01.10.2010, 12:32 Uhr | jlu/ag
Nur zu wissen, wie viel man wiegt, reicht vielen heutzutage nicht mehr. Sie wollen erfahren, wie viel Fett im eigenen Körper steckt und kaufen sich deshalb eine Körperfettwaage. Was viele nicht wissen: Blind vertrauen sollte man dem angezeigten Fettanteil nicht. "Der Wert ist davon abhängig, wie viel Wasser sich im Körper befindet, und dieser Anteil verändert sich ständig", sagt Professor Ingo Froböse von der Deutschen Sporthochschule in Köln. So können sich beim Wiegen Ungenauigkeiten von bis zu 30 Prozent ergeben.
Gesund ist Körperfett, solange es bei Frauen nicht mehr als 30 Prozent des Gewichts ausmacht. Bei Männern sollte der Fettanteil nicht mehr 25 Prozent betragen. Das Tückische an Körperfettwaagen: Der Anteil des Bauchfetts wird beim Wiegen nicht erfasst. Und genau das ist gefährlich: Eine Studie hat ergeben, dass zu viel Speck um die Taille das Risiko für einen Schlaganfall oder Herzinfarkt erhöht. Um herauszufinden, ob man zu viel Bauchfett hat, sollte man statt auf die Waage zu steigen lieber mit einem Maßband seinen Bauchumfang messen. Britische Wissenschaftler haben als Risiko-Grenze für Männer einen Bauchumfang von 94 Zentimetern festgelegt. Bei Frauen ist das Risiko für Erkrankungen sogar bereits bei einem Bauchumfang ab 81 Zentimetern erhöht.
Das Messprinzip der Körperfettwaagen nennt sich Bioelektrische Impedanzanalyse (BIA). Es nutzt die Tatsache, dass Fett den Strom schlechter leitet, als Wasser und Muskeln. Vereinfacht ausgedrückt: Je höher der Widerstand, desto dicker die Fettpolster. Dabei wird ein schwacher Strom durch den Körper geleitet und der Widerstand gemessen: Nach Eingabe von Alter, Geschlecht und Körpergröße stellt man sich barfuß auf die Waage. Die Körperfettwaage ermittelt mit Hilfe des durch den Körper fließende Stroms den Gesamtwiderstand und damit den Körperfettanteil.
Doch wie kommen die falschen Werte zustande? Anders als bei professionellen Messgeräten wandert der Strom bei den Fettwaagen für den Hausgebrauch nur durch die untere Körperhälfte. Der Fettanteil in Bauch, Brust und Armen wird deshalb nicht gemessen. Doch es gibt noch mehr Faktoren, die das Messergebnis beeinflussen können: So sind die Werte etwa von der Trinkmenge oder sportlichen Aktivitäten abhängig. Auch die Körperhaltung beim Wiegen, nasse Füße oder die Tatsache, dass die Fußflächen nicht immer exakt den gleichen Punkt an den Elektroden treffen, können das Gerät verwirren.
Wer sein Gewicht überprüft, sollte sich sich nicht jeden Tag wiegen. Das gilt besonders für Frauen: Hormonbedingte Wassereinlagerungen im Bindegewebe können dazu führen, dass sich das Gewicht von einem auf den anderen Tag ändert. Um verlässliche Angaben über Gewicht und Körperfett zu bekommen, sollte man ein paar Dinge beachten: Steigen Sie immer auf dieselbe Waage, am besten zur gleichen Uhrzeit. Denn nur so sind die Werte vergleichbar. Wiegen nach dem Sport oder direkt nach dem Duschen macht ebenso wenig Sinn: Durch feuchte oder verschwitzte Füße können Messfehler entstehen. Wichtiger als häufiges Wiegen ist eine gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung. Im Normalfall reicht ein kritischer Blick in den Spiegel völlig aus, um das Körperbild zu beurteilen.
01.10.2010, 12:32 Uhr | jlu/ag
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