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"Fehlfunktionen": Die zehn lästigsten Technik-Ärgernisse

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Ärger mit der Technik  

Die zehn lästigsten Technik-Ärgernisse

21.05.2010, 14:36 Uhr | tze

"Fehlfunktionen": Die zehn lästigsten Technik-Ärgernisse. Fehlfunktionen: Beim Öffnen spritzt garantiert die Milch aus der Packung. (Foto: Konrad Lischka)

Fehlfunktionen: Beim Öffnen spritzt garantiert die Milch aus der Packung. (Foto: Konrad Lischka)

Ärgern Sie sich auch immer über sabbernde Getränkekartons, unverständliche Bedienungsanleitungen, störrische EC-Karten-Schlitze und Autoglühbirnen, die sich nicht wechseln lassen, ohne das halbe Auto zu zerlegen? Muss das sein, fragt sich auch der Journalist Konrad Lischka und ist typischen Technikärgenissen auf den Grund gegangen. Zehn besonders lästige "Fehlfunktionen" aus Lischkas gleichnamigem Buch stellen wir in der Foto-Show vor - Wiedererkennungswert garantiert.

Auf Schritt und Tritt Ärger mit der Technik

Der alltägliche Technik-Ärger beginnt spätestens bei der Morgendusche: Weil der Einhebelmischer an sich eine geniale Erfindung ist, in der Praxis aber nur selten präzise funktioniert, holt man sich erst Gänsehaut und dann Verbrennungen. In der Küche geht's weiter. Weil die Milch sich beim Öffnen des Tetrapacks mal wieder überallhin ergossen hat, muss man vor der Arbeit noch schnell putzen. Die Frischhaltefolie für der Frühstücksbrot klebt an der Rolle fest und lässt sich nur in Fetzen losreißen. Der Fahrkartenautomat spuckt so oft die Münzen aus, dass man entweder den Bus verpasst oder eine Schwarzfahrt riskiert. Und so geht es den ganzen Tag weiter - mit den Computerprogrammen im Büro, dem Geldautomaten und nach Feierabend mit dem Stapel verschiedener Fernbedienungen mit ihrer Vielzahl rätselhafter Funktionstasten.

"Pulen Sie den Staub aus den alten Staubsaugerbeuteln"

In seiner Kolumne bei Spiegel-Online schreibt Lischka schon seit 2007 über den täglichen Ärger mit der Technik. Der Stoff wird ihm wahrscheinlich nie ausgehen. Dafür sorgen schon die Hersteller von Handys, Kameras und Notebooks, die jedes Modell mit einem individuellen Akku, Ladegerät und Netzkabel ausstatten - der Nutzer wird unfreiwillig zum Sammler von Elektroschrott. Lischkas Recherchen zerstören jede Hoffnung auf einen einheitlichen Standard. Kein Wunder, denn diese Idee ist vor elf Jahren schon bei den Staubsaugerbeuteln gescheitert. Derzeit gibt es 1120 verschiedene Beutel für 42.000 Saugermodelle. Eine Wisschenschaft für sich: Staunend lernt man neue Vokabeln wie "Büschelauszugskraftprüfung". Lischkas ironischer Rat für alle, die bei der Suche nach dem passenden Beutel gescheitert sind: "Pulen Sie den Staub aus den vollen, alten Staubsaugerbeuteln."

Kleckernde Milch? Selbst schuld!

Über kleckernde Getränkekartons ägert sich wohl jeder - daran soll der Geiz der Verbraucher schuld sein, wie Lischka herausgefunden hat. Erstens sparen randvolle Packungen Material und Platz - und können billiger hergestellt und verkauft werden. Zweitens "sind die meisten Verbraucher nicht bereit, wegen des Verschlusses einen höheren Preis zu zahlen", argumentiert ein Fachmann. Deshalb gibt es statt Kartons mit stabilem Schraubverschluss immer mehr Billiglösungen mit laschen Laschen.

Durchfall plagt Automantennutzer seit 100 Jahren

Über dieses Phänomen ärgen sich Menschen schon seit über 100 Jahren: "Münzdurchfall" bei Automaten. Lischka hat einen Leserbrief an die New York Times aus dem Jahr 1905 ausgegraben, in dem ein Leser sich über einen Kaugummiautomaten beklagt. Aggressive Kratzspuren an den Automaten der Gegenwart sprechen eine deutliche Sprache: Das nervt! Dabei ist es ein Irrtum, dass es hilft, die Münzen auf Metall zu reiben. Schuld sind Fehlalarme der eingebauten Münzprüfer und die Tatsache, dass sich Münzgeld abnutzt und minimal die Form verändert.

Lieber lachen statt ärgern

Die Lektüre der "Fehlfunktionen" bietet verblüffende Einblicke in das Innenleben von Automaten, die Tücken der Verpackungsproduktion, das Labyrinth der Normen, die Mühlen der Bürokratie und Eigenwilligkeit der Hersteller. Dieses Wissen löst zwar nicht alle Probleme, macht sie aber durch großen Unterhaltungswert erträglicher.

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