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Zu teuer: Doch keine Gratisflüge nach Japan

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Zu teuer: Doch keine Gratisflüge nach Japan

29.12.2011, 14:10 Uhr | Spiegel Online

Zu teuer: Doch keine Gratisflüge nach Japan. Japans einmalige Landschaft. Im Bild: Der Vulkan Fudschijama (Quelle: imago/imagebroker)

Japans einmalige Landschaft. Im Bild: Der Vulkan Fudschijama (Quelle: imagebroker/imago)

10.000 Flüge wollte Japans Tourismusbehörde verschenken, um Besucher aus aller Welt ins Land zu holen. Nun hat das Finanzministerium das Lockangebot storniert - schließlich könne nicht der Steuerzahler für den Urlaub Einzelner aufkommen.

Kosten zu hoch für japanischen Steuerzahler

Schlechte Nachrichten für Japan-Fans: Die versprochenen 10.000 Freiflüge, die das Tourismusministerium an ausländische Besucher verlosen wollte, wird es nun doch nicht geben. Wie die Zeitung "The Japan Times" schreibt, ist die Werbeaktion dem Finanzministerium einfach zu teuer. Einem Bericht der Zeitung "The Tokyo Times" zufolge habe man mit Kosten von umgerechnet über zehn Millionen Euro kalkuliert. Nach den Plänen der Tourismusbehörde hätte der japanische Steuerzahler dafür aufkommen sollen, dass Tausende Touristen umsonst ins Land geflogen wären. Als Gegenleistung sollten die Urlauber in einem Blog über ihre Reisen berichten und so Werbung für Japan machen.

Im Land herrscht wieder annähernd Normalität

Dass aus der Image-Kampagne nun nichts wird, bedauert Masatoshi Tsukasaki von der Japan Tourism Agency (JTA). "Es tut uns sehr leid", sagte Tsukasaki der "Japan Times". Er entschuldigte sich dafür, zu hohe Erwartungen geweckt zu haben. Gleichwohl gab er sich einsichtig: Das Ministerium ahnte wohl, dass die Öffentlichkeit nur schwer davon zu überzeugen gewesen wäre, den Touristen ihren Urlaub zu finanzieren, sagte Tsukasaki. Nun bleibt dem Land nichts anderes, als auf übliche Weise Touristen anzulocken. Auf der Website der JTA heißt es: "Nach dem Erdbeben hat Japan mit der Unterstützung aus aller Welt energisch am Wiederaufbau gearbeitet", fast im ganzen Land herrsche inzwischen wieder Normalität. Die Idee mit den 10.000 Gratisflügen war den Behörden im Herbst gekommen, ein halbes Jahr nach der Atomkatastrophe von Fukushima. Ziel der Aktion war es, den Tourismus wieder anzukurbeln, der seit dem Tsunami und dem verheerenden Erdbeben um mehr als 50 Prozent eingebrochen war.

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