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ADAC testet Sicherheit auf Kreuzfahrtschiffen

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ADAC testet Sicherheit auf Kreuzfahrtschiffen

24.07.2012, 09:26 Uhr | ADAC, dpa, AFP, mro

ADAC testet Sicherheit auf Kreuzfahrtschiffen. Die Crew der "Costa Serena" verweigerte sich dem ADAC (Quelle: ADAC)

Die Crew der "Costa Serena" verweigerte sich dem ADAC (Quelle: ADAC)

Im Großen und Ganzen sicher, doch es bleibt Luft nach oben. In einer Stichprobe testete der ADAC die Sicherheit auf zehn modernen Kreuzfahrtschiffen und kommt insgesamt zu einem erfreulichen Ergebnis mit etwas Verbesserungspotential. Doch ausgerechnet auf einem von zwei getesteten Schwesterschiffen der im Januar verunglückten "Costa Concordia" verweigerte die Crew den Testern die Zusammenarbeit, die Reederei Costa Crociere spricht von einem Missverständnis. Sehen Sie die Ergebnisse des ADAC-Tests auch in unserer Foto-Show.

Costa: ADAC kann Test nachholen

Bei den Stichproben des ADAC auf zehn Schiffen im Mittelmeer stand auch die 4880 Personen fassende "Costa Serena" auf dem Prüfstand. Nach Angaben des ADAC konnten dort ohne Unterstützung der Schiffsleitung wichtige Kriterien zu Brandschutz, Sicherheitsmanagement sowie Konstruktion und Stabilität nicht überprüft und somit nicht bewertet werden. Bei einem weiteren Schiff der Reederei, der "Costa Fascinosa", sowie den anderen acht Kreuzfahrtriesen konnten die ADAC-Tester alle Punkte ihrer Checkliste abhaken. "Der ADAC ist jederzeit willkommen an Bord", sagte ein Sprecher der Reederei. "Leider kam es auf der 'Costa Serena' zu Missverständnissen, die wir bedauern." Man habe den ADAC eingeladen, die Bewertung jederzeit nachzuholen. Diese Einladung gelte auch für alle anderen Costa-Schiffe, hieß es. Die "Costa Concordia" verunglückte im Januar vor der Küste der italienischen Insel Giglio mit mehr als 4200 Passagieren an Bord.

Guter Zustand, kleine Mängel

Insgesamt attestiert die ADAC-Stichprobe zur Sicherheit den überprüften zehn Kreuzfahrtschiffen durchweg einen guten oder sogar sehr guten Zustand. Auf allen getesteten Schiffen gebe es moderne Sicherheits-, Rettungs- und Brandschutzeinrichtungen. Die Crews seien in den meisten Fällen professionell und routiniert. Doch in der Umsetzung und Handhabung der Sicherheitsstandards gibt es Verbesserungspotenzial. Die vorgeschriebenen Seenotrettungsübungen gaben auf vier Schiffen ("Norwegian Epic", "MSC Fantasia", "Navigator of the Seas", "MSC Splendida") Grund zur Beanstandung. Nicht immer wurden alle Passagiere zur Übung zusammengerufen oder sie waren zu oberflächlich gehalten. Außerdem konnten die Tester teilweise feststellen, dass Rettungswesten oder Rettungsinseln verschlossen oder festgebunden und Rettungswege verstellt waren.

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Großzügige Auslegung einer Ausnahmeregelung

Das gravierendste Problem aus Sicht des ADAC liegt unterhalb der Wasserlinie: Fünf der zehn Schiffe ("Adventure of the Seas", "Norwegian Epic", "MSC Fantasia", "MSC Orchestra", "MSC Splendida") waren laut Schiffsleitung mit Ausnahmegenehmigungen unterwegs. Mit dieser Erlaubnis dürfen die wasserdichten Türen (Schotten), die unterhalb der Wasserlinie liegen, auf See geöffnet bleiben, um Arbeitsabläufe auf den Versorgungsdecks zum Beispiel in der Wäscherei oder in den Lagerräumen zu erleichtern. Die SOLAS-Konvention, die international die Sicherheit auf See regelt, schreibt vor, dass alle Schotten auf See geschlossen zu halten sind. Nur in Einzelfällen und nach Prüfung können Flaggenstaaten Ausnahmen gewähren. Ein Schlupfloch, das in der internationalen Seefahrt häufig genutzt wird. Offene Schotten können aber schwerwiegende Folgen haben, wenn etwa ein Schiff Leck schlägt, Wasser eintritt und sich schnell und unkontrolliert im Rumpf ausbreitet. Laut ADAC-Experten stellt die Praxis der offenen Schotten ein nicht zu unterschätzendes Risiko dar.

Kontrollen zunächst anonym, dann mit Unterstützung

Die zehn Kreuzfahrtschiffe aus der ADAC Stichprobe waren während der Untersuchung alle im Mittelmeer unterwegs. Nach einer inkognito Überprüfung gaben sich die ADAC Tester als solche zu erkennen, um mit Schiffsleitung und Crew auch für Passagiere unzugängliche Sicherheitseinrichtungen begutachten zu können.

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