kultberg Mont Blanc in einer neuen Wanderhütte, die die in die Jahre gekommene Wanderhütte in 300 Meter Entfernung ersetzte, unterkommen.

Doch der ultramoderne Bau in Ei-Form mit seiner Edelstahl-Fassade, der in 3835 Meter Höhe auf dem verschneiten Bergkamm Aiguille du Goûter über den französischen Alpen thront, sorgt nach wie vor für Kontroversen. Dem einen ist die Herberge zu luxuriös und zu teuer, der andere klagt über die neuen Reservierungsvorschriften. Unstrittig hingegen ist die Top-Lage am Mont Blanc.

8. Südtirol: Schlernhaus

Die mehr als 140 Jahre alte "Rifugio Bolzano" oberhalb der Seiser Alm, Europas größter Hochalm, ist Südtirols größte Schutzhütte. Großartig sind zudem der Standort am Schlern, Südtirols Symbolberg und Traumziel für Bergfreunde aus aller Welt, und erst recht der Blick auf die Dolomiten. In vorderster Reihe locken da die schroffen Wände und Türme von Latemar und Rosengarten, sowie Platt- und Langkofel, Puez und Geisler.

Aufgrund der Lage etwa 500 Meter südlich des 2536 Meter hohen Petz, des höchsten Punktes des Schlernplateaus, ist die Hütte im Gegensatz zu den meisten alpinen Schutzhäusern weniger als Stützpunkt für Gipfelbesteigungen denn als eigenständiges Tourenziel von Bedeutung.

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