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Umfrage: Hotelgäste lassen Fernseher und Matratzen mitgehen

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Hotelgäste lassen Fernseher und Matratzen mitgehen

13.09.2012, 12:27 Uhr | t-online.de, dpa

Umfrage: Hotelgäste lassen Fernseher und Matratzen mitgehen. Umfrage: Jeder zehnte Gast lässt im Hotel etwas mitgehen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Umfrage: Jeder zehnte Gast lässt im Hotel etwas mitgehen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Hotelgäste werden offensichtlich immer dreister: Sie lassen laut einer Umfrage nicht nur Kleinteile wie Shampoo und Stifte mitgehen, sondern auch Fernseher, Sofas und Skulpturen. Aus jedem sechsten Hotel haben Gäste schon einmal ein TV-Gerät entwendet, wie das Portal "Lastminute.de" nach einer aktuellen Befragung unter 500 Hoteliers berichtet. Demnach landen Fernseher auf Platz elf der Dinge, die am häufigsten von Gästen gestohlen werden. Handtücher, Kosmetik, Stifte und Bademäntel werden jedoch deutlich öfter geklaut. Aber auch Fernbedienungen, Kissen und sogar Matratzen finden in Hotels begeisterte Abnehmer. Wir zeigen die Top Ten Liste der Langfinger auch in unserer Foto-Show. Haben auch Sie einmal etwas aus dem Hotel mitgehen lassen? Stimmen Sie bitte rechts ab!

Jeder zehnte Gast lässt im Hotel etwas mitgehen

95 Prozent der Hotels bestätigen, dass Gäste etwas aus ihren Zimmern mitgehen lassen und jeder zehnte ihrer Gäste nicht widerstehen kann, etwas einzustecken. Die Hoteliers schätzen, dass dadurch jedes Jahr Kosten von im Schnitt knapp 5500 Euro entstehen. In Fünf-Sterne-Hotels mit luxuriöser Ausstattung sei es fast viermal so viel - etwa 20.000 Euro. Jörg Burtscheidt, Geschäftsführer von lastminute.de, erklärt: „Für diese Umfrage haben wir nun von hunderten Hoteliers einmal ihre Top Secret Geschichten bekommen und damit Einblicke, wie weit Gäste manchmal gehen, um Dinge wie Handtücher, TV-Geräte oder sogar Skulpturen und Zigarettenautomaten mitzunehmen. Es ist sicher verlockend, solche Dinge zu besitzen – wir bevorzugen sie aber dort, wo sie hingehören: im Hotel.“ Hier ein paar der dreistesten Geschichten.

Der handwerkliche Hotelraub

In hohem Maße handwerkliche Fähigkeiten mussten jene Gäste aufbringen, die sämtliche Badarmaturen entwendet haben, den Kopf einer Regendusche, eine Hydromassage-Dusche, einen Toilettensitz, ein Abflussrohr aus einem Hotel in Madrid oder gleich ein ganzes Waschbecken, wie von einem Berliner Hotel berichtet. Der Gast eines Hotels in Washington hat sich so richtig ins Zeug gelegt, als er das Regal absägte, auf dem im Bad das TV-Gerät angebracht war, auf das er es abgesehen hatte. Auch Vorhänge und Teppiche verschwinden – in einem Hotel in Las Vegas fand ein Gast so sehr Gefallen an einem Teppich, dass er diesen fein säuberlich komplett herausgeschnitten und mitgenommen hat.

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Der effiziente Hotelraub

Effiziente Gäste denken pragmatisch und entfernen kurzerhand alle Batterien aus Fernsteuerungen, stecken Toilettenbürsten und Glühlampen ein – manche verfallen sogar einem derart erleuchteten Eifer, dass sie jede einzelne Glühlampe in einem Zimmer einstecken, wie von gleich mehreren Hotels berichtet.

Der kraftstrotzende Hotelraub

Feuerlöscher, Kaffeemaschinen, Safes, Stühle, Bügeleisen, Bügelbretter, eine große Palme mitten aus einem Foyer, eine Matratze aus einem 5-Sterne Hotel in Madrid oder ein Sofa aus einem 5-Sterne Hotel in Dubai zu entwenden – das erfordert pure Muskelkraft. Diese kombiniert mit Dreistigkeit, ermöglichte es einem Gast, einen Zigarettenautomaten an der Rezeption vorbei aus einem 4-Sterne Hotel in Cardiff zu rollen. Und natürlich gibt es unzählige Hotels, bei denen Flaschen aus den Minibars stibitzt wurden. Nicht ganz so häufig, aber keine Seltenheit, sind komplette Minibar-Kühlschränke, die laut mehrerer Hoteliers abhandenkamen.

Der kunstvolle Hotelraub

Viele Hotelgäste verfügen offenbar über einen sehr ausgewählten Geschmack – denn sechs Prozent der Hotels, die bei der lastminute.de-Umfrage mitgemacht haben, berichten von Kunstwerken, die nie wieder gesehen wurden. Viele davon sehr wertvoll, wie das antike chinesische Porzellan, der schwere Kopf einer Statue oder gleich eine ganze Skulptur, die aus dem Foyer eines 5-Sterne Hotels in Budapest geklaut wurde. Es kommt jedoch nicht immer zum Happy End mit dem Diebesgut, wie ein räuberischer Gast eines Hotels in Dublin wohl bei der Bescherung feststellen musste: Er packte klammheimlich alle Weihnachtspräsente ein, die das Hotel dekorierte – alles jedoch leere Kartons, die als Geschenke verpackt wurden.

Der ganzheitliche Hotelraub

Warum nur ein Handtuch oder einen Aschenbecher einstecken, wenn das ganze Hotelzimmer doch so schön war? Dies müssen die Gedanken gewesen sein jener Gäste, die jedes einzelne Stück an Besteck, Geschirr und sonstigen Geräten aus der Kitchenette eines 3-Sterne Hotels in Dubrovnik und eines 5-Sterne Hotels in Istanbul entwendet haben. Noch einen Schritt weiter ging ein Hotelgast, der es schaffte, das komplette Hotelzimmer auszuräumen: Zurück blieben nur Matratze, Schreibtisch, TV-Gerät und Lampen – alles andere war nicht mehr in jenem Zimmer - in einem Hotel in New Jersey in den USA.

Dinge, die laut Hoteliers am meisten von Hotelgästen mitgenommen werden (Mehrfachnennungen möglich)

Handtücher87 Prozent

Kosmetik (Seifen, Shampoo etc.)

60 Prozent

Stifte

55 Prozent

Besteck & Geschirr

52 Prozent

Slipper

39 Prozent

Bademäntel

34 Prozent

Fernbedienungen

28 Prozent

Kissen, Decken, Matratzen

23 Prozent

Zeitungen & Zeitschriften

19 Prozent

Kleiderbügel

17 Prozent

TV-Geräte

16 Prozent

Föhne

10 Prozent

Glühbirnen

9 Prozent

Kunstwerke

6 Prozent

Lampen

6 Prozent

Wecker5 Prozent

Computer & Zubehör

4 Prozent

Telefone

3 Prozent

Batterien

3 Prozent

Pflanzen/Blumen/Palmen

3 Prozent

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