Sie sind hier: Home > Lifestyle > Besser leben >

Altkleidercontainer: Welche sind seriös und was darf rein?

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Altkleidercontainer  

Altkleider-Abzocke: Welche Container Sie meiden sollten

02.09.2015, 11:22 Uhr | Ann-Kathrin Landzettel

Altkleidercontainer: Welche sind seriös und was darf rein?. Auf bestimmte Siegel achten: Nicht alle Sammelstellen für Altkleidung sind seriös. (Symbolbild) (Quelle: imago/Thomas Lebie)

Auf bestimmte Siegel achten: Nicht alle Sammelstellen für Altkleidung sind seriös. (Symbolbild) (Quelle: Thomas Lebie/imago)

Die Kleidung in Tüten stopfen und in den erstbesten Altkleider-Container werfen? Besser nicht. Wer mit seiner Spende Bedürftigen helfen möchte, sollte bei der Entsorgung genau hinsehen. Viele Sammelstellen sind unseriös: Die Händler verkaufen die Textilien und stecken das Geld in die eigene Tasche.

Etwa 1,1 Millionen Tonnen Textilien werden nach Angaben der Verbraucherzentrale Hamburg (VZHH) jedes Jahr in Deutschland aussortiert. Doch wie erkennen Verbraucher seriöse Entsorgungsstationen? Um sicher zu gehen, dass die Klamotten Bedürftigen zukommen, sollte man Abstand von Containern nehmen, auf denen weder Name noch Adresse des Sammlers zu finden sind.

Vorsicht bei Sammelbehältern vor der Tür

Ist nur eine Telefonnummer angegeben, kann ein kurzer Anruf Klarheit schaffen. Die Verbraucherschützer warnen, dass die Nummern oft gar nicht vergeben sind. Dann sollte man die Finger von den Containern lassen. Aufmerksamkeit ist auch geboten, wenn plötzlich Sammelbehälter vor der Tür stehen, die mit besonders emotionalen Spenden-Aufrufen beworben werden.  

Laut dem Umweltbundesamt (UBA) sind Altkleider-Sammlungen, bei denen Körbe auf die Straße gestellt werden oder die per Flyer auf sich aufmerksam machen, meist illegal. Das gilt auch, wenn keine nachprüfbaren Angaben über den Sammler bekannt sind.

Diese drei Sammelstellen sind seriös

Als "garantiert seriös und sicher" stuft die VZHH die folgenden drei Sammlungen ein: das Label von FairWertung, das Siegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI) sowie das BVSE Qualitätssiegel Textilsammlung vom Bundes­verband Sekundär­rohstoffe und Entsorgung. Aber auch wenn das Symbol der örtlichen Abfallbehörde auf dem Container zu finden ist, kann man seine Kleidung guten Gewissens hineinwerfen.

Altkleider-Container: Das darf rein

Wer weiß, wo er einen kommunalen oder karitativ-gemeinnützigen Altkleider-Container  findet, kann seine Tüten packen. Doch nicht alles ist für die Entsorgung geeignet. So betont FairWertung, dass nur gut erhaltene, saubere und verpackte Textilien in die Sammlung gegeben werden dürfen.

Erlaubt sind neben normaler Bekleidung auch Handtücher, Mützen, Schals, Wolldecken, Bett- und Tischwäsche, Decken, Kissen, Gardinen, Gürtel, Taschen und sogar Plüschtiere. Schuhe sollte man immer zusammenbinden. Oft findet sich neben dem Altkleider-Container sogar ein separater Behälter für Schuhe. Wichtig ist, dass die Textilien nicht lose in den Sammelbehälter geworfen werden, sondern in Tüten verpackt sind.

Getragene Unterwäsche, löchrige Socken und zerschlissene Kleidung hingegen sind für eine Wiederverwertung ebenso wenig geeignet wie nasse oder verschmutzte Textilien. Auch deutlich abgetragene Schuhe, einzelne Schuhe oder Gummistiefel haben in dem Container nichts zu suchen. In diesen Fällen ist die Restmülltonne die richtige Wahl.

Seriöse Sammelstellen unterstützen soziale Projekte

Und was passiert mit den Alttextilien? Ein Teil der Stücke wird für soziale Zwecke eingesetzt. Da die gesammelte Kleidung den Bedarf vor Ort allerdings häufig übersteigt, werden die Überschüsse an gewerbliche Textilverwerter im In- und Ausland verkauft. Mit dem Erlös werden soziale Projekte unterstützt.

Textilien minderer Qualität dienen zur Herstellung von Putzlappen und Recyclingmaterial. Der Rest kommt in die Abfallentsorgung.

Fünf gute Alternativen zum Container

Neben Containern bieten auch Flohmärkte, Tauschbörsen und Secondhandläden Möglichkeiten, um aussortierte, aber noch brauchbare Kleidung weiterzugeben. Kirchliche Organisationen betreiben zudem häufig sogenannte Kleiderkammern. Dort können sich Bedürftige kostenlos oder gegen ein geringes Entgelt mit Kleidung ausstatten. Sozialkaufhäuser stellen ebenfalls eine gute Alternative zu den Containern dar.

Damit sich gar nicht erst große Mengen an Altkleidern ansammeln, rät die VZHH beim Kleiderkauf auf Qualität zu setzen. Das schone nicht nur die Umwelt, sondern spare langfristig auch Geld.

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Ab 6 Uhr können Sie hier wieder wie gewohnt diskutieren. Wir danken für Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

(0)
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Bruchlandung in Amsterdam 
Fahrwerk bricht beim Aufsetzen zusammen

Bereits im Landeanflug haben die Piloten mit starken Böen zu kämpfen. Video

Anzeige

Shopping
Shopping
Damenmode in knalligen, ausdrucksstarken Farben

Taillierte Steppjacke mit mattem Glanz und Rippstrickkragen. von ESPRIT Shopping

Shopping
Trendige Wohnzimmermöbel in riesiger Auswahl

Wohnwände, Sofas, Couchtische u. v. m. bequem zuhause auswählen & bestellen bei ROLLER.de.

Shopping
Die neuen Kleider für einen blühenden Frühlingsanfang

Endlich kommt wieder die Zeit für leichte Stoffe, zarte Farben und romantische Muster. bei BAUR

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILBabistadouglas.deKlingel.de

Anzeige
shopping-portal