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Ostereier: Bereits gefärbte Ostereier sind oft Käfigeier

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Gefärbte Eier stammen oft aus Käfighaltung

20.04.2011, 10:35 Uhr | bri, msh

Ostereier: Bereits gefärbte Ostereier sind oft Käfigeier. Gefärbte Ostereier sind häufig Käfigeier. (Foto: imago)

Gefärbte Ostereier sind häufig Käfigeier. (Foto: imago)

Wer bereits gefärbte Eier für die Osternester kauft, sollte genau hinschauen: Gefärbte Eier aus dem Supermarktregal stammen immer noch häufig von Hühnern aus Käfighaltung. Eigentlich gibt der Stempel darüber Aufschluss, wo ein Ei herkommt. Doch bei gefärbten und gekochten Eiern ist diese Kennzeichnung nicht vorgeschrieben. Auch bei anderen Lebensmitteln wie Nudeln oder Backwaren werden die Verbraucher im Unklaren über die Herkunft der Eier gelassen.

Gefärbt heißt oft gequält

Mehr als 80 Prozent der Verbraucher greifen mittlerweile zu Eiern aus Boden- und Freilandhaltung sowie Bioproduktion. Bei den Eiern für Ostern ist das oft anders. Nur wenige färben die Eier selbst, denn viel praktischer ist es, gleich gefärbte Eier zu kaufen. Doch die bereits bemalten Eier stammen oft von Hühnern, die in Käfigen gequält werden. Verbraucherschützer raten deshalb: Finger weg, von gefärbten, nicht gekennzeichneten Eiern. Wenn auf einem Osterei nicht draufsteht aus welcher Haltungsform es stammt, kann man davon ausgehen, dass es ein Käfigei ist.

Qualeier auch in Nudeln und Backwaren

Da Käfigeier viel billiger als Freiland- oder Bio-Eier sind, verwendet die Industrie die Billig-Eier nicht nur bei den Ostereiern, sondern auch in Nudeln, Fertigkuchen oder Süßigkeiten und zwar ohne jeden Hinweis darauf. Der Deutsche Tierschutzbund hat im Rahmen der Kampagne „Keine Käfigeier in Produkten“ dazu eine Umfrage bei Nahrungsmittelproduzenten durchgeführt. Die Ergebnisse der Befragung - welche Firmen verwenden noch Käfigeier und welche verzichten darauf - sind auf der Internet-Seite des Deutschen Tierschutzbundes veröffentlicht. 

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Kennzeichnung aller tierischen Lebensmitteln

Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) fordert zudem die Kennzeichnung aller tierischen Lebensmittel. Der Verbraucher soll auf allen tierischen Produkten - vom Milchreis über die Eiernudeln bis zum Tiefkühlhähnchen - erkennen können: Wie wurde das Tier gehalten? Woher stammt es? Wurde das Tier mit gentechnisch veränderten Futterpflanzen gefüttert?

Was der Eier-Stempel verrät

Auf das einzelne rohe Ei muss ein Stempel drauf, egal ob aus dem Supermarkt oder vom Wochenmarkt. Im Normalfall zeigt der Stempel auf dem Ei, aus welchem Land es stammt und wie das Huhn gehalten wurde, ob im engen Käfig, in einem größeren Gehege oder unter freiem Himmel.

Wie lange hält das Osterei?

Wer im Supermarkt gefärbte Eier in einer Packung kauft, kann am Mindesthaltbarkeitsdatum auf der Packung sehen, wie lange das Ei haltbar ist. Da industriell gefärbte Eier aber meist mit einer Lackschicht überzogen sind, kann man sie gekühlt bis zu fünf Wochen lagern. Hat die Schale ein Loch oder einen Riss, verderben sie schneller, weil Keime eindringen können. Bei selbst gefärbten Eiern ist die Haltbarkeit aufgrund der fehlenden Lackschicht nicht ganz so lang. Aber auch diese Eier kann man bis zu vier Wochen im Kühlschrank aufbewahren.

Ratgeber: Ostereier natürlich färben: Tipps für organische Töne

Lesen Sie hier alles weitere nach, dass Sie zu Ostern 2012 wissen müssen.

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