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Fettfalle Low-Carb-Brot: Eiweißbrot hilft nicht beim Abnehmen

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Low-Carb-Brot  

Low-Carb-Brot macht nicht satt

21.09.2012, 14:10 Uhr | dpa, dpa

Fettfalle Low-Carb-Brot: Eiweißbrot hilft nicht beim Abnehmen. Low-Carb-Brot ist eine wahre Fettfalle. (Quelle: imago)

Low-Carb-Brot ist eine wahre Fettfalle. (Quelle: imago)

Eiweißbrot wird in den Bäckereien als die neueste Geheimwaffe gegen Hüftspeck angepriesen. Das sogenannte "Low-Carb-Brot" hat wenig Kohlenhydrate und viel Eiweiß. Das lässt angeblich die Pfunde purzeln. Experten sind skeptisch, denn das "Low Carb"-Backwerk ist eine wahre Fettfalle.

Mehr Kalorien als normales Brot

Diät-Trends sind bisweilen kurios: Jetzt soll ein Brot mit besonders viel Eiweiß schlank machen. Ernährungsexperten warnen allerdings vor zu hohen Erwartungen. Es gebe sogar Eiweißbrote, die mehr Kalorien als normales Brot haben, sagt die Ökotrophologin Kathi Dittrich vom Verband für Unabhängige Gesundheitsberatung (UGB) in Wettenberg bei Gießen. Neben dem hohen Eiweißgehalt bewerben die Hersteller auch den ungewöhnlich geringen Anteil an Kohlenhydraten.

Nur im Rahmen einer Low-Carb-Diät sinnvoll

Kohlenhydrate sind als Dickmacher verschrien. Genau da setzen die sogenannten Low-Carb-Diäten an: Sie empfehlen, vor allem abends auf Kohlenhydrate zu verzichten und stattdessen Salat, Fisch, Ei und Fleisch zu essen. Das Eiweiß- oder Proteinbrot ist nach Dittrichs Einschätzung höchstens im Rahmen einer solchen Ernährung sinnvoll. "Aber wenn man abends einfach nur das normale Brot durch Eiweißbrot ersetzt und sonst wie bisher isst, wird man sicher nicht abnehmen."

Spezialbrot macht nicht besonders satt

Doch selbst als Bestandteil der Low-Carb-Diät hat Eiweißbrot so seine Tücken. Das Trendgebäck mache nicht besonders satt. "Aber wenn man davon vier oder fünf Scheiben isst, dann ist die Kalorienersparnis auch gleich wieder weg", merkt Dittrich an.

Eiweißgehalt ist unterschiedlich

Nicht jedes Eiweißbrot hat den selben Protein-Gehalt. Es gebe Varianten, die mit rund 30 Gramm Kohlenhydrate pro 100 Gramm kaum weniger haben als zum Beispiel normales Roggen-Vollkornbrot mit knapp 40 Gramm. Diese Brote taugen dann selbst im Rahmen einer Low-Carb-Diät wenig. "Es gibt aber eben auch welche, die sind deutlich reduziert", sagt Dittrich. Dort lägen die Werte zwischen fünf und sieben Gramm.

Hoher Fettgehalt ersetzt Kohlenhydrate

Diese stark reduzierten Varianten enthalten aber in der Regel besonders viel Fett. "Denn man muss ja auch diese Kohlenhydrate durch irgendwas ersetzen", erklärt Dittrich. Sesamsamen, Sonnenblumenkerne oder Nüsse leisten das, bringen aber eben viel Fett mit. Das treibt die Gesamtkalorienzahl hoch und erschwert das Abnehmen. Ein normales Roggen-Vollkornbrot habe etwas mehr als ein Gramm Fett, Eiweißbrot rund drei bis zehn Gramm.

Doppelt so teuer wie normales Brot

"Schädlich ist Eiweißbrot nicht", sagt Dittrich. "Es bleibt halt die Frage, ob es Sinn macht." Ein weiterer Nachteil: Manche Eiweißbrote seien bis zu doppelt so teuer wie ein Otto-Normal-Brot. Aber immerhin: "Es schmeckt durchaus."

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