01.02.2013, 12:44 Uhr | cme, dpa-tmn
Pinseln statt gießen: So sparen Sie Kalorien. (Quelle: t-online.de)
Wer Abnehmen will, muss nicht immer radikal Kalorien sparen. Wer insgesamt halbwegs vernünftig isst, kann oft schon mit kleinen Tricks Pfunde verlieren. Wichtige Stellschrauben sind die Wahl und die Menge der Zutaten sowie die Art der Zubereitung. So lässt sich viel Fett sparen, indem man die Pfanne mit Öl einpinselt anstatt das Fett hineinzugießen. Diese Minitricks erleichtern das Abnehmen.
"Mit dem guten Schuss aus der Flasche dosiert man Öl meist viel zu großzügig", sagt Alexandra Borchard-Becker von der Verbraucher Initiative in Berlin. Wer pinselt statt gießt, kommt sogar mit einem halben Teelöffel aus. Generell lasse sich durch die Wahl der Zubereitungsform eine ganze Menge Fett einsparen, so die Expertin. Beim Gemüse sei schonendes Dünsten oder Dämpfen die Methode der Wahl. Fleisch lässt sich im Backofengrill, im Bratschlauch oder in der beschichteten Pfanne ohne Fett garen.
Fett findet in Form von süßer Sahne gerne und oft mehr als notwendig Verwendung in Suppen, Soßen und Desserts. "Im Kartoffelgratin beispielsweise kann sie ganz oder teilweise durch Milch ersetzt werden", sagt Margret Morlo vom Verband für Ernährung und Diätetik. Gemüsesuppe lasse sich mit einer geriebenen Kartoffel binden. Wird die Suppe zudem püriert, entstehe eine cremige Substanz, bei der man die Sahnezugabe nicht vermisse. Borchard-Becker regt an, statt Schlagsahne vierprozentige Kondensmilch zu verwenden.
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Besonders einfach ist das bei Fettsparen bei Milchprodukten, weil deren Fettgehalt auf den Packungen gekennzeichnet sein muss. Zum Butterkäse mit 60 Prozent Fett lassen sich Alternativen finden, und statt Crème fraîche mit 40 Prozent bietet sich saure Sahne mit 10 Prozent an. An der Wursttheke sind fettärmere Sorten wie gekochter Schinken, Bratenaufschnitt oder Corned Beef die bessere Wahl. Bei geräuchertem Schinken sieht man den Fettrand und kann ihn abschneiden. Viele solcher kleinen Schritte wirken in ihrer Summe.
Auch beim Backen lassen sich jede Menge Kalorien sparen, ohne dass der Geschmack leidet. So lohnt es sich etwa beim Zucker in Backrezepten mit der Menge zu experimentieren. Oft wird das Naschwerk auch mit zwei Drittel der angegebenen Menge süß genug. Mürbeteig, Hefeteig und Quark-Öl-Teig lassen sich - gerade wenn sie mit süßen Früchten belegt oder einem süßen Guss überzogen werden - gut ohne Zucker zubereiten.
Auch bei den Essgewohnheiten können kleine Tricks beim Schlankwerden helfen. Jeden Bissen, den man zu sich nimmt, sollte man rund 30 Mal kauen. Wer langsamer isst, merkt eher, wann er satt ist. Zudem ist es hilfreich, sich zu jedem Essen hinzusetzen und währenddessen weder fernzusehen noch zu lesen. Ein Glas Wasser vor dem Essen dämpft zudem den stärksten Heißhunger.
Bei allen Veränderungen in der Ernährung - leichte Küche bedeutet nicht kompletter Verzicht. Die eine oder andere Sünde ist durchaus erlaubt - zumal sie ausgeglichen werden kann. "Zu einer fetten Portion Fleisch muss ich nicht unbedingt Bratkartoffeln essen", erläutert Graf. "Pellkartoffeln sind eine leckere Alternative, eine große Portion Gemüse ein guter Ersatz."
Quelle: cme, dpa-tmn
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