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Speisefisch: WWF-Fischführer listet bedrohte Fischarten

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Speisefisch  

Mit gutem Gewissen Fisch essen

18.12.2007, 10:35 Uhr | sum, dpa

Europäische Zuchtforelle kann bedenkenlos gegessen werden. (Foto: Archiv)Europäische Zuchtforelle kann bedenkenlos gegessen werden. (Foto: Archiv)Meeresforscher schlagen Alarm. Wegen der Überfischung der Meere sind viele Speisefischarten bedroht. Nun lässt sich schnell und einfach im Internet oder per internetfähigem Handy prüfen, ob ein Fisch ökologisch korrekt gefangen wurde. Das berichtet ein Forscherteam vom Leibniz-Institut für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) in Kiel. Unter der Adresse www.fischimhandy.de erfährt der Verbraucher, welcher Fisch gefangen wurde, ohne den Bestand zu gefährden - basierend auf dem Ratgeber der Stiftung World Wide Fund for Nature (WWF). Lesen Sie hier, welche Fischarten Sie bedenkenlos konsumieren können:

Fröhliche Fische dürfen gegessen werden

Der Ratgeber www.fischimhandy.de umfasst eine Liste von etwa 90 Fischen und Meeresfrüchten, teilweise mit Angaben zum Fanggebiet. Ein weiterer Klick - etwa auf "Dorsch Ostsee" - gibt eine eindeutige Warnung, basierend auf dem Fischführer der Umweltstiftung WWF. Dümpelt der Fisch mit dem Bauch nach oben auf dem Display, wird vom Verzehr abgeraten. Ein fröhliches Fischbild hingegen steht für den bedenkenlosen Verzehr. Ein Klick aufs eingeblendete Lineal zeigt zudem die akzeptablen Mindestgrößen für ganze Fische oder Filets.

Hände weg von Rotbarsch und Scholle

"Unsere Hoffnung ist, dass dieses Instrument eine Hilfe für jeden bietet, der sich aktiv am Meeresschutz beteiligen möchte", erklärte Fischereibiologe Rainer Froese. Die Forscher warnen vor der vielfach rücksichtslosen Ausbeutung der Meere: Laut der Welternährungsorganisation FAO ist ein Viertel der Bestände ernsthaft gefährdet. Auch Deutschland trägt seinen Teil dazu bei: Der Pro-Kopf-Verbrauch an Fisch und Meeresfrüchten liegt hierzulande derzeit bei rund 14,8 Kilogramm pro Jahr. Am beliebtesten sind laut Fisch-Informationszentrum Hering, Alaska-Seelachs, Thunfisch und Forelle. Auch der Verzehr von Krebs und Weichtieren liegt im Trend. Der WWF rät, auf Fischarten wie Seezunge, Rotbarsch oder Scholle zu verzichten.

Wale und Delfine landen im Netz

Neben der Überfischung geraten auch die Fangmethoden zunehmend ins Visier der Umweltschützer: Immer wieder verheddern sich in den Fangnetzen seltene Meerestiere, die sterbend oder tot ins Meer zurückgeworfen werden. In der Ost- und Nordsee landen bedrohte Schweinswale ungewollt im Netz. Das selbe Schicksal erleiden etliche Delphine, die in die für Thunfische vorgesehenen Netze geraten. Auch der Meeresgrund wird in Mitleidenschaft gezogen. Schwere Bodenschleppnetze überrollen Korallen, Muscheln und Schwämme und hinterlassen eine karge Fläche.

Bedenkenlos: Hering und Seelachs

Der vom Bundesumweltministerium geförderte WWF-Fisch-Führer bewertet 40 Speisefische nach ihrem Bestand, ökologischen Kriterien und der Fangmethode. Die gute Nachricht: Deutschlands Lieblingsfische - Seelachs, Hering und Zuchtforelle - können guten Gewissens gegessen werden. Hier kommt es allerdings auf die Herkunft an: Der Alaska-Seelachs sollte nur gekauft werden, wenn auf der Packung das blaue Ökosiegel des Marine Stewardship Councils (MSC) haftet. Denn dieses Logo steht für nachhaltige Fischerei. Dasselbe gilt für den Einkauf von Hering und Seehecht.

Genau hinschauen lohnt sich

Das MSC-Zertifikat für Fischprodukte ist freiwillig. Etliche Tiefkühlprodukte von Großunternehmen wie Iglo, Frosta, Friedrichs, Mare und Metro sind inzwischen mit dem Gütesiegel ausgezeichnet. Ein positives Signal, denn Tiefkühlfisch macht - gefolgt von Fischkonserven - mit mehr als 30 Prozent den größten Teil des gesamtdeutschen Fischkonsums aus.

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