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Abnehmen: Eiweißreiche Ernährung hilft beim Abnehmen

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Studie: Eiweiß hilft beim Abnehmen

21.04.2011, 15:49 Uhr | dapd/t-online.de

Abnehmen: Eiweißreiche Ernährung hilft beim Abnehmen. Eine eiweißreiche Ernährung hilft beim Abnehmen. (Foto: imago)

Eine eiweißreiche Ernährung hilft beim Abnehmen. (Foto: imago)

Die bisher umfangreichste Diätstudie überhaupt zeigt: Wer abnehmen möchte oder danach nicht den gefürchteten Jojo-Effekt erleben will, sollte viel eiweißreiche Nahrung essen. Fett sowie stärkehaltige Produkte sollte man hingegen meiden. Zu diesem Ergebnis kommt die sogenannte Diogenes-Studie. Allerdings bergen reine Eiweißdiäten auch gewisse Risiken: Sie können die Nieren und das Herz-Kreislauf-System belasten.

Die ideale Ernährung laut Diogenes-Studie

Eine optimale Ernährung, um sein Gewicht zu halten beziehungsweise Übergewicht abzubauen, besteht laut der Studie beispielsweise aus magerem Fleisch, fettarmen Milchprodukten und Hülsenfrüchten. In Maßen erlaubt sind auch Produkte, die fast ausschließlich aus Stärke bestehen wie Weißbrot oder Reis.

Abnehm-Studie mit 772 Familien

Geleitet wurde die internationale Untersuchung von Thomas Meinert Larsen und Arne Astrup von der Universität Kopenhagen. Über die Ergebnisse berichten die Wissenschaftler in der aktuellen Onlineausgabe des Fachmagazins "New England Journal of Medicine". Die Studie begleitete 772 Familien mit 938 erwachsenen Mitgliedern und 827 Kindern aus verschiedenen europäischen Ländern. Für die aktuellen Ergebnisse wurden die Daten einer Untergruppe von 773 übergewichtigen Erwachsenen ausgewertet.

Fünf Diäten im Vergleich

Zu Beginn der Studie wurde den Teilnehmern eine achtwöchige Diät verordnet, die die Energiezufuhr auf 800 Kilokalorien pro Tag beschränkte. Im Durchschnitt verloren die Probanden dabei elf Kilogramm Körpergewicht. Nach dieser Gewichtsreduktion begann die eigentliche Studie zu den unterschiedlichen Ernährungsweisen. Den Teilnehmern wurde dazu eine von fünf unterschiedlichen fettarmen Diät-Varianten verordnet, die sie über sechs Monate hinweg befolgen sollten.

Glykämischer Index im Fokus

Bei den unterschiedlichen Diät-Varianten wurde auch der sogenannte Glykämische Index (GI) von Lebensmitteln miteinbezogen. Er gibt in Zahlen deren blutzuckersteigernde Wirkung an. Stärkereiche, also kohlenhydrathaltige Lebensmittel, die einen schnellen oder hohen Blutzuckeranstieg auslösen, haben einen hohen GI. Nahrungsmittel, nach deren Verzehr sich der Blutzuckerspiegel nur geringfügig erhöht, haben dagegen einen niedrigen GI. So hat Kartoffelpüree einen hohen GI, Vollkornbrot dagegen einen niedrigen. Die fünf unterschiedlichen Diäten im Rahmen der Studie variierten im Eiweißgehalt und im GI.

Beste Ergebnisse bei Diät mit hohem Eiweiß-Gehalt

Durchschnittlich ein halbes Kilogramm hatten die Teilnehmer aller Gruppen nach den sechs Monaten zugenommen. Bei den Einzelergebnissen schnitt aber die Diät-Variante mit einem hohen Eiweißgehalt und einem niedrigen GI am besten ab. Dabei stammten 25 Prozent der zugeführten Energie aus Eiweiß. Die Gruppe, die sich mit wenig Eiweiß - lediglich 13 Prozent der zugeführten Energie - und einem hohen GI ernährt hatte, zeigte dagegen die schlechtesten Ergebnisse. Der Unterschied in der Gewichtszunahme zwischen diesen beiden Gruppen lag bei durchschnittlich zwei Kilogramm. Bei den Gruppen mit der eiweißreichen Ernährung gab es nur etwa 25 Prozent Abbrecher, während bei den Gruppen mit wenig Eiweiß 37 Prozent vor Ablauf der sechs Monate mit der Diät aufhörten.

Zu viel Eiweiß ist auch nicht gut

Auch wenn die Eiweiß-Diäten am besten beim Abnehmen helfen, sollte man sie mit Vorsicht genießen, denn eine sehr eiweißreiche Ernährung kann die Niere belasten. Außerdem bedeutet viel Eiweiß häufig auch viel tierisches Fett, und das ist schlecht fürs Herz. Die Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, dass mindestens 50 Prozent der täglichen Energiezufuhr aus Kohlehydraten bestehen sollten. Der Grund: Die so genannten komplexen Kohlenhydrate aus Getreideprodukten wie Roggen- oder Vollkornbrot, Haferflocken, Nudeln, Reis, Hülsenfrüchten und Kartoffeln enthalten wichtige und gesunde Ballaststoffe, die den Cholesterinspiegel senken.

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