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Verbrauchertäuschung: Verbraucherzentrale Hamburg deckt Schummel bei Verpackungen auf

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Verbraucherzentrale  

Luftschummel bei Verpackungen

05.05.2011, 11:48 Uhr | vdb

Verbrauchertäuschung: Verbraucherzentrale Hamburg deckt Schummel bei Verpackungen auf. Viel Packung, doch das Röntgenbild zeigt wenig Inhalt. (Foto: Verbraucherzentrale Hamburg)

Viel Packung, doch das Röntgenbild zeigt wenig Inhalt. (Foto: Verbraucherzentrale Hamburg)

Eine große Packung bedeutet nicht immer mehr Inhalt. Häufig findet sich nämlich jede Menge Luft in schicken Packungen und Tüten, wie Röntgenbilder der Verbraucherzentrale Hamburg sowie den Eichämtern Nord und Fellbach zeigen. In 75 Prozent der geprüften Verpackungen fanden sich mehr als 30 Prozent Luft. Damit werden Verbraucher getäuscht und der Umwelt geschadet. In diesen Verpackungen steckt viel Luft.

Einige Packungen enthielten über 60 Prozent Luft

Getestet wurden 23 Produkte, über die sich Kunden bei der Verbraucherzentrale beschwert hatten. Die Packungen enthielten durchschnittlich 52 Prozent Luft, neun sogar mehr als 60 Prozent. Spitzenreiter war das Produkt "Nimm 2 Lolly" von Storck, hier enthielt die Packung sogar 90 Prozent Luft. Mit 88 Prozent Luft schnitt auch die 3er Packung Lutschpastillen "Fisherman`s Friend" schlecht ab. Positiv: Bis auf eine Ausnahme stimmte die Mengenangabe auf der Packung mit dem tatsächlichen Füllgewicht überein.

Eichdirektion will Verfahren einleiten

Die Untersuchung führte die Eichdirektion Nord in Zusammenarbeit mit der Verbraucherzentrale durch. Ohne Konsequenzen soll der Luft-Schummel nicht bleiben: "Wir werden Ordnungswidrigkeitenverfahren zu den beanstandeten Bildern einleiten. Die Hersteller haben dann die Möglichkeit, dazu Stellung zu nehmen", sagt Manfred Bornholdt von der Eichdirektion Nord.

"Schlechtes Zeugnis für Hersteller"

Auch bei der Verbraucherzentrale ist man vom Testergebnis enttäuscht. "Das Ergebnis ist ein schlechtes Zeugnis für die Hersteller. Mit hohen Luftanteilen wird mehr Inhalt vorgetäuscht als tatsächlich in der Packung ist", sagt Armin Valet. Die Verpackungsgestaltung sei ein wichtiges Marketinginstrument, da die Größe von Verpackungen häufig für das Kaufverhalten entscheidend ist. 30 Prozent Luftanteil gelten, so Valet, als Richtmaß zur Beurteilung von Luftpackungen. Bei höheren Werten sei von Mogelpackungen auszugehen, es sei denn der Freiraum ist produktbedingt oder technisch nicht zu vermeiden.

Umweltsünde und Verbrauchertäuschung

Hinzu kommt: Luftpackungen sind schlecht für die Umwelt, da Ressourcen verschwendet und überflüssiger Müll produziert wird, ist man bei der Verbraucherzentrale überzeugt. Zudem ist der Transport von luftreich verpackten Lebensmitteln weniger effizient. "Mit der Untersuchung wollen wir die Hersteller zum Umdenken bewegen. Das wäre ein Erfolg für Verbraucher und Umwelt", so Valet.

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