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Lebensmittelhygiene: Zahl der Lebensmittel-Verstöße nimmt zu

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Lebensmittelhygiene  

Gäste bekommen Schinkenimitate und Ekel-Sushi aufgetischt

21.10.2010, 14:26 Uhr | dpa/ AFP

Lebensmittelhygiene: Zahl der Lebensmittel-Verstöße nimmt zu. Die Lebensmittelhygiene lässt in manchen Betrieben zu wünschen übrig. (Foto: dpa)

Die Lebensmittelhygiene lässt in manchen Betrieben zu wünschen übrig. (Foto: dpa)

Schinkenimitat im Imbiss, Hygienemängel bei Sushi: Die Zahl der Lebensmittel-Verstöße ist im vergangenen Jahr gestiegen. Die Lebensmittelkontrolleure der Länder machten 930.000 Inspektionen in Restaurants, Imbissen, Lebensmittelgeschäften und Betrieben, die mit Lebensmitteln in Kontakt kommen. Sie fanden Mängel in rund jedem vierten der untersuchten Betriebe, berichtete das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) in Berlin. Aber auch bei der Lebensmittel-Kennzeichnung fanden die Kontrolleure Mängel.



Reinigungsmängel bei Sushi-Betrieben

Die Prüfer nahmen unter anderem Krankenhausküchen, Sushi-Lokale und Schinken genauer unter die Lupe. Bei mehr als einem Drittel der 136 geprüften Sushi-Betriebe fanden sie Mängel bei Reinigung und Desinfektion. Die Kühlkette war bei etwa einem Fünftel der Betriebe einwandfrei. Insgesamt hielt fast die Hälfte die europäischen Vorsorgestandards nicht ein. Schlecht schnitten auch die Küchen von Krankenhäusern ab. Hier habe es in etwa zehn Prozent der Fälle deutliche Mängel gegeben.

Fleisch am häufigsten beanstandet

Neben rund 545 000 Betrieben untersuchten die Kontrolleure auch fast 387 000 Lebensmittelproben. In 13,4 Prozent der Proben fanden sie Mängel - etwa so viel wie im Vorjahr. Die meisten Beanstandungen gab es bei Fleisch-, Wild- und Geflügelprodukten sowie alkoholischen Getränken. Es folgten Milch und Milchprodukte, Eier und Eiprodukte, Getreide und Backwaren. Die wenigsten Beanstandungen gab es bei Obst und Gemüse. Kontrollen gibt es in so gut wie allen Betrieben, die mit Lebensmitteln zu tun haben.

Leber von Schafen und Ziegen besser nicht essen

Der BVL-Lebensmittelexperte Gerd Fricke sagte aber, die Lebensmittelsicherheit habe sich insgesamt verbessert. "Die Zahl echter, harter Beanstandungen (...) ist weniger geworden." Wegen überhöhter Dioxinwerte riet er aber davon ab, die Leber von Schafen, Hammeln oder Ziegen zu essen. Die Kontamination von Getreide mit Schimmelpilzgiften sei dagegen zurückgegangen. Das BVL forderte Lebensmittelwirtschaft und Gastronomie auf, etwas gegen die Mängel zu tun.


Analogkäse und Schummelschinken sollen besser gekennzeichnet werden

Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) dringt auf eine schnelle Einigung in der EU auf die einheitliche Kennzeichnung von Käse- und Schinkenimitaten in der EU. "Wenn Produkte wie Formfleisch oder Analogkäse vermarktet werden, müssen sie ehrlich und ohne Beschönigungen gekennzeichnet werden", sagte Aigner dem "Hamburger Abendblatt". In vielen Imbissen bekommen die Kunden nicht mehr Schinken, sondern Kunstschinken: In rund 740 Imbissen waren 70 Prozent der Schinkenimitate in Speisekarten falsch gekennzeichnet, in rund 1300 Gaststätten waren es 40 Prozent der Schinkenimitate.


Foodwatch fordert Smileys für Gaststätten

Die Verbraucherorganisation Foodwatch forderte eine schnelle Umsetzung der geplanten "Smiley"-Gesichter, die die Qualität der Gaststätten kennzeichnen sollen. "Alle Kontrollergebnisse müssen veröffentlicht werden", sagte Vize-Geschäftsführer Matthias Wolfschmidt. Darauf hatten sich die Länder-Verbraucherminister bereits geeinigt. Die Länder arbeiteten an einheitlichen Kriterien, sagte der Vorsitzende der Länderarbeitsgemeinschaft Verbraucherschutz, Bernhard Remde.



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