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Fasten: Entschlacken ist ein Mythos

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Heilfasten  

Schlacken gibt es nicht

17.02.2010, 09:25 Uhr | cme/ag/dpa

Fasten: Entschlacken ist ein Mythos. Heilfasten: Feste Nahrung ist tabu, dafür aber viel Flüssigkeit wichtig.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Heilfasten: Feste Nahrung ist tabu, dafür aber viel Flüssigkeit wichtig. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Nach alter Tradition beginnt die Fastenzeit am Aschermittwoch und endet an Ostern. Aber viele Menschen fasten nicht aus religiösen Gründen, sondern um ihre Gesundheit zu fördern oder abzunehmen. Dabei ist die Vorstellung, durch radikalen Nahrungsverzicht in kurzer Zeit Gewicht zu verlieren, ein Trugschluss. Das Gleiche gilt für die Aussage, dass sich der Körper durch das sogenannte Heilfasten entschlacken oder entgiften lässt. Wir haben sieben bekannte Fasten-Mythen unter die Lupe genommen:

Schlacken im Körper sind ein Märchen

Ein weit verbreiteter Irrtum ist die Annahme, im Körper sammelten sich Schlacken oder Ablagerungen von Stoffwechselprodukten, die von Zeit zu Zeit durch eine "Entschlackungskur" entfernt werden müssten. "Der menschliche Organismus scheidet Endprodukte des Stoffwechsels bei ausreichender Flüssigkeitszufuhr über die Niere, den Darm oder auch über die Haut aus", informiert die Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Eine Ver- oder Entschlackung ist aus medizinischer Sicht nicht nachweisbar. Die angebliche "Reinigung" der Fastenden vollzieht sich vielmehr auf mentaler Ebene.

Fasten macht nicht schlank

Für ein nachhaltiges, gesundes Abnehmen ist das Heilfasten ebenfalls wenig geeignet. Denn durch den Eiweißmangel, den die radikale Kostreduktion mit sich zieht, werden vorrangig Muskeln, aber kaum Fettgewebe abgebaut. "Wer wirkungsvoll und gesund abnehmen möchte, muss sein Ernährungsverhalten langfristig umstellen und sich viel mehr körperlich bewegen", erklärt Restemeyer. Die Fastenzeit könnte dafür einen Impuls geben. "Doch wer danach wieder in die alten Lebensgewohnheiten zurückfällt, wird die paar Pfunde, die er abgenommen hat, bald wieder draufhaben." Dann sei der so genannte Jojo-Effekt , also ein ständiges Zu- und Abnehmen, vorprogrammiert.

Körper brennt auf Sparflamme

Wenn der Körper keine oder weniger Nahrungsenergie erhält, als er braucht, stellt er sich auf den so genannten Hungerstoffwechsel um und brennt auf Sparflamme. Der Organismus greift dann seine Energiereserven an. Und zwar nicht zuerst, wie erhofft, die zuvor fröhlich angemästeten "Schwimmringe an den Hüften", sondern die körpereigenen Kohlenhydratreserven in Leber und Muskeln. Erst nach vier bis fünf Tagen werden auch Eiweiß- und Fettreserven angegriffen. Generell sollte eine Fastenkur nicht länger als zwei Wochen dauern. Dabei sollte nach Ende des Fastens darauf geachtet werden, dass der Körper erst langsam und in kleinen Portionen wieder an die normale Kost gewöhnt wird.

Heilfasten kann gefährlich werden

Wenn zu lange gefastet wird oder wenn Kinder, Kranke, ältere Menschen oder Schwangere längere Zeit kaum oder wenig Nahrung zu sich nehmen, kann der Angriff auf die Energiereserven laut DGE sogar gefährlich werden. Denn das Muskeleiweiß wird stark abgebaut. Auch bei kurzzeitigem Fasten können Probleme auftreten: Erschöpfung, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Schwindelgefühl und Schweißausbrüche sind als Fastenkrisen bekannt. Auch Blutdruckabfall oder ein akuter Gichtanfall können Folgen des Fastens sein. Wer über einen längeren Zeitraum fastet, sollte dies daher nur unter ärztlicher Aufsicht tun.

Die Fastenzeit zur Ernährungsumstellung nutzen

Satt einer radikalen Fastenkur empfiehlt sich für viele Menschen, die Fastenzeit zu einer gesunden Ernährungsumstellung zu nutzen und dem Übergewicht mit einer Kombination aus gesunder Kost und Bewegung zu Leibe zu rücken. Wichtig ist, dabei ausreichend Vitamine und Mineralstoffe zu sich zu nehmen. Zudem sollte man auf den Flüssigkeitshaushalt achten. Zwei Liter am Tag zu trinken, gilt als gesundes Maß. Dabei sind Saftschorlen, Kräutertees und Mineralwasser am besten geeignet.

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