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Frühstücksbuffet

11.04.2009, 13:38 Uhr | Top Hotel, Anonymer Tester

Frühstück gibt es im prunkvollen Speisesaal des "Ritz Restaurants". Ich werde freundlich von einer Mitarbeiterin am Empfangspult begrüßt, muss aber noch sechs Minuten warten, bis ein Tisch für mich neu eingedeckt ist. In puncto Essen habe ich die Wahl zwischen English Breakfast für 32 £, Continental Breakfast für 25 £, Buffet Breakfast für 28 £ sowie einigen A-la-carte-Positionen, etwa Eggs Benedict (24 £). Die nach der Bestellung sehr spät aufgetischten Eier sind jedoch nicht optimal zubereitet und labberig. Das Grillwürstchen ist ziemlich verbrannt, schmeckt aber noch passabel; die halben Grilltomaten sind weder geschmacklich noch optisch eine Zier. Den Speck hat man vergessen und der Schinken ist äußerst salzig. Nach einem Toast muss ich erst ausdrücklich fragen. Aufgebaut wurde das Frühstücksbuffet in der Mitte des Speisesaals, sodass ich mich wie auf dem Präsentierteller fühle. Keine der Positionen ist beschriftet und die Cerealien sind nur mühsam zu erreichen. Die Auswahl ist als gering zu bewerten, warme Speisen gibt es nicht. Schinken und Käse sind von schlechter Qualität: Scheibenkäse hat in einem Hotel wie dem Ritz nichts verloren. Der Lachs ist kaum mehr als akzeptabel. Brot und Brötchen werden nicht offeriert, einzig ein paar mittelmäßige Croissants und Süßgebäck stehen in einem Körbchen auf dem Tisch. Die Mango- und Papayascheiben werden nicht nachgelegt. Wasser und Sekt – beides selbst in weniger guten Häusern beinahe schon eine Selbstverständlichkeit – gehören nicht zum Repertoire. Frisch gepresst angeboten wird nur Orangensaft, der aber wie Direktsaft schmeckt. Der Cappuccino ist von erbärmlicher Qualität. Der mit angestrengtem Ernst und nicht die Spur koordiniert auftretende Service fällt durch Nachlässigkeiten, Leergänge und stellenweise sogar Unfreundlichkeit auf. Zudem hetzt die reine Herrenbrigade geradezu durch den Raum, was stillos wirkt und aus dem Speisesaal ein Schnellrestaurant macht. Benutzte Teller werden gar nicht oder viel zu spät abgeräumt, neues Besteck vollends vergessen. Den Tee serviert man zwar in dramatisch schönen Silberkannen, doch mit viel zu vielen frischen Blättern darin: Sie lassen den Tee bereits nach nur wenigen Minuten bitter schmecken. Auf meinen Einwand hin, man möge doch die Teeblätter nicht lose in die Kanne geben, sondern in einen Behälter, damit der Gast die Ziehzeit selbst bestimmen kann, entgegnet mir der bullige Oberkellner mit offener Feindseligkeit in gereiztem Tonfall, dass die im Ritz praktizierte Art und Weise die traditionelle wäre und ich ansonsten nach einem Teebeutel zu fragen hätte! Ein solcher Auftritt ist schon fast eine Kriegserklärung an den Gast – und bereits ein solcher Mitarbeiter kann einen Hotelaufenthalt maßgeblich negativ beeinflussen. Keinem der Mitarbeiter gelingt während des Frühstücks auch nur ansatzweise ein Lächeln.

Wertung: mangelhaft

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