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Hühner im eigenen Garten: Das müssen Sie beachten

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Der Weg zum eigenen Ei: So halten Sie Hühner im eigenen Garten

21.07.2016, 10:07 Uhr | Ann-Kathrin Landzettel

Hühner im eigenen Garten: Das müssen Sie beachten. Jeden Morgen frische Eier: Hühner im eigenen Garten machen es möglich. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Jeden Morgen frische Eier: Hühner im eigenen Garten machen es möglich. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Wenn Familie Franßen in den Garten geht, wird sie freudig begrüßt. Sechs Hühner warten auf sie - und jeden Tag frische Eier. Suppen-Jonny, Tröt, Seidenhuhn und die anderen sind vor etwa einem Jahr eingezogen. Die Redaktion von feelgreen.de hat Familienvater Heiko gefragt, worauf es bei der artgerechten Hühnerhaltung im eigenen Garten ankommt. 

Massentierhaltung, geschredderte Küken, Dioxine: Kein Wunder, dass vielen die Lust auf das Frühstücksei vergeht. Eine spannende Alternative bietet die eigene Hühnerhaltung. Familie Franßen hat diesen Schritt zusammen mit einem gemeinsamen Freund gewagt. Ihre Erfahrungen geben sie auf ihrem Blog "Gartenhühner" an Interessierte weiter.

So viel Platz benötigt ein Huhn

"Hühner sind ganz besondere Tiere. Sie sind zutraulich und neugierig", sagt Franßen. "Da kann es sogar passieren, dass sie beim Kindergeburtstag plötzlich Teil der Gästeliste sind." Dass die Tiere aggressiv werden oder gar nach ihrem Besitzer hacken, hat er bei seinen Tieren noch nicht erlebt.

Eher würden sie sich gegenseitig attackieren. Doch mit genügend Auslauf und Platz zum Scharren lasse sich das verhindern. Etwa zehn Quadratmeter pro Huhn müsse man einplanen und mindestens drei Tiere halten - besser sind sogar fünf, damit das Miteinander friedlich funktioniere, lautet der persönliche Rat des Hühnerfreunds.

Die Anschaffung eines Hahns mit Nachbarn absprechen

Noch harmonischer wird das Zusammenleben der Tiere mit einem Hahn. Doch spätestens dann sollten die Besitzer die Nachbarn einweihen, um Ärger zu vermeiden. Denn das Krähen ist laut.

"Ich empfehle jedem, den Hühnerwunsch offen zu kommunizieren. Wir haben damit sehr gute Erfahrungen gemacht", berichtet Franßen. "Um die Lautstärke etwas abzumildern, kann man den Hahn in den frühen Morgenstunden im Stall lassen."

Mobiler Hühnerstall ist die beste Wahl

Franßen schwört auf mobile Hühnerställe. Diese würden nicht nur Diskussionen mit dem Bauamt ersparen, sondern hätten auch den Vorteil, dass man sie bei Bedarf umstellen kann.

Aber wie bekommt man die Hühner abends wieder in genau diesen Stall? "Mit der Dämmerung werden die Tiere müde. Dann gehen sie freiwillig in den Stall zum Schlafen", erklärt Franßen. 

Wenn doch mal ein Tier ausbüxt: "Auch das ist nicht dramatisch", beruhigt er. "Wir locken es dann mit einem Stückchen Wurst. Das klappt gut." Aber auch über Nudeln, Gemüse, Obst und trockenes Brot freuten sich die Hühner. Scheuchen sollte man sie hingegen nicht.

Ein Elektrozaun schützt vor Mardern

Um die Hühner vor Habichten, Mardern und Hunden zu schützen, hat sich die Familie für einen mobilen Elektrosteckzaun entschieden. "Wählt man eine nicht flatterhafte Rasse, reicht ein Zaun mit einem Meter Höhe." Für freilaufende Tiere müssen Verstecke wie etwa Büsche vorhanden sein.

Welches Huhn ist das richtige?

Für die Wahl der Rasse sollte man sich Zeit nehmen: "Aussehen, Ansprüche, Charakter, Eigröße - vor dem Kauf ist es wichtig, sich ausreichend zu informieren", rät Franßen. "Schließlich möchte man eine Weile zusammenleben. Da muss es passen. Bis zu sechs Jahre können Hühner alt werden."

Gute Ansprechpartner sind die örtlichen Geflügelzuchtvereine. Dort erfährt man nicht nur alles Wichtige über die verschiedenen Hühnerarten, sondern erhält auch nützliche Informationen zu Haltung, Impfung und Anmeldung beim Veterinäramt und der Seuchenkasse.

"Zu Beginn haben wir sehr viel recherchiert", erinnert sich Franßen. "Doch eines war uns von Anfang an klar: Wir wollten keine hochgezüchteten Hybriden mit großer Legeleistung, sondern Hühner, die aus einem guten Stall kommen. Irgendwann haben wir uns dann in unsere Hühner 'verguckt'."

Zeitlicher Aufwand ist überschaubar

Der zeitliche Aufwand ist laut Franßen überschaubar. Etwa eine halbe Stunde am Tag muss die Familie einplanen. "Wenn es einmal schnell gehen muss, kommt man auch mit je fünf Minuten am Morgen und Abend hin." Die Kosten, die die Tiere verursachen, sind ebenfalls im Rahmen. Für sechs Hühner zahlt die Familie um die zehn Euro pro Monat.

Bereut haben sie die Entscheidung nie, so Franßen. "Auch wenn es am Anfang viel Arbeit war, es hat sich gelohnt. Die Hühner sind ein fester Bestandteil der Familie und wir freuen uns jeden Tag auf die frischen Eier - die, wie wir finden, einfach viel besser schmecken als die aus dem Supermarkt."

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