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"Schwarze Liste" für ungezogene Hotelgäste

14.09.2010, 10:38 Uhr | Markus Roman

"Schwarze Liste" für ungezogene Hotelgäste. Zerstörtes Hotelzimmer (Symbolbild: Reuters)

Zerstörtes Hotelzimmer (Symbolbild: Reuters)

Gestohlene Handtücher, Rauchen im Nichtraucherbereich, Anpöbeln von Personal: Während Urlauber sich im Vorfeld dank Hotelbewertungen über Qualitäten und Mängel einer Unterkunft informieren können, wissen Hoteliers meist nicht, auf wen sie sich einlassen. Der britische Geschäftsmann Neil Campbell will das jetzt ändern und führt eine "Schwarze Liste" für Hotelgäste ein.

"Besucher aus der Hölle" inspirierte zur "Schwarzen Liste"

In der Online-Datenbank GuestScan sollen britische Hotel- und Pensionsbetreiber sowohl bekannte Unruhestifter nachschlagen können, als auch selbst Vergehen wie etwa Handtuchklau oder Sachbeschädigung melden. Campbell glaubt, dass sich bis zu 10.000 Hotels und Pensionen für den neuen Dienst anmelden. Die Idee sei ihm gekommen, nachdem ein Nachbar und Besitzer eines "Bed & Breakfast" unter einem "Besucher aus der Hölle" zu leiden hatte. Die Jahresgebühr für Hoteliers beträgt umgerechnet knapp 60 Euro. Gemeldet werden können Vergehen wie Zechprellerei, Sachbeschädigung, aber auch Lärmbelästigung, unangemessenes Verhalten oder unautorisierte Besucher. Gäste, die auf der Liste landen, werden von GuestScan informiert und kann nach britischem Recht Beschwerde einlegen. Die Einträge werden zwischen zwei und vier Jahren gespeichert.

"Schwarze Liste" für Hotelgäste: Vorbild Australien

Ganz neu ist Campbells Idee allerdings nicht. In Australien gibt es seit 2007 einen ähnlichen Dienst namens Guests Behaving Badly. Hier erklären sich Hotelgäste mit einer eventuellen Aufnahme in die Datenbank einverstanden, wenn sie in einem Hotel absteigen, das Mitglied des Netzwerks ist. Vergehen werden dort in fünf Kategorien eingeteilt: von Verstößen gegen die Hausordnung wie Rauchen im Nichtraucherbereich bis zu schweren Vergehen wie Diebstahl und Sachbeschädigung.

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