05.06.2013, 11:50 Uhr | cme
Übergewicht: Sind überschüssige Pfunde nur ein Schutz gegen Stress? (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)
Übergewicht gilt im Allgemeinen als Folge eines ungesunden Lebensstils: Betroffene essen das Falsche und bewegen sich zu wenig. Doch diese bislang in Stein gemeißelte These sei falsch, sagt der Hirnforscher und Endokrinologe Professor Achim Peters von der Universität Lübeck. In seinem Buch "Mythos Übergewicht. Warum dicke Menschen länger leben" stellt der Autor herkömmliche Thesen zu Übergewicht auf den Kopf und erklärt, warum Stress als Auslöser bislang unterschätzt wurde.
Die zentrale These des Hirnforschers Achim Peters lautet: "Übergewicht gibt es nicht, weil jeder Mensch andere Energiebedürfnisse hat". Dem Autor zufolge ist Stress die Hauptursache für eine Gewichtszunahme. Dann nämlich brauche das Gehirn mehr Energie. Woher es diese ziehe, sei individuell verschieden. Während die einen Menschen unter Stress besonders viel essen und dadurch zunehmen, verlieren die anderen den Appetit und bleiben schlank. In diesem Fall zieht sich das Gehirn die Zusatzenergie aus dem Körperfett.
Entsprechend seiner These teilt Peters die Menschen in zwei Stresstypen ein: Menschen vom Typ A schütten unter Anspannung vermehrt Cortisol aus und bleiben schlank oder nehmen sogar ab. Bei Menschen vom Typ B dagegen bleibt der Cortisolspiegel auch unter Stress weitestgehend konstant. Da das Gehirn aber mehr Energie braucht, essen sie mehr und nehmen dadurch zu. Negativ sei das aber nicht, so Peters. Denn durch diese Kompensation seien dicke Menschen unter Stress widerstandsfähiger als Dünne.
Als Beweis führt der Autor einige Studien an, die das "Gewichtsparadoxon" belegen sollen. Demnach gibt es Fälle, in denen Übergewichtige schwere Erkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder auch Nierenerkrankungen eher überlebten als ihre schlanken Mitpatienten. Peters kritisiert damit die bislang von Wissenschaftlern vertretene Auffassung, dass Übergewicht ein großer Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Krankheiten, Krebs und Diabetes sei.
Das Buch von Achim Peters ist vor allem ein Plädoyer gegen die Diskriminierung der Übergewichtigen. Zu wenig sei bislang auf die wahre Ursache von Fettleibigkeit, nämlich den Stress, eingegangen worden. Den meisten Menschen ginge es durch eine Diät nicht besser, sondern schlechter, so der Autor. Eine isolierte Gewichtsabnahme ohne die Bekämpfung der Ursache sei sinnlos und gefährlich. Um der Gewichtszunahme dennoch entgegenzuwirken müsse man vor allem den Stress an der Wurzel packen, rät Peters und gibt dazu einige nützliche Tipps.
Das Buch des Hirnforschers bietet durchaus interessante Ansätze, vor allem für Menschen, die unter Belastung besonders schnell zunehmen. Ob allerdings Stress als alleiniger Auslöser für Gewichtszunahme gesehen werden kann, bleibt zweifelhaft.
05.06.2013, 11:50 Uhr | cme
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