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Freizeit: Die Deutschen werden zu Stubenhockern

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Fernsehen, Computer und Kaffeekränzchen  

Die Deutschen werden zu Stubenhockern

29.06.2015, 16:26 Uhr | cme mit Material von dpa

Freizeit: Die Deutschen werden zu Stubenhockern. Die Deutschen verbringen immer mehr Zeit vor Fernseher, Tablet und Handy.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die Deutschen verbringen immer mehr Zeit vor Fernseher, Tablet und Handy. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Fernsehen ist in Deutschland die Freizeitbeschäftigung Nummer Eins - noch. Denn bei den Jüngeren ist das Internet der liebste Zeitvertreib. Das geht aus einer Studie des Marktforschungsunternehmens GfK hervor. Dafür verbringen die Menschen immer weniger Freizeit außer Haus.

Drei Stunden und 56 Minuten - so viel Freizeit hat der Durchschnittsdeutsche an jedem Werktag, zeigt der Freizeit-Monitor 2014 der Stiftung für Zukunftsfragen. Und zwar echte Freizeit: Kochen, Putzen, Kinder versorgen und die Zeit im Büro haben die Statistiker dabei schon herausgerechnet.

Freizeit wird zunehmend zuhause verbracht

Bleiben knapp vier Stunden, um den eigenen Interessen und Vorlieben zu frönen. Mit diesem Umfang sind die Deutschen ganz überwiegend zufrieden, auch wenn sie einen Großteil davon nur vor dem Fernseher sitzen.

Neben dem Fernseher behaupten andere Medien wie Radio, Internet, E-Mail, Zeitung und Telefon Spitzenplätze. Zudem finden sich unter zehn beliebtesten Freizeitaktivitäten Beschäftigungen wie "den Gedanken nachgehen", "Zeit mit dem Partner verbringen", Ausschlafen, "über wichtige Dinge reden", "sich in Ruhe pflegen" sowie Kaffee trinken und Kuchen essen.

Internet und Handy bei den Jüngeren beliebt

Allerdings unterscheiden sich die Aktivitäten je nach Lebenssituation und Altersgruppe. So ist das Internet bei den Jugendlichen und jungen Erwachsenen das wichtigste Medium, gefolgt von Fernseher und Handy. Bei den älteren Erwachsenen hingegen liegt das Fernsehen auf Platz Eins, gefolgt von Radio und Festnetztelefon. 

Ulrich Reinhardt, wissenschaftlicher Leiter der Zukunftsstiftung, erläutert, warum die Internet-Zeit früher oder später wieder abnimmt: "Wenn man mal im Berufsleben steht, hat man keine Zeit mehr, langwierige Internet-Rollenspiele zu spielen. Und wenn man mal eine Familie gegründet hat, will man auch nicht mehr alles in Facebook machen, sondern stattdessen Zeit mit seinen Kindern verbringen".

"Kaum eine Aktivität dauert länger als zwei Stunden"

Vergleicht man die Aktivitäten mit denen von vor 20 Jahren, so wird deutlich: Die zunehmende Beschäftigung mit den neuen Medien geht zulasten von Aktivitäten außer Haus wie Restaurantbesuche, Tagesausflüge und Unternehmungen mit Freunden. Der Umfrage zufolge ist Sport die einzige außerhäusliche Aktivität, der die Deutschen mehr Zeit widmen. 

Besonders auffällig: "Kaum eine Aktivität dauert länger als zwei Stunden, die Deutschen scheinen ständig einen neuen Impuls zu brauche", sagt Reinhardt.

Hätten die Menschen mehr Freizeit, würden sie den Umfragen zufolge öfter spontan etwas unternehmen, Sport treiben und ihre sozialen Kontakte intensiver pflegen. De facto aber sind Besuche bei Freunden, in der Kneipe, im Kino oder im Fitnessstudio eher selten. "Wir Deutschen tun uns da sehr schwer, weil wir so in Gewohnheiten gefangen sind", bilanziert Reinhardt. Und deshalb bleiben wir doch vorm Fernseher sitzen, statt uns aufzuraffen.

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