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Verbraucherschutz: Bundesamt warnt vor französischer Tomaten- und Olivenpaste

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Verbraucherschutz  

Bundesamt warnt vor französischer Tomaten- und Olivenpaste

09.09.2011, 13:02 Uhr | AFP/dpa, AFP

Verbraucherschutz: Bundesamt warnt vor französischer Tomaten- und Olivenpaste. Tomaten- und Olivenpaste.  (Quelle: imago)

Tomaten- und Olivenpaste. (Quelle: imago)

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) warnt vor französischer Oliven- und Tomatenpaste. Bestimmte Produkte könnten mit einem Bakteriengift verseucht sein, das zu schwersten gesundheitlichen Folgen führen kann, teilte das Bundesamt mit.

Acht Menschen an gefährlicher Vergiftung erkrankt

In Frankreich seien bislang acht Menschen nach dem Verzehr verseuchter Produkte an Botulismus, einer Vergiftung des Nervensystems, erkrankt. Es könne nicht nicht ausgeschlossen werden, dass deutsche Verbraucher die betroffenen Produkte in Frankreich oder über das Internet gekauft haben.

Produkte von "La Ruche"

Ausdrücklich warnte das BVL vor dem Verzehr von Produkten des Unternehmens "La Ruche", insbesondere der Marken "Les délices de Marie Claire", "Terre de Mistral" und "Les secrets d'Anaïs". Verbraucher sollten diese Produkte sofort entsorgen. Die französischen Behörden hätten eine Rückrufaktion aller Produkte sämtlicher Chargen und Mindesthaltbarkeitsdaten veranlasst.

Lebensmittel enthalten Gift

Botulismus wird durch den Verzehr verseuchter Lebensmittel ausgelöst, die von einem Bakterium produziertes Gift enthalten. Dazu kommt es vor allem, wenn Konserven nicht ordnungsgemäß sterilisiert wurden. Die Symptome treten in der Regel zwölf bis 36 Stunden nach Verzehr auf, zunächst als Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Anschließend kann es zu Sehstörungen, Mundtrockenheit und Sprech- sowie Schluckstörungen kommen, die mit starker Müdigkeit, Schwächegefühl und Schwindel einhergehen.

Körperlähmung droht

Die Krankheit entwickelt sich weiter mit einer Lähmung der Halsmuskulatur und der Arme, bevor die Atemmuskulatur und die untere Körperhälfte gelähmt werden. Die Vergiftung ist nicht von Mensch zu Mensch übertragbar. Botulismus ist eine Vergiftung des Nervensystems. Sie wird durch den Verzehr von Lebensmitteln verursacht, die mit dem Bakterium Clostridium botulinum infiziert sind. Die Bakterien kommen in vielen Fleisch- und Gemüsesorten vor. Ursache einer Infektion sind schlecht geräucherte, gekochte und gesalzene Fleischwaren sowie ungenügend sterilisierte Konserven.

Extrem gefährliches Gift

Botulinumtoxin zählt zu den gefährlichsten Giften überhaupt: Ein Gramm könnte mehrere Millionen Menschen töten. In extrem geringer Dosis wird es in der Medizin eingesetzt. In der Umwelt vermehren sich die Erreger besonders in flachen Gewässern, wenn dort wegen Überdüngung - etwa durch Fütterung der Vögel - oder anhaltende Hitze Sauerstoffmangel herrscht. Dabei kann es zum Massensterben von Tieren kommen. Watt- und Wasservögel nehmen das Gift auf, wenn sie bei der Nahrungssuche im Sand stochern.

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