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VERBRAUCHER | TIERSCHUTZ: Tierschutzbund startet Schockkampagne gegen Käfighaltung von Hühnern

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VERBRAUCHER | TIERSCHUTZ  

Schockkampagne gegen Hühnerquäler

27.02.2008, 16:08 Uhr | Spiegel Online

Der Tierschutzbund greift zu drastischen Mitteln, um auf das Leid von Käfig-Hühnern hinzuweisen: Auf Plakaten und Postkarten outet der Verein Unternehmen, die Eier aus Massenhaltung verarbeiten. Zu den Beschuldigten zählen auch deutsche Markenhersteller. Der Deutsche Tierschutzbund fordert eine Kennzeichnungspflicht für alle Produkte, in denen Eier enthalten sind. Um dieses Ziel zu erreichen, startet der Verein zum Welttierschutztag am 4. Oktober 2007 eine drastische Kampagne.

Fotoserie Tierschutzkampagne gegen Käfig-Eier
Aus welcher Haltung stammt das Ei? So erkennen Sie es

Gequälte Hühner auf Werbeplakaten

Auf Plakaten und Postkarten sollen deutsche Unternehmen angeprangert werden, die besonders viele Eier aus Käfighaltung verarbeiten. Auf den Bildern sind neben den Produkten gequälte Hühner aus Massenhaltung zu sehen. Die Kampagne nimmt Marken wie Bahlsen (Kekse), Birkel (Nudeln), Coppenrath & Wiese (Torten) und Verpoorten (Eierlikör) ins Visier.

Kennzeichnungspflicht gefordert

Genau wie auf Eierkartons und Eierschalen soll nach Auffassung der Tierschützer auch auf Nudel- oder Kuchenverpackungen zu lesen sein, ob die Eier aus Bio-, Freiland-, Boden- oder Käfighaltung stammen. "Der Verbraucher muss erkennen können, was für eine Landwirtschaft er beim Einkauf unterstützt", sagt Wolfgang Apel, Präsident des Tierschutzbundes.

Fünf Milliarden Eier aus Käfighaltung

Nach Erkenntnissen des Vereins verarbeitet die deutsche Lebensmittelindustrie jedes Jahr fünf Milliarden Eier aus Käfighaltung. Einige der größten deutschen Eier verarbeitenden Unternehmen wie Birkel, Coppenrath & Wiese oder Verpoorten bekommen an manchen Tagen die Flüssigkeit von über 500.000 Eiern angeliefert.

Hersteller: Käfighaltung hygienischer

Von den betroffenen Unternehmen wollten sich nur Verpoorten und Coppenrath & Wiese zu der Tierschutz-Kampagne äußern. Der Eierlikör-Hersteller betonte, sich "kompromisslos" an den "Wünschen und Bedürfnissen unserer Kunden" zu orientieren. Deshalb verwende man nur frische Eier der Güteklasse A. Allerdings räumte Verpoorten ein, dass die Eier in der Regel aus Käfighaltung stammen. Diese sei "aus hygienischen Gründen" zu bevorzugen. "Käfigware erweist sich in der Praxis als weniger kritisch hinsichtlich mikrobiologischer Risiken." Dies gelte zum Beispiel für Salmonellen und andere Krankheitserreger. Außerdem bestehe bei der Freilandhaltung stets die Gefahr von Seuchen, die durch Zugvögel übertragen werden.

Keine Stellungnahme zur Käfighaltung


Coppenrath & Wiese erklärte, bevorzugt mit regionalen Produzenten zusammenzuarbeiten. Dabei bewege man sich "zu hundert Prozent im Rahmen der deutschen Nutztierhaltungsverordnung". Zur Käfighaltung nahm das Unternehmen nicht direkt Stellung. Es sei aber fraglich, ob "der rasch steigende Bedarf an Eiern aus Freilandhaltung gedeckt werden kann".

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