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Rucola und Gurken mit Pestiziden belastet

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Pestizide  

Rucola und Gurken mit Pestiziden belastet

02.03.2009, 17:06 Uhr | AFP

Salatgurken enthalten häufig zu viele Pestizide. (Foto: Imago)Salatgurken enthalten häufig zu viele Pestizide. (Foto: Imago)Obst und Gemüse aus dem Ausland ist deutlich stärker mit Rückständen von Pflanzenschutzmitteln belastet als einheimische Ware. Wie das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) in Braunschweig mitteilte, überschritten im Jahr 2007 rund drei Prozent der einheimischen Obst und Gemüsewaren die Grenzwerte für Pestizide. Bei Waren aus Nicht-EU-Ländern waren es fast zehn Prozent. Bei einigen sei die Belastung so stark gewesen, dass ein Risiko für die Gesundheit möglich sei, so das Bundesamt.

Importware aus Nicht-EU-Ländern am stärksten belastet

Bei Waren aus anderen EU-Mitgliedsländern waren fünf Prozent der Proben belastet, bei Obst und Gemüse aus Nicht-EU-Ländern 9,5 Prozent. Das ergaben die Überprüfungen der Lebensmittelüberwachung in den Ländern, die das Bundesamt in einem aktuellen Bericht veröffentlichte. Am stärksten belastet sind demnach insgesamt Grünkohl, Rucola, Auberginen, Tee, frische Kräuter und Gurken. Bei Blumenkohl, Broccoli, Kartoffeln, Karotten und Bananen wurden hingegen in weniger als einem Prozent der Proben die gesetzlichen Höchstmengen überschritten.

Mehr Gift in spanischer und türkischer Ware

Bei 40 der 17.700 untersuchten Proben konnte laut BVL auf Grund deutlicher Überschreitungen der Höchstgehalte ein gesundheitliches Risiko für den Verbraucher nicht ausgeschlossen werden. Dabei handelte es sich vor allem um Obst und Gemüse aus Spanien und der Türkei.

Weniger Lebensmittel über dem Grenzwert

Neben Obst und Gemüse wurden auch alle anderen Lebensmittel von den Überwachungsämtern der Länder auf Pflanzenschutzmittelrückstände untersucht. Von den 17.700 geprüften Proben von konventionell und ökologisch erzeugten Lebensmitteln wurden in rund 39 Prozent keinerlei Rückstände von Pflanzenschutzmitteln nachgewiesen. Rückstände unterhalb der gesetzlichen Höchstgehalte wurden in 57 Prozent festgestellt. Mit 4,5 Prozent sank der Anteil der Proben, die die gesetzliche Höchstgrenze überschritten, gegenüber dem Vorjahr um 0,8 Prozent.

Kaum Pestizide in Öko-Obst

Positiv war, dass die überprüfte Säuglings- und Kleinkindernahrung in keinem Fall die Höchstgehalte überschritt. Fast 83 Prozent der untersuchten Säuglingsnahrung wiesen keinerlei Pflanzenschutzmittelrückstände auf. Auch von den 1394 untersuchten Obst- und Gemüse-Proben aus ökologischem Anbau waren 83 Prozent frei von Rückständen, 16 Prozent enthielten geringsten Spuren von Pestiziden. Bei 13 Proben (0,9 Prozent) wurden allerdings die Höchstgehalte überschritten. Laut BVL sind die Zahlen nicht repräsentativ für den gesamten Lebensmittelmarkt, da sich die Kontrollbehörden auf Lebensmittel konzentrieren, die bereits in der Vergangenheit belastet waren.


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