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DLRG: Wichtige Sicherheitstipps von den echten Lebensrettern

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„Baywatch“-Realitätscheck  

DLRG: Wichtige Sicherheitstipps von den echten Lebensrettern

02.06.2017, 10:15 Uhr | msc, t-online.de

 DLRG: Wichtige Sicherheitstipps von den echten Lebensrettern. DLRG-Rettungsschwimmer sind jeden Sommer im Einsatz für die Sicherheit. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

DLRG-Rettungsschwimmer sind jeden Sommer im Einsatz für die Sicherheit. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Am 1. Juni 2017 startete der bei Fans lang erwartete Kinofilm “Baywatch“. Die fiktiven Lebensretter von Malibu sind beliebt wie eh und je. Doch wie sieht die Arbeit der echten Wasserwacht aus? Wir erklären die Arbeit der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft DLRG und nennen die wichtigsten Sicherheitstipps fürs Baden.

Laut einer Forsa-Umfrage kennen 84 Prozent der Bevölkerung den Namen DLRG und können ihn richtig einordnen. Der Alltag der DLRG-Männer- und Frauen ist jedoch eher unbekannt. Er sieht jedenfalls etwas anders aus als die Filmwelt von Pamela Anderson, David Hasselhoff oder in 2017 von Zac Efron und Dwayne Johnson.

Wer genau ist die DLRG?

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft e. V. (DLRG) wurde 1913 in Leipzig gegründet und ist eine gemeinnützige Wasserrettungs- und Nothilfeorganisation unter der Schirmherrschaft des deutschen Bundespräsidenten. Sie ist die größte freiwillige Wasserrettungsorganisation der Welt, die rund 550.000 freiwilligen Helfer arbeiten ehrenamtlich.

Was ist ihre Hauptaufgabe?

Hauptziel der DLRG ist es, Menschen vor dem Ertrinken zu retten, ihnen frühzeitig das Schwimmen beizubringen und über das sichere Verhalten im Wasser aufzuklären. Die Mitglieder geben Erste Hilfe bei Badeunfällen oder auch bei Sonnenbränden und Kreislaufproblemen.

Die DLRG-Rettungsschwimmer bewachen hauptsächlich die Küsten von Nord- und Ostsee, Badeeinrichtungen in den Binnengewässern und Flüssen und Schwimmbäder. Außerdem sind sie bei vielen Veranstaltungen am, auf und im Wasser im Einsatz und auch im Katastrophenschutz aktiv.

Welche Probleme gibt es für die DLRG?

In vielen großen sogenannten Spaßbädern fehlen heute Lehrbecken, wo Kinder schwimmen lernen können. Wegen klammer Haushaltskassen der Kommunen haben viele Bäder in den vergangenen Jahren sogar schließen müssen. Die Folge: Immer weniger Deutsche können schwimmen. Denn weniger Bäder bedeutet auch weniger Ausbildung zum Schwimmen.

Laut einer Forsa-Studie aus dem Jahre 2010 kann jedes zweite zehnjährige Kind, das die Grundschule verlässt, nicht sicher schwimmen! Von Kindern und Jugendlichen bis 18 Jahre können insgesamt 33,9 Prozent gar nicht oder nur schlecht schwimmen.

Ein ganz neues Problem kommt seit 2015 dazu: Viele angekommene Flüchtlinge können nicht schwimmen. 2016 ertranken 56 Flüchtlinge beim Baden. In dem Jahr sind erstmals seit 10 Jahren wieder mehr als 500 Menschen in deutschen Gewässern und Schwimmbädern ertrunken. Die DLRG hat für ihre Baderegeln deshalb Piktogramme erstellt und sie in 30 Sprachen übersetzt, unter anderem in Englisch, Französisch und Arabisch. Die Regeln wurden auch als Kurzversion zusammengefasst. Auch Schwimmunterricht wird in diversen Fremdsprachen angeboten.

Über 1.000 DLRG-Rettungsschwimmer bewachen die deutschen Küsten jeden Sommer, wie hier auf der Ostseeinsel Rügen. (Quelle: imago/Jens Koehler)Über 1.000 DLRG-Rettungsschwimmer bewachen die deutschen Küsten jeden Sommer, wie hier auf der Ostseeinsel Rügen. (Quelle: Jens Koehler/imago)

Wo ist die Gefahr beim Baden am höchsten?

"Die Ursachen für die Zunahme der Ertrinkungsfälle sind Leichtsinn, das Überschätzen der eigenen Leistungsfähigkeit, eine zu hohe Risikobereitschaft sowie insbesondere das Baden an unbewachten Badestellen", so der DLRG-Präsident Hans-Hubert Hatje.
Unfallschwerpunkte sind unbewachte Seen und Flüsse. Dort allein ertranken 2016 349 Menschen, das sind vier von fünf Todesfällen beim Baden.

Deutlich erhöht hat sich der Anstieg tödlicher Unfälle in Schwimmbädern. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum stieg die Zahl um sieben auf 17.
Die Küsten von Nord- und Ostsee 2016 waren relativ sicher, nicht zuletzt, weil die Badestellen zwischen Borkum und Usedom von gut ausgebildeten Rettungsschwimmern der DLRG bewacht wurden. Aber auch hier ertranken bis Ende August 2016 17 Menschen.

Wieviel Menschen arbeiten bei der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft?

Der DLRG ist ein junger Verband. Nach eigener Aussage sind rund 47.000 freiwillige Männer und Frauen derzeit beim Wasserrettungsdienst aktiv. Rund 62 Prozent der Mitglieder sind Kinder und Jugendliche bis zum 26. Lebensjahr

Wer kann Rettungsschwimmer werden?

Jeder, der im Besitz des Rettungsschwimmabzeichens und mindestens 16 Jahre alt ist, kann Rettungsschwimmer bei der DLRG werden. Mitglieder sind begeistert von der Kameradschaft untereinander und der Tätigkeit in der Natur. Die DLRG sucht dringend Nachwuchs, denn die Aufgaben nehmen zu. Wer keine Verfolgungsjagden oder Blondinen in Slow-Motion neben sich laufen haben muss, kann sich beim Zentralen Wasserrettungsdienst Küste bewerben: https://zwrd.dlrg.de/

Worauf sollten Sie beim Baden achten?

• Baden Sie nur an bewachten Stellen

• Gehen Sie in Seen und Flüssen lieber gemeinsam schwimmen

• Schätzen Sie Ihre Schwimm- und Leistungsfähigkeit kritisch ein

• Achten Sie darauf, nicht zu unterkühlen, um Krämpfen zu vermeiden, die im Wasser lebensgefährlich sein können

• Springen Sie niemals kopfüber in unbekannte Gewässer

• Gehen Sie nicht bei angezeigter Strömung ins Wasser

• Eltern sollten Kleinkinder am und im Wasser nie aus den Augen verlieren

• Trinken Sie vor dem Baden keinen Alkohol

• Und beachten Sie natürlich alle Bade-Verbotsschilder!

FAKTEN DLRG

Aktive Helferinnen und Helfer 2015
im Wasserrettungsdienst: rund 47.000
in der Ausbildung: rund 49.000
Organisation und Verwaltung: rund 16.000

Lebensrettungen durch die DLRG/Ertrinkungsfälle 2015
Lebensrettungen: 673
Davon unter Lebensgefahr: 82
Erste Hilfe: 36,909
Ertrinkungsfälle: 488 


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