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Verbraucher-Tipps: Was ist im Supermarkt erlaubt?

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Was ist im Supermarkt erlaubt?

22.11.2011, 12:08 Uhr | ts, t-online.de

Verbraucher-Tipps: Was ist im Supermarkt erlaubt?. Darf ich als Kunde ein Produkt einfach ausprobieren? (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Darf ich als Kunde ein Produkt einfach ausprobieren? (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Dürfen Kunden Verpackungen öffnen, um sie auf Vollständigkeit zu überprüfen? Muss ich einen heruntergefallenen Joghurt bezahlen? Die meisten Verbraucher sind sich bei solchen Fragen unsicher. Wir nehmen die häufigsten Rechtsirrtümer beim Einkauf unter die Lupe.

Öffnen verpflichtet nicht generell zum Kauf

"Das Öffnen der Verpackung verpflichtet zum Kauf". Diese Schild findet sich in vielen Läden, aber stimmt es auch? Nein. "Wenn man nichts kaputt macht, darf man schon mal in eine Verpackung schauen, um zu sehen, ob alle Teile drin sind", erklärt Armin Valet von der Verbraucherzentrale Hamburg. Allerdings darf die Verpackung nicht beschädigt werden. Anders sieht es bei Lebensmitteln aus, die durch das Öffnen unverkäuflich werden.

Probieren kann als Diebstahl gelten

Am Obststand eine Traube probieren oder in der Drogerie das Deo testen - das gehört für viele zum Einkauf dazu. Doch Vorsicht: Wer einfach im Laden etwas benutzt, macht sich strafbar. "Man kommt da nicht gleich ins Gefängnis", räumt Valet ein, "aber man kann schon Probleme bekommen." Auf der sicheren Seite ist ein Kunde, wenn er zuvor beim Verkäufer fragt, ob er ein Produkt testen darf.

Kaputte Ware muss bezahlt werden

Dass beim Einkauf ein Joghurt oder eine Packung herunterfällt und dabei kaputt geht, ist den meisten schon mal passiert. Was die wenigsten wissen: Eigentlich müssen sie den Schaden ersetzen, auch wenn sie das Produkt noch nicht gekauft haben. Normalerweise verzichten die Geschäfte allerdings aus Kulanzgründen auf eine Erstattung.

Leere Verpackung im Supermarkt bezahlen?

Auch das kommt vor: Der Magen grummelt - und der leckere Schokoriegel liegt griffbereit im Regal. Also aufreißen, essen und mit der Verpackung später an die Kasse marschieren? Das geht eigentlich nicht. Solange Sie die Ware nicht bezahlt haben, ist sie nicht Ihr Eigentum. In aller Regel haben die Mitarbeiter in den Supermärkten aber Verständnis, wenn Sie das Papier vom Schokoriegel aufs Band legen und korrekt bezahlen.

Beim Pfand kommt's auf das Logo an

Ob eine Pfandflasche zerbeult ist oder das Etikett zerrissen, spielt bei der Rückgabe keine Rolle. "Wichtig ist, dass das Pfandzeichen noch lesbar ist", erklärt Valet. "Wenn der Automat die Flasche nicht annimmt, ist der Händler verpflichtet, sie von Hand zurückzunehmen." Das gilt allerdings nur für Einweg-Flaschen, die nach der Rückgabe ohnehin gepresst werden, nicht für Mehrwegflaschen.


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