Sie sind hier: Home > Lifestyle > Besser leben >

Masthühner bekommen immer mehr Antibiotika

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Antibiotika  

So viel Antibiotikum steckt im Hühnchen

11.07.2013, 14:36 Uhr | dpa

Masthühner bekommen immer mehr Antibiotika. Antibiotika: Masthähnchen erhalten zu viel Antibiotika. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Masthähnchen erhalten zu viel Antibiotika. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Von allen Nutztieren werden Hähnchen am häufigsten mit Antibiotika behandelt. Ein Masthähnchen bekommt in Deutschland im Schnitt an zehn seiner 39 Lebenstage Antibiotika. Die Erkenntnisse aus einer wissenschaftlichen Untersuchung sollen nun helfen, den Einsatz zu verringern.

Masthähnchen erhalten zu viel Antibiotika

Ein Schwein wird während seiner 115-tägigen Mast an durchschnittlich vier Tagen mit einem antibiotischen Wirkstoff behandelt. Von den Kälbern erhält rechnerisch etwa jedes dritte Tier pro Jahr eine Behandlung von drei Tagen. Das hat eine Studie der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover und der Universität Leipzig ergeben. Für die vom Bundesinstitut für Risikobewertung geförderte Studie haben Experten für das Jahr 2011 Informationen aus mehr als 2.000 Nutztierhaltungen erfasst.

Viele Hühnchen auf engem Raum

Einen Grund für die häufige Behandlung der Hähnchen sieht Projektleiter Professor Lothar Kreienbrock von der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover in der Art der Haltung. "Ein klassischer Geflügelbetrieb hat mehrere tausend Tiere. Wenn ein Tier erkrankt, kann es alle andere anstecken", sagt der Wissenschaftler. Schweine und Kälber würden in der Regel nicht gemeinsam mit so vielen anderen Tieren auf einer Fläche gehalten, hier sei die Ansteckungsgefahr geringer.

Einsatz von Antibiotika soll reduziert werden

Die Ergebnisse der Studie sollen helfen, den Einsatz von Antibiotika in der Nutztierhaltung zu bewerten. Ein Ziel sei auch, ihn zu reduzieren, erklärt Kreienbrock. Verzichten könne man auf das Medikament aber nicht. "Wenn es medizinisch notwendig ist, müssen Antibiotika gegeben werden."

Gefahr von Resistenzen steigt

Die Anwendung von Antibiotika ist umstritten, weil der Wirkstoff bei Keimen zu Resistenzen führen kann und Medikamente dann nicht mehr wirken. Dies betrifft in erster Linie die Tiere, es kann aber auch für Menschen gefährlich werden, die Fleisch mit resistenten Bakterien gegessen haben. Auch bei ihnen kann es vorkommen, dass eine Arznei nicht mehr wirkt. 

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Ab 6 Uhr können Sie hier wieder wie gewohnt diskutieren. Wir danken für Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Schwertransport:  
Riesige Rotorblätter auf engen Straßen

Ein herkömmlicher Transport über die engen und kurvige Bergstraße ist ausgeschlossen. Video

Anzeige


Anzeige
shopping-portal