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Pestizid-Cocktails in Gemüse aus Übersee

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Kontrolleure finden Pestizid-Cocktails in Gemüse aus Übersee

12.10.2010, 16:14 Uhr | dpa

Pestizid-Cocktails in Gemüse aus Übersee. Pestizide: Import-Gemüse ist oft stark mit Pestiziden belastet. (Foto: imago)

Import-Gemüse ist oft stark mit Pestiziden belastet. (Foto: imago) (Quelle: imago)

Frisches Obst und Gemüse aus Übersee ist häufig mit erhebliche Mengen an Pestiziden belastet. Manche der exotischen Importe enthalten sogar ganze Chemikaliencocktails. Jede vierte Luftfracht-Sendung, die das hessische Landeslabor im ersten Halbjahr 2010 auf dem Frankfurter Flughafen untersucht hat, wies Pestizidrückstände oberhalb des EU-Grenzwerts aus. Auch Bio-Ware war betroffen.

Höchstmengen 100-fach überschritten

Von Januar bis Juni sind 208 Proben aus 18 verschiedenen Ländern auf Rückstände untersucht worden, wie das Landeslabor in Gießen berichtete. In 55 Proben seien die Grenzwerte zum Teil erheblich überschritten worden, etwa bei Sellerieblättern oder Litschi aus Asien. Bis zu zwölf verschiedene Pflanzenschutzmittel fanden die Kontrolleure in den Proben, und in manchen Fällen sei die zulässige Höchstmenge um das 100-Fache überschritten worden. Spitzenreiter waren eine Probe indischer Curryblätter, in der neun Substanzen über dem Grenzwert lagen, sowie thailändische Sellerieblätter mit sechs Substanzen weit über den zugelassenen Höchstmengen.

Pestizide auch in Bio-Ware gefunden

Auch in angeblicher Bio-Ware wurden Rückstände oberhalb der gesetzlichen Höchstmenge gefunden, so wiesen Bio-Litschi aus Thailand und Bio-Majoran unzulässig hohe Pestizidrückstände auf.

Chemie-Fracht wird am Flughafen gestoppt

Fallen solche Sendungen auf, werden sie noch am Flughafen gestoppt. Der Importeur muss dann nachweisen, dass mindestens drei nachfolgende Sendungen die Grenzwerte einhalten. Erst dann bekommt er wieder eine Einfuhrgenehmigung, danach wird der Importeur besonders kontrolliert.

Die Erfolge strengerer Kontrollen

Seit 2007 werden Import-Lebensmittel am Flughafen systematisch kontrolliert. Das zeige Wirkung, meint das Landeslabor: Zwar habe sich der Anteil der Beanstandungen seitdem nicht wesentlich verändert, aber es sei Bewegung in das Geschäft gekommen. Einige Importeure hätten Lieferverträge mit besonders auffälligen Herkunftsbetrieben gekündigt und Pestizid-Untersuchungen in deutschen Instituten in Auftrag gegeben. In einigen Fällen werde die Ware bereits kurz vor der Ernte oder auf dem Flughafen des Herkunftslandes untersucht und bei Grenzwertüberschreitungen aussortiert. Auf dem Flughafen von Bangkok etwa sei ein entsprechendes Labor eingerichtet worden.


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