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Hausmittel: Nicht alle sind wirksam

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Nicht alle sind wirksam  

Bei diesen Hausmitteln irrte sich Oma

05.09.2013, 12:26 Uhr | ag

Hausmittel: Nicht alle sind wirksam. Hausmittel: Einige alte Hausmittel können richtig gefährlich werden.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Nicht alle Hausmittel von Oma sind wirksam. Einige können sogar gefährlich werden. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Bei kleinen Wehwehchen rennt nicht jeder gleich zum Arzt, sondern greift gern auf Omas Hausmittel zurück. Einige davon sind Gold wert. Von anderen dagegen sollten Sie lieber die Finger lassen und besser auf Medikamente zurückgreifen. Lesen Sie hier, welche Ratschläge unwirksam oder gar schädlich sind.

Auf Verbrennungen niemals Mehl streuen

Brandwunden sollten Sie grundsätzlich nicht mit Hausmitteln wie Mehl, Butter oder Zahnpasta behandeln. Denn diese können die offenen Hautstellen infizieren und eine lebensgefährliche Entzündung auslösen. Wichtig ist, die Wunde sauber zu halten und ausreichend zu kühlen. Schwere Verbrennungen deckt man einfach nur mit steriler Folie oder einem sterilen Tuch aus dem Verbandskasten ab.

Bei Vergiftungen bloß keine Milch trinken

Omas gut gemeinter Rat, dass Milch bei Vergiftungen einen positiven Effekt hat, ist gefährlich. Denn Milch enthält Fett, das die Aufnahme vieler Gifte im Körper fördert. Falsch ist auch, den Betroffenen zum Erbrechen zu bringen. Dabei kann nämlich Gift in die Atemwege gelangen. Ätzende Flüssigkeiten wie Abflussreiniger können die Speiseröhre dabei sogar ein zweites Mal verätzen. Daher gilt bei Vergiftungen immer: Rufen Sie sofort den Giftnotruf an und doktern sie nicht lange selbst herum.

Bloß kein Honig auf Herpes

Von Honig sollte man im Fall einer Herpesinfektion Abstand nehmen. Der hohe Zuckergehalt kann zu Pilzinfektionen führen. Auch Hausmittel wie Zahnpasta und Alkohol sind nicht zu empfehlen. Sie trocknen zwar die Bläschen aus, machen die Haut aber auch rissig. Die Bläschen können erneut aufplatzen und die Viren verbreiten sich an anderen Stellen. Besser ist ein Teebeutel mit Kamille oder Arnika oder ein professionelles Herpesmittel aus der Apotheke.

Bei Nasenbluten nicht den Kopf zurücklegen

Wenn die Nase blutet, hört man oft den Ratschlag, den Kopf in den Nacken zu legen. Den Blutfluss stoppt diese Maßnahme aber nicht. Und auch die Beschwerden klingen nicht schneller ab. Um Gegenteil: Durch die Rücklage laufen größere Mengen Blut durch den Rachen und werden geschluckt. Die Folge davon kann Übelkeit sein. Besser ist es daher, den Kopf leicht nach vor zu beugen, das Blut in einem Tuch aufzufangen und ein kaltes Tuch in den Nacken zu legen.

Leider ohne Wirkung: die heiße Zitrone

Sie ist der Klassiker unter den Hausmitteln gegen Erkältung. Und schmeckt dazu wirklich gut. Aber das ist leider auch fast das einzige, was die heiße Zitrone als Erkältungsmittel auszeichnet. Ihre Befürworter berufen sich meist auf den hohen Gehalt an Vitamin C, der das Immunsystem stärke. Leider aber ist Vitamin C äußerst hitzeempfindlich und reagiert auf einen Schwall siedend heißes Wasser mit sofortigem Wirkungsverlust. Gleiches gilt für den oft noch hinzu gegebenen Honig: Auch dieser verliert seine Wirkkraft, wenn er über 30 Grad erhitzt wird.

Kamille bei Bindehautentzündung – besser nicht

Ein weit verbreitetes Hausrezept bei Bindehautentzündung ist, sich mit Kamillentee getränkte Wattebausche auf die Augen zu legen. Leider aber ist das alte Hausmittel eher kontraproduktiv. Denn Kamillentee ist für die Anwendung am Auge zu scharf und reizt das Auge zusätzlich. Außerdem kann es zu allergischen Reaktionen kommen. Besser ist daher, das Auge mit klarem Wasser zu reinigen. Im Falle einer bakteriellen Infektion ist es ratsam, zum Augenarzt zu gehen und sich eine antibiotische Salbe gegen die Bindehautentzündung verschreiben zu lassen.

Öl ins Ohr? – nicht zu empfehlen!

Ein altes Hausmittel gegen Ohrenschmerzen ist, warmes Sonnenblumen- oder Olivenöl ins Ohr zu tropfen. Ein bis zwei Löffel erwärmtes Öl ins Ohr gegossen, sollen die Schmerzen vertreiben. Heute wird diese Methode nicht mehr empfohlen. Denn einerseits kann dadurch das Trommelfell gereizt und so ein Durchbruch hervorgerufen werden. In diesem Fall – oder falls das Trommelfell ohnehin schon geschädigt ist -  können dann mit dem Öl Erreger ins Ohr gelangen und erst recht Schaden anrichten.

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