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Bakterien im Haushalt: In Staubsauger und Kühlschrank lauern Keime

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VERBRAUCHER-TIPPS | KEIME  

Keimschleuder Staubsauger

25.08.2008, 14:00 Uhr | ag

Staubsauger gehören zu den größten Bakterienschleudern im Haushalt. (Foto: Imago)Staubsauger gehören zu den größten Bakterienschleudern im Haushalt. (Foto: Imago)Staubsauger, Waschmaschine und Kühlschrank - was jeder Mensch für den Inbegriff von Hygiene hält, ist häufig eine Brutstätte für Krankheitserreger. Wie englische Forscher an der University of Bath festgestellt haben, können Darmbakterien und Milbenkot bis zu zwei Monate im Staubsaugerbeutel überleben. Bei schlechter Abluft-Filterung oder übervollen Filterbeuteln werden die Keime dann in der Wohnung verteilt. Doch es gibt noch andere gefährliche Bakterienherde im Haushalt. Wir zeigen Ihnen, was sie gegen diese unangenehmen Zeitgenossen unternehmen können.

Hautausschlag aus der Waschmaschine

Auch Waschmaschinen bieten ein behagliches Nest für zahlreiche Bazillen. Bei energiesparenden Waschtemperaturen unter 40 Grad haben Erreger wie der Staphylococcus aureus ideale Bedingungen, um sich auszubreiten. Die Keime können unter anderem Hautinfektionen, Lungenentzündung und Blutvergiftung auslösen. Professor Martin Exner vom Institut für Hygiene und Öffentliche Gesundheit der Universität Bonn rät daher, insbesondere Handtücher und Unterwäsche bei mindestens 60 Grad zu waschen, um die Krankheitserreger unschädlich zu machen. Im Familienhandbuch des Staatsinstituts für Frühpädagogik empfiehlt er, bei niedrigeren Temperaturen unbedingt einen Hygienespüler zu verwenden und die Wäsche anschließend möglichst schnell trocknen, idealerweise in der Sonne. Denn UV-Strahlung tötet Bakterien. Handtücher, Spüllappen und Staubtücher, die bei der Zubereitung von Lebensmitteln eingesetzt werden, sollten generell getrennt von der übrigen Wäsche gewaschen werden.

In manchem Kühlschrank lebt es

Die meisten Bakterien lauern jedoch in der Küche. So leben beispielsweise in einem Kühlschrank bis zu 11,4 Millionen Keime pro Quadratzentimeter. Darum sollte man Lebensmittel - vor allem Gemüse - stets verschlossen halten und verdorbene Nahrung sofort wegwerfen. Wichtig sind außerdem eine Temperatur von fünf Grad und eine wöchentliche Reinigung des Geräts, auch wenn der Kühlschrank über eine antibakterielle Beschichtung verfügt. Besonders unhygienisch sind feuchte Geschirrhandtücher und Küchenschwämme. Sie sind häufig mit Escherichia-coli-Bakterien belastet. Diese Keime sind zwar in der Regel harmlos, können bei manchen Menschen aber Darmerkrankungen und Harnwegsinfektionen verursachen. "Wechseln Sie die Geschirrhandtücher wöchentlich und waschen Sie diese bei 60 Grad," rät Exner.

Legionellen-Nester in Duschköpfen

Auch im Bad sollte die Hygiene nicht vernachlässigt werden. Viele machen hier den Fehler, dass sie ihre Putzaktivitäten auf die Reinigung von Toilette, Waschbecken und Badewanne konzentrieren. Dabei werden die Duschen häufig vernachlässigt. "Duschköpfe, die über Wochen nicht benutzt wurden, tragen das Risiko der Besiedlung mit Legionellen", warnt Professor Exner. Daher sollten die Düsen vor dem ersten Duschen eine Zeit lang mit heißem Wasser durchgespült werden, um die Keime wegzuspülen. Das Wasser sollte dabei idealerweise eine Temperatur von 60 Grad haben.


 
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