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Verbraucherzentrale testet Lebensmittel mit "Clean Label", das Ergebnis ist erschreckend

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So werden Verbraucher mit den Zusatzstoffen getäuscht

28.09.2010, 10:38 Uhr | wve

Verbraucherzentrale testet Lebensmittel mit "Clean Label", das Ergebnis ist erschreckend. So tricksen die Lebensmittelkonzerne mit "Clean Label" (Foto: Verbraucherzentrale Hamburg)

So tricksen die Lebensmittelkonzerne mit "Clean Label" (Foto: Verbraucherzentrale Hamburg)

"Ohne Geschmacksverstärker", "Ohne künstliche Zusatzstoffe" oder "Ohne Farbstoffe": Diese Angaben finden sich mittlerweile auf vielen Lebensmittelpackungen. Doch viele dieser "Clean Label" entsprechen nicht der Wahrheit, wie die Verbraucherzentrale Hamburg jetzt herausgefunden hat. Vielfach werden den Produkten Ersatzstoffe beigemischt, die aber die gleiche Funktion erfüllen. Sehen Sie hier, bei welchen Lebensmitteln getrickst wird.

151 Etiketten aus zwölf Lebensmittelgruppen

Für den Test wurden 151 Produkte mit dem so genannten "Clean Label" genauer unter die Lupe genommen. Auf diesen Lebensmitteln fanden die Tester insgesamt 272 Bezeichnungen, die auf ein natürliches Produkt hinweisen sollten. In vielen Fällen wurde dem Verbraucher suggeriert, dass das Produkt "ohne Geschmacksverstärker" sei. Bei genauerer Betrachtung fanden die Tester aber heraus, dass in 92 Prozent der Fälle der Geschmacksverstärker zwar weggelassen wurde, dem Lebensmittel dafür aber Hefeextrakt beigemischt wurde, das wie ein Geschmacksverstärker wirkt.

Rechtlich haben die Lebensmittelproduzenten nichts zu befürchten

Bei solchen Tricks müssen die Lebensmittelproduzenten aber nicht mit rechtlichen Konsequenzen rechnen. Es gibt keine gesetzlich Grundlage, die das Durcheinander der verschiedenen Produktbezeichnungen regelt. So hat die Verbraucherzentrale auf den 151 Produkten 59 unterschiedliche Formulierungen gefunden, die aber vielfach das gleiche aussagen. Manche Anbieter werben auch damit, dass ihr Produkt einen bestimmten Zusatzstoff nicht enthält, der sogar rechtlich verboten ist. Silke Schwartau von der Verbraucherzentrale bringt dieses Problem auf den Punkt: "Ein Hinweis 'ohne Benzin', obwohl Benzin gar nicht in Lebensmitteln zugesetzt werden darf, wäre auch unsinnig."

Die Verbraucher werden an der Nase herumgeführt

Viele Verbraucher vertrauen beim Einkauf auf die "Clean Label". Der Test der Verbraucherzentrale hat aber ergeben, dass Produkte mit einer solchen Beschriftung nicht zwingend besser sind oder weniger Zusatzstoffe enthalten als andere Lebensmittel ohne eine solche Kennzeichnung. Deshalb fordert die Verbraucherzentrale, dass die herausgenommenen Stoffe nicht mit Ersatzstoffen gleicher Funktion ersetzt werden dürfen, wenn der Hersteller mit einem "Clean Label" wirbt.

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