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Cholesterinsenkende Margarine kann krank machen

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Lebensmittelzusätze  

Diese "gesunden" Lebensmittel machen krank

07.10.2013, 16:16 Uhr | hut

Cholesterinsenkende Margarine kann krank machen. Viele Lebensmittel mit vermeintlich gesunden Zusätzen schaden mehr als sie nützen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Ob cholesterinsenkende Margarine oder ACE-Saft: Viele Lebensmittel mit "gesunden" Zusätzen schaden mehr als sie nützen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Milch ohne Fett, Fruchtsaft mit Vitaminen und Margarine, die den Cholesterinspiegel senkt: In Supermarkt-Regalen findet man zahlreiche Lebensmittel, die uns nicht nur satt, sondern auch gesund machen sollen. Doch Verbraucherschützer warnen: Oft schaden die vermeintlich gesunden Lebensmittelzusätze Verbrauchern mehr, als dass sie Gutes tun. Auf diese Produkte sollten Sie besser verzichten.

Fischstäbchen besser ohne Extraportion Omega-3

Omega-3-Fettsäuren gelten allgemein als gesunde Fette: Sie sollen die Muskeln stärken und sogar Herz-Kreislauf- und Gefäßerkrankungen vorbeugen. Viele Lebensmittel werden deshalb mit den ungesättigten Fettsäuren angereichert. Dazu gehören auch Fischstäbchen bekannter Marken, die durch den Omega-3-Zusatz "gesünder" werden sollen.

Tatsächlich aber warnt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) vor zu hohen Dosen der Fettsäuren, wie sie die angereicherten Fischstäbchen erreichen. Verschiedene Studien hätten gezeigt, dass derart hohe Mengen den Cholesterinspiegel erhöhen, die natürliche Immunabwehr beeinträchtigen und überdies zu einer erhöhten Blutungsneigung führen könnten. Das BfR fordert deshalb, gesetzliche Höchstmengen für den Zusatz von Omega-3-Fettsäuren festzusetzen und empfiehlt, nicht mehr als 1,5 Gramm der Fettsäuren am Tag zu sich zu nehmen. Das entspricht etwa hundert Gramm fettreichem Fisch wie Makrele oder Pazifiklachs.

Cholesterinsenkende Margarine kann krank machen

Erhöhte Cholesterinwerte gelten als einer der Hauptrisikofaktoren für Herzinfarkt und Schlaganfall. Nicht nur in der Apotheke, sondern vermehrt auch im Supermarkt findet man deshalb cholesterinsenkende Nahrungszusätze, die dieses Risiko verringern sollen. Besonders beliebt sind Margarinen. Doch das BfR warnt Menschen mit gesunden Blutfettwerten vor deren Verzehr. Vor allem Kleinkinder und Schwangere sollten entsprechende Brotaufstriche nicht essen, erklärt das Institut. Denn die cholesterinsenkende Margarine enthält Pflanzensterine, die nicht nur die Aufnahme von Cholesterin sondern auch von Vitaminen beschränke.

Wie die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch erklärt, haben Untersuchungen außerdem gezeigt, dass Pflanzensterine genau das verursachen, was sie laut Herstellern verhindern sollen: Sie fördern Ablagerungen in Gefäßen, die das Herzinfarkt-Risiko erhöhen, statt es zu senken. Namhafte Margarinehersteller bestreiten diese Vorwürfe. Doch einen Nachweis, dass ihre Produkte keine derartigen Nebenwirkungen verursachen, konnten sie bislang nicht erbringen, kritisieren die Verbraucherschützer.

Diät-Tiefkühlkost ersetzt Fett mit Chemie

Auch fettreduzierte Produkte aus dem Tiefkühlregal sind alles andere als harmlos: Damit die Fertiggerichte in der Pfanne einen guten Eindruck machen, werden sie mit diversen Chemikalien versehen. Darunter auch Butylhydroxytoluol, das als Antioxidationsmittel wirkt und Fleisch konserviert. Untersuchungen legen jedoch nahe, dass die Chemikalie krebserregend sein könnte. Das Fett in den Light-Gerichten wird außerdem durch große Mengen Speisesalz ersetzt. Eine hohe Salzzufuhr kann das Herz schwächen, wie Studien belegen. Erwachsene sollten daher laut Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation WHO nicht mehr als fünf Gramm Salz pro Tag zu sich nehmen.

Vitaminreicher Saft kann Übelkeit verursachen

Hohe Vitamindosen können ebenfalls unerwünschte gesundheitliche Auswirkungen haben, erklärt das BfR. Das gilt vor allem für Lebensmittel, denen Vitamine künstlich zugesetzt wurden, wie bestimmte Multivitaminsäfte und ACE-Limonaden. Sie enthalten bis zu 200 Prozent der empfohlenen Vitamin-Tagesdosis. Die Folge können Kopfschmerzen, Übelkeit und ein Schwächegefühl sein. Eine erhöhte Vitamin-A-Zufuhr kann im Speziellen die Leber und die Knochen schädigen, zu viel Vitamin D kann das Risiko für Nierensteine erhöhen, erläutert das Berliner Institut.

Das Vitamin Betacarotin kann vor allem Rauchern gefährlich werden: Große Mengen erhöhten in Studien das Lungenkrebsrisiko. Auch gesunde Menschen sollten laut BfR nicht mehr als zwei Miligramm Betacarotin am Tag zu sich nehmen. Doch vor allem Fertiggerichte werden häufig mit Betacarotin angereichert, kritisiert das Institut. Verbraucher sollten besser auf derartige Produkte verzichten und ihre Vitaminzufuhr stattdessen mit einer ausgewogenen, obst- und gemüsereichen Ernährung sicherstellen.

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