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Discounter: Wie viel Marke steckt im No-Name-Produkt?

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So viel Marke steckt im No-Name-Produkt

15.03.2013, 11:10 Uhr | hut

Discounter: Wie viel Marke steckt im No-Name-Produkt?. Prominente Hersteller haben meist mehr als Markenprodukte im Angebot. (Quelle: Frank Flamme)

Viele Markenhersteller produzieren auch No-Name-Produkte. (Quelle: Frank Flamme)

Jede große Supermarktkette hat sie im Regal: No-Name-Produkte. Und die werden immer beliebter. Denn oft ist die No-Name-Ware deutlich günstiger als das vergleichbare Markenprodukt - und das, obwohl sie häufig vom gleichen Hersteller stammen. Martina Schneider hat sich auf die Suche gemacht und klärt auf, wie viel Marke im No-Name-Produkt steckt und ob Markenprodukte wirklich die bessere Qualität bieten.

Bahlsen und Co.: die versteckten No-Name-Produzenten

Dass namhafte Hersteller auch No-Name-Ware produzieren, ist kein Geheimnis mehr - obwohl die Betriebe gerne eins daraus machen. "Die meisten Hersteller reden nur ungern darüber, dass ihre Ware auch für weniger Geld bei Discountern und Supermärkten zu kaufen ist", erklärt Schneider in ihrem neuen Buch "Welche Marke steckt dahinter?" Und dennoch: Die Kooperation mit Discountern und Supermarktketten ist zu einem lohnenden zweiten Standbein für die Firmen geworden.

Auf Betriebsstandort und Kennzeichen achten

Doch wie erkennt man, dass hinter dem No-Name-Produkt ein bekannter Markenhersteller steckt? Ein erstes Indiz ist der Firmensitz oder Betriebsstandort. Der wird bei vielen Produkten auf der Rückseite der Verpackung angegeben. Stimmen die Adressen, wie bei Exquisa und dem deutlich preiswerteren Frischkäse-Pendant von Lidl überein, ist eine Verwandtschaft zwischen No-Name- und Markenprodukt so gut wie sicher.

Bei abgepackten Milch-, Fleisch- und Fischerzeugnissen gibt zudem ein Identitätskennzeichen Aufschluss über die genaue Herkunft, erläutert Schneider. Jeder Hersteller sei verpflichtet, ein solches Kennzeichen anzugeben, damit bei Lebensmittelskandalen sofort ermittelt werden kann, woher die Ware stammt, sodass sie aus dem Verkehr gezogen werden kann.

Gleicher Hersteller bedeutet aber nicht gleicher Inhalt

Über 100 Markenprodukte und ihre Gegenstücke aus Supermarkt und Discountern hat Schneider unter die Lupe genommen. Dabei stellte sie fest, dass sich eine Vielzahl von Produkten, die aus dem gleichen Betrieb stammen, so gut wie gar nicht in Geschmack, Aussehen und Zutatenliste unterscheiden. So etwa der berühmte Leipnizkeks und seine günstigen Konkurrenten von Aldi, Lidl und Norma. Allerdings ist das nicht die Regel: Da die Handelsketten für die Produktion ihrer Eigenmarken den Herstellern gerne eigene Rezeptideen vorgeben, unterscheiden sich Marken- und No-Name-Produkt oft leicht im Geschmack, sagt die Expertin.

Bedeutet teurer auch bessere Qualität?

Im Schnitt sind No-Name-Produkte 30 bis 40 Prozent günstiger als das Markengegenstück, so Schneider. Der Preisunterschied erkläre sich aber keineswegs durch die Qualität. Die Kontrollen für No-Name-Produkte seien oftmals sogar strenger, da die Handelsketten für ihre Eigenmarken haftbar sind und Reklamationen und Fehlproduktionen direkt auf die Supermarktkette zurückgeführt werden. Um einen Imageverlust zu vermeiden, finden daher mehrere Kontrollen statt, erläutert die Expertin. Auch externe Labore werden beauftragt. Das macht sich durchaus bemerkbar: In Tests schneiden No-Name-Produkte mindestens so gut, einige sogar deutlich besser als die Markenkonkurrenz ab.

Masse - aber nicht ohne Klasse

Der Preisunterschied erklärt sich vielmehr über die Massenproduktion, die günstigere Angebote erlaubt. Außerdem werden Eigenmarken im Gegensatz zu Markenprodukten kaum beworben und durch die Nachahmung entfallen hohe Entwicklungskosten. Das lohnt sich für Hersteller, Handelsketten und Endverbraucher. Kaum verwunderlich also, dass inzwischen fast jedes dritte Produkt im Regal ein No-Name-Produkt ist.

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