Schinkenimitat
Klebeschinken täuscht Verbraucher06.08.2013, 14:34 Uhr | stw, t-online.de
Immer häufiger steckt Klebefleisch in der Verpackung, wenn Kunden zu Rohschinken greifen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)
Es sieht aus wie Spitzenqualität, doch was Verbraucher manchmal im Handel erhalten, hat mit hochwertigen Fleischprodukten wenig zu tun. Nicht nur bei Kochschinken wird geschummelt, sondern auch bei Rohschinken: Immer häufiger steckt Klebefleisch in der Verpackung, wenn Kunden zu Rohschinken vom Schwein oder zu Putenschinken greifen, bemängeln die Verbraucherzentralen.
Das natürliche Enzym Transglutaminase macht es möglich: Kleine Fleischreste und -fetzen werden zu einem ganzen Stück zusammengefügt, etwa zu einer täuschend echten Scheibe Lachs- oder Nussschinken. Für den Verbraucher ist dies nur schwer zu erkennen, da sich der Klebeschinken kaum von einem echten Rohschinken unterscheiden lässt.
Zwar ist der Einsatz solcher Enzyme nicht verboten und auch nicht gesundheitsschädlich. Doch die Hersteller schweigen über diese Herstellungstechnik. Der Endkunde weiß oft nicht, was er kauft und isst. Das verärgert vor allem Verbraucherschützer, die seit langem ein Verbot der Enzymverklebung bei rohem Schinken und bei anderen rohen Fleischerzeugnissen fordern.
Kunden erwarten beim Kauf von Rohschinken ein hochwertiges Produkt. Bei echtem Rohschinken wird normalerweise ein ganzes Teil natürlich gewachsenes Muskelfleisch vom Schwein verwendet. Beim Klebe-Schinken werden jedoch kleine Fleischstücke zusammengefügt. Der Kunde kauft ein minderwertiges Produkt zu einem teuren Preis.
Ein weiterer Nachteil für die Verbraucher: Nicht einmal beim Metzger um die Ecke sind sie davor gefeit, warnen Verbraucherschützer. Denn viele schlachten nicht mehr selbst, sonder kaufen von Großhändlern zu.
Verbraucher sollten sich daher Ihr Produkt genau ansehen. Bei Fleischimitaten sind oft die unterschiedlichen Muskelfaserrichtungen in den Fleischteilen deutlich erkennbar. Bei echtem Schinken kann man dagegen die Wuchsrichtung der Muskulatur des Fleisches erkennen.
06.08.2013, 14:34 Uhr | stw, t-online.de
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