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Rückruf  

Giftige Keime in Roquefort-Käse gefunden

02.08.2012, 17:20 Uhr | dapd/t-online

Giftige Keime in Roquefort-Käse gefunden.  (Quelle: Hersteller/Thinkstock by Getty-Images)

Diesen Käse nicht verzehren. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/Hersteller)

Die Supermarktkette Kaufland ruft Roquefort zurück. Betroffen ist der "Roquefort AOP"-Käse von der Münnich fromage GmbH & Co. KG. Er kann im jeweiligen Markt zurückgegeben werden. Der Kaufpreis wird dann zurückerstattet, schreibt Kaufland auf seiner Homepage. In den Produktproben waren Bakterien gefunden worden, die Giftstoffe bilden, warnt das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit. Der Käse wurde auch von anderen Supermärkten vertrieben, die bislang unbekannt sind. Der Verzehr des Käses kann lebensbedrohlich sein.

Diesen Käse nicht essen

Betroffen ist der "Roquefort AOP" - Käse in 100 Gramm Verpackungen folgender Marken:

- Cosse Noire

- Decasse

- Castelviel

- Cora

- Auchan

mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum vom 28.07.2012 bis 05.08.2012 mit der Chargennummer 120466173, vom 30.09.2012 bis 19.11.2012 mit der Chargennummer 120466177 und vom 20.12.2012 mit der Chargennummer 120466173. Personen, die nach dem Verzehr des Käses unter extremen Durchfall leiden, sollten sofort einen Arzt aufsuchen, da sogar Hirnblutungen drohen und wichtige Organe geschädigt werden können.

Bakterien führen zu schweren Durchfallerkrankungen

Die gefundenen Keime bilden so genannte Shiga-Toxine. Diese können dramatisch verlaufende Durchfallerkrankungen hervorrufen. Die Symptome können insbesondere bei Kindern unter sechs Jahren, älteren Menschen oder abwehrgeschwächten Personen zu lebensbedrohlichen Komplikationen führen. In fünf bis zehn Prozent der Erkrankungen entwickelt sich ein hämolytisch-urämisches Syndrom (HUS). Dieses ist hauptsächlich gekennzeichnet durch eine Schädigung der Blutgefäße, der roten Blutkörperchen und der Nieren, was häufig eine Dialyse erforderlich macht. Als weitere Komplikationen können Hirnblutungen, neurologische Störungen und Schädigungen an anderen Organen (Bauchspeicheldrüse, Herz) auftreten.

Nicht nur Kaufland betroffen

Mehrere Supermärkte hatten offenbar den mit Coli-Bakterien verunreinigten Roquefort-Käse in ihrem Sortiment. "Neben Kaufland sind auch weitere Supermarktketten betroffen", sagte ein Sprecher des nordrhein-westfälischen Verbraucherschutzministeriums. Konkreter wurde er dabei nicht. Derweil gab auch der Berliner Senat einen Warnhinweis heraus. 

Das Verbraucherschutzministerium hatte bereits vor einer Woche eine Warnung für den "Roquefort AOP"-Käse veröffentlicht. Daraufhin wurden die betroffenen Produkte umgehend aus dem Handel genommen. Kaufland und die Vertriebsfirma Münnich fromage GmbH riefen mittlerweile zu einer Rückholaktion auf. Derweil forderte die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch die betroffenen Supermärkten dazu auf, ähnlich wie Kaufland zu handeln. Jeder Handelskonzern müsse seine Kunden informieren, sagte ein Foodwatch-Sprecher.

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