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Aluminium: die wichtigsten Fakten und Tipps für Verbraucher

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Aluminiumfakten  

Kein Salz auf die Folie: So kommt das gefährliche Aluminium in unseren Körper

19.05.2015, 12:23 Uhr | Ann-Kathrin Landzettel

Aluminium: die wichtigsten Fakten und Tipps für Verbraucher. Salz und Säure können Aluminiumpartikel aus der Folie lösen, die später mit auf dem Teller landen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Salz und Säure können Aluminiumpartikel aus der Folie lösen, die später mit auf dem Teller landen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Bei Aluminium denken viele zuerst an Folie, Verpackungen und Deodorants. Dass das Leichtmetall in Lebensmittel gelangen kann und in größeren Mengen dem Körper schadet, ist vielen nicht bewusst. Verbraucher sollten daher wissen, was sie besser nicht in Alufolie packen.

Aluminium ist das dritthäufigste Element der Erdkruste. Kein Wunder, dass das Leichtmetall in Fleisch, Fisch, Obst, Gemüse, Getreide, Gewürzen und Tee sowie im Trinkwasser nachgewiesen werden kann. Auch als Lebensmittelfarbstoff ist es zugelassen und in vielen Süßigkeiten und Kuchendekorationen zu finden.

Laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) nehmen viele Menschen allein über die Nahrung so hohe Mengen Aluminium auf, dass die wöchentlich verträgliche Menge bereits ausgeschöpft ist. Diese wurde von der europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) auf ein Milligramm Aluminium je Kilogramm Körpergewicht festgelegt.

Alufolie von Salz und Säure fernhalten

Aluminium wird besonders gerne als Verpackungsmaterial genutzt. Die Gefahr dabei ist, dass sich durch Säure und Salze Aluminiumteilchen lösen und in die Lebensmittel übergehen können. Hersteller versuchen dies zu umgehen, indem sie Getränkedosen, die Deckel von Joghurtbechern oder Fruchtsaftverpackungen auf der Innenseite beschichten. Einen hundertprozentigen Schutz bieten diese Beschichtungen aber nicht.

Um gesundheitliche Belastungen zu vermeiden, rät die Verbraucherzentrale Hamburg (VZHH), Alufolie und Aluminiumgeschirr nicht mit säure- oder stark salzhaltigen Lebensmitteln in Kontakt zu bringen. Zwar stehen entsprechende Hinweise seit einiger Zeit auf der Verpackung der Folie. Doch diese würden von den Herstellern oft zu klein aufgedruckt, so die Kritik.

Erhöhte Aluminiumwerte in Laugenbrezeln

Aluminium lässt sich ebenfalls in Laugengebäck finden. Überwachungsbehörden stellen darin immer wieder Aluminiumgehalte von mehr als zehn Milligramm pro Kilogramm fest, berichtet das BfR.

Schuld ist die Zubereitungsart: Die meist auf Aluminiumblechen liegenden Brezeln werden vor dem Backen in Lauge getaucht. Diese kann das Leichtmetall lösen. Verbraucher könnten somit auch über Brezeln riskante Mengen an Aluminium aufnehmen.

Kein Deo auf frisch rasierte Achseln

Das Leichtmetall gelangt aber nicht nur über die Nahrung in den menschlichen Körper. Auch in vielen Kosmetikprodukten ist es enthalten: etwa als Farbpigment in Lippenstiften oder Aluminiumfluorid in Zahnpasten. Auch in Sonnenschutzmitteln und Make-up kommt Aluminium vor.

Besonders stark diskutiert werden aluminiumhaltige Deos, sogenannte Antitranspirantien, die die Schweißbildung hemmen. Wer mit Schweißgeruch zu kämpfen hat und auf die Produkte nicht verzichten möchte, sollte darauf achten, diese nicht auf die rasierte oder verletzte Haut aufzutragen, so die Empfehlung des BfR. Schnell könne man sonst den EFSA-Grenzwert um ein Vielfaches übertreffen.

Zu viel Aluminium im Körper: die Folgen

Die Empfehlungen der Experten haben gute Gründe: Aluminium sei Gift für das Nervensystem, die Fruchtbarkeit und ungeborenes Leben. Es beeinflusse außerdem die Knochenentwicklung, warnt die VZHH. Das BfR verweist darauf, dass die Datenlage in Bezug auf gesundheitliche Risiken, darunter auch Alzheimer und Brustkrebs, bisher nicht eindeutig ist und weitere Forschungen notwendig sind.

„Es bestehen wissenschaftliche Unsicherheiten bei der Einschätzung der Langzeitfolgen bei chronischer Aufnahme von Aluminium “, sagt Andreas Hensel, Präsident des BfR. „Insbesondere fehlen Daten über die tatsächlichen Aufnahmemengen von Aluminium über die Haut.“ Doch erst mit solchen Informationen könne eine gesundheitliche Risikobewertung zu Aluminium, die alle Aufnahmewege berücksichtigt, vorgenommen werden.

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