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Mogelpackung: Zu viel Wasser im Pangasiusfilet

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Schummel bei Pangasiusfilets  

Mogelpackung: Zu viel Wasser im Pangasiusfilet

03.09.2013, 13:43 Uhr | stw

Mogelpackung: Zu viel Wasser im Pangasiusfilet. Fisch: Nicht überall, wo Fisch draufsteht, ist auch viel Fisch drin. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Nicht überall, wo Fisch draufsteht, ist auch viel Fisch drin. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Der Speisefisch Pangasius gilt als gute Alternative zu bedrohten Fischarten wie Rotbarsch oder Kabeljau. Aber Karlsruher Lebensmitteltester warnen: Nicht überall, wo Fisch draufsteht, ist auch viel Fisch drin. In den untersuchten Produkten fanden die Tester nur einen Fischanteil von 60 bis 70 Prozent. Auch geschmacklich konnte der Pangasius nicht überzeugen.

Viel Wasser, wenig Fisch

Laut Angaben des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamtes (CVUA) in Karlsruhe, tauchten im vergangenem Jahr tiefgefrorene Erzeugnisse auf, die sich von den bis dahin bekannten Pangasius-Produkten in mehreren Punkten unterschieden. Daraufhin ließ das CVUA 23 Proben von gefrorenem Pangasius auf Zusatzstoffe und Geschmack hin testen.

Das Ergebnis: Statt Fisch enthielten die Packungen aus der Tiefkühltruhe jede Menge Wasser und wiesen nur ein Fischanteil von 60 oder 70 Prozent auf. Das CVUA fordert daher, dass die Anbieter künftig auf der Verpackung vermerken, wie viel Fisch darin tatsächlich enthalten ist.

Tester bemängeln geeleartigen Geschmack

Auch geschmacklich fielen die Filets durch. "Sie sind extrem weich, geleeartig und strukturlos im Biss. Der Geschmack lässt sich mit schwach salzig und etwas seifig beschreiben", erklären die Tester.

Viele Zusatzstoffe im Pangasiusfilet

Zusätzlich bemängelt das CVUA die vielen Zusatzstoffe im untersuchten Fisch. Denn das beanstandete Pangasiusfilet wird mit kondensierten Phosphaten und Citraten zusammengehalten, die Wasser binden. Auch jede Menge Kochsalz kommt zum Einsatz.. Daher handle es sich nicht mehr um "glasierte Pangasiusfilets", sondern um ein glasiertes Fischerzeugnis, das nur zu zwei Dritteln aus Fisch besteht. Laut den Testern ist die verwendete Bezeichnung Pangasiusfilets damit irreführend.

Ein weiterer Kritikpunkt: Für den Verbraucher sind auf vielen Verpackungen Zutaten wie Salz und Natriumcarbonat nicht ersichtlich.

Fische werden in Aquakulturen gezüchtet

Pangasius wird in Ostasien, überwiegend in Vietnam, in Aquakulturen gezüchtet und kann daher sehr preiswert angeboten werden. Bereits frühere Recherchen des NDR zeigten, dass besonders in vietnamesischen Fischfarmen Missstände herrschen. Chemisch belastete Abwässer aus der Fischzucht würden in den Mekong geleitet und die Tiere würden massenhaft mit Antibiotika behandelt. In Aquakulturen, so der NDR-Report, würden die Fische auf engstem Raum gehalten und gemästet. Zwischen Fang und Schlachtung der Fische liege ein 24 Stunden langer, für die Tiere qualvoller Transport.

Wer trotzdem guten Gewissens Pangasius essen möchte, sollte einen Blick auf den WWF-Einkaufsratgeber für Fische und Meeresfrüchte werfen. Dieser zeigt, welche Fischsorten Sie bedenkenlos kaufen und essen können.

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